Das hätte ich nie gedacht!

Zu LorbasLorbas
aus Colonia
sagte am 10.02.2018 um 12:33

[b]Wer hat's erfunden? Winterspiele
knacken Kondom-Rekord[/b]


[b]Rund 3000
Sportler nehmen an den Olympischen Winterspielen 2018 teil. Sicher ist: An
Kondomen wird es ihnen nicht mangeln, denn 110.000 werden gratis im
Athletendorf verteilt. Das ist neuer Olympia-Rekord. Wissenschaftler warnen
aber vor Liebes-Exzessen.[/b]


Das
Athletendorf als "Wunderland", eine heiße Nacht als "Trost für
verpasstes Edelmetall": Bei den Olympischen Spielen werden vermutlich auch
fernab des Eiskanals und der Loipe wieder Höchstleistungen erbracht. Anders
sind die 110.000 Kondome, die alleine in den Unterkünften der Sportler verteilt
wurden, nicht zu erklären.


P wie
Pyeongchang, P wie Passion


"Wir
hoffen", sagt Kyung Jin Park, "dass die Sportler in bester Gesundheit
wieder nach Hause fahren." Park ist der Präsident der Convenience Co.,
einem Unternehmen, das von den besagten Präservativen 100.000 zur Verfügung
gestellt hat. Mit den restlichen 10.000 der koreanischen Behörde für
AIDS-Prävention ergibt dies einen Rekord - noch nie wurden bei Winterspielen
mehr "Verhüterlis" verteilt.


Dass dies
ausgerechnet in Südkorea der Fall ist, dürfte dabei kein Zufall sein. Bei den
Olympischen Spielen 1988 in Seoul waren erstmals Gratis-Kondome an die Athleten
verteilt worden, das Land gilt in Sachen Sex auch heute noch als extrem
konservativ. "Es ist gut möglich, dass nun ein öffentlicher Diskurs und
ein offener Umgang mit der Thematik in Gang gesetzt werden", sagt
Professor Hyeouk Chris Hahm, der an der Universität in Boston die sexuellen
Verhaltensweisen der Südkoreaner erforscht hat.


"Märchen, wo alles möglich ist"


Keinerlei
Untersuchungen mehr bedürfen hingegen die Verhaltensmuster der Sportler, dass
es im Athletendorf mi***r heiß hergeht, belegen Aussagen aus der
Vergangenheit. Die ehemalige US-Skirennläuferin Carrie Sheinberg etwa beschrieb
die Erfahrungen als "magisch, ein Märchen, wie Alice im Wunderland, wo
alles möglich ist". Zudem sei eine Liaison hin und wieder ja auch
"Trost für verpasstes Edelmetall. Entweder man gewinnt eine Medaille, oder
man schläft mit einem heißen Typen." US-Schwimmer Ryan Lochte, der 2008
noch bereut hatte, während der Olympischen Spiele in Peking liiert gewesen zu
sein, ging von einer Sex-Rate bei Olympioniken von "70 bis 75
Prozent" aus.


Dabei kann
es sich um Affären oder einmalige Abenteuer drehen, muss es aber nicht. Denn
unzählige Teilnehmer sind liiert. Im deutschen Lager reisten die Biathleten
Simon Schempp und Franziska Preuß, Fabien Rießle (Nordische Kombination) und
Sandra Ringwald (Langlauf) oder etwa die Snowboarder Ramona Hofmeister und
Johannes Höpfl als Paar nach Pyeongchang. "Ich weiß noch gar nicht, mit
wem ich auf dem Zimmer bin", sagte Hofmeister (noch) verhalten. Sicher
dürfte nur sein, dass sich Paare unterschiedlicher Nationen, wie etwa die
Ski-Asse Mikaela Shiffrin (USA) und Mathieu Faivre (Frankreich), die Zimmer
lediglich für gelegentliche Amüsements teilen. Denn der Kampf um die Medaillen
dürfte dann doch einen Tick wichtiger sein.


"Viel Sex = viel Erfolg"? Nicht unbedingt


Dies
bedeutet gleichwohl nicht, dass man vollkommen abstinent leben sollte.
"Prinzipiell könnte Sex während der Olympischen Spiele nämlich
erfolgsbringend sein, denn durch die körperliche Ertüchtigung wirkt man positiv
auf den Stressabbau ein", sagt Professor Ingo Froböse von der
Sporthochschule Köln. Wer also am Tag vor dem Wettkampf nervös ist, sollte
"es" unbedingt tun.


Aber
Vorsicht ist geboten, die richtige "Dosierung" ist auch hier der
entscheidende Faktor und die Formel "viel Sex = viel Erfolg" auf
keinen Fall Gold wert. "Bei männlichen Sportlern aus schnellkräftigen
Disziplinen kann Sex sogar zu Leistungseinbußen führen, da das Hormon
Testosteron abgebaut wird und sie somit Aggressivität verlieren", sagte
Froböse. Zudem sei Sex eine Aktivität "wie Schwimmen, Laufen und
Springen", die der Regeneration im Weg stehen könnte.


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