hab ich mal im inet aufgegriffen...hätte heulen können...
nUgGi
24 aus Plauen
sagte am 16.08.2008 um 10:55
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Geschichte zum Nachdenken
"Wie konntest Du?"
Als ich noch ein Welpe war, unterhielt ich dich mit meinen Mätzchen und brachte
dich zum Lachen. Du nanntest mich "dein Kind" und trotz einer Anzahl
von gekauten Schuhen und einigen Sofakissen, die ich "ermordete",
wurde ich dein bester Freund. Wann immer ich "ungezogen" war,
zeigtest du mir mahnend den Zeigefinger und sagtest: "Wie konntest
Du?" - aber dann hattest du dich sofort erweichen lassen und rolltest mich
zur Seite, um meinen Bauch zu kraulen. Meine Aufenthalte in der Wohnung wurden
während deines Studiums immer länger, aber ich riss mich zusammen. Ich erinnere
mich an jene Nächte, als ich mich an dich im Bett ganze nahe anschmiegte und
dir zuhörte, wie du im Schlaf gesprochen hattest und ich glaubte, dass das
Leben nicht vollkommener sein könnte. Wir gingen in den Park, um dort lange
spazieren zu gehen oder um herumzutollen, wir fuhren mit dem Auto irgendwohin,
kauften uns ein Eis (ich erhielt nur den Rest der Waffel mit ein wenig Eis,
weil, "zuviel Eiscreme ist für Hunde nicht gesund", sagtest Du), und
ich hielt im Sonnenstrahl, der durch die Balkontüre ins Wohnzimmer hinein
schien, ein langes Schläfchen und wartete so, bis du von der Arbeit nach Hause
kamst.
Allmählich verbrachtes du mehr Zeit auf der Arbeit als zu Hause mit mir, um
"Karriere" zu machen. Auch verbrachtest du nun sehr viel Zeit damit,
um einen "menschlichen Partner" finden zu können. Ich wartete immer
geduldig auf dich, tröstete dich bei Liebeskummer und deinen Enttäuschungen und
freute mich ebenso mit dir, als du Erfolg bei einer Frau hattest. Sie, jetzt
ist sie deine Ehefrau, ist kein "Hundeliebhaber", aber trotzdem
begrüßte ich sie in unserem Heim, respektiere sie und zeigte ihr, dass ich sie
mag. Ich war glücklich, weil du glücklich warst!
Dann kam die Zeit, in der Babys zur Welt kamen. Ich teilte die Aufregung mit
dir. Ich war von der glatten Haut und vom angenehmen Geruch des Babys
fasziniert, so dass auch ich sie bemuttern wollte. Aber du und deine Frau
dachten nur daran, dass ich den Kindern schaden und sie verletzen könnte. Daher
musste ich die meiste Zeit nun verbannt in einem anderen Raum verbringen, Oh,
wie ich sie lieben wollte, aber es war mir vergönnt, denn ich war ein
"Gefangener der Liebe". Während sie anfingen zu wachsen, wurde ich
ihr Freund. Sie zogen an meinem Fell, griffen auf wackeligen Beinen nach mir,
stießen ihre Finger in meine Augen, forschten an meinen Ohren und gaben mir
Küsse auf meine Schnauze.
Ich liebte alles an ihnen, besonders ihre Berührungen, weil Deine so selten
wurden. Ich war soweit, dass ich die Kinder notfalls mit meinem Leben
verteidigen würde. Ich war soweit, in ihre Betten zu schleichen, um ihren
Sorgen und geheimsten Träume zuzuhören. Zusammen mit ihnen das Motorengeräusch
deines Autos zu erwarten, während du in die Einfahrt fuhrst.
Vor langer Zeit, als man dich fragte, ob du ein Haustier hättest, zogst du aus
deiner Brieftasche ein Foto von mir und erzähltest mit vollem Stolz über mich.
Die letzten Jahre antwortest du nur noch mit "Ja" und wechselst das
Thema. Ich war früher "Dein Hund" und bin heute "nur ein
Hund"!
Dann hattest Du eine neue Karrieregelegenheit in einer anderen Stadt, und du
und deine Familie zogen in eine Wohnung, in der Haustiere nicht erlaubt waren.
Du hattest für dich und deine Familie die richtige Entscheidung zu finden,
obwohl es einmal eine Zeit gab, in der "ich" deine Familie war.
Mann oh Mann, hatte die Autofahrt Spaß gemacht, bis ich bemerkte, wo wir
angekommen waren. Es roch nach Hunden und Katzen, nach Furcht und nach
Hoffnungslosigkeit. Du fülltest Papiere aus und sagtest, dass du wissen
würdest, dass man ein gutes Heim für mich finden würde. Die beiden Damen hinter
der Theke zuckten mit den Achseln und zeigten dir einen geschmerzten Blick. Sie
verstanden die Wirklichkeit, der ein Hund mittleren Alters gegenüberstand, ja
sogar ein Hund mit "Papieren", Du hattest die Finger deines Sohnes
von meinem Halsband lösen müssen, während er weinend schrie "Nein Papa,
bitte lass mir meinen Hund nicht wegnehmen!" Ich wunderte mich in diesem
Moment nur, wie du ihm gerade Lektionen über Freundschaft und Loyalität, über
Liebe und Verantwortlichkeit beibringen konntest. Zum Abschied gabst du mir
einen Klaps auf den Kopf, vermiedest dabei, mir in meine Augen zu schauen und
lehntest höflich ab, mein Halsband und meine Leine mitzunehmen. Du hattest
einen Termin einzuhalten, nun habe ich auch einen! Kurz nachdem du gegangen
warst, sagten die zwei netten Damen, dass du vermutlich Monate voraus vom Umzug
wusstest und somit auch eine Möglichkeit vorhanden gewesen sein musste, einen
"guten Platz" für mich zu finden. Sie schüttelten ihre Köpfe und
fragten sich ... "Wie konntest Du?"
Die beiden netten Damen widmeten uns ihre ganze Aufmerksamkeit, wann immer es
ihre Zeit zuließ. Sie fütterten uns täglich und ausreichend, aber ich verlor
meinen Appetit bereits vor Tagen. Anfangs, wann immer jemand an meinen Gehege
vorbei ging, hetzte ich zur Frontseite und hoffte, dass du es bist, dass du
deine Meinung geändert hättest und dass alles nur ein böser Traum war, oder ich
hoffte, dass es zumindest jemand sein würde, der mich mögen könnte, der mich
retten würde.
Aber die Wahrheit war, dass ich es nicht mit den liebenswerten, kleinen und so
tolpatischen Welpen aufnehmen konnte. Weltvergessen in meinem eigenen Schicksal
zog ich mich in einer weichen Ecke zurück und wartete ab.
Eines Tages, es war am Nachmittag, hörte ich Schritte. Man holte mich ab, ich
ging über einen langen Korridor, bis ich an dessen Ende einen Raum betrat. Es
war ein seliger, ruhiger Raum. Die Frau platzierte mich auf einen Tisch,
kraulte meine Ohren und erklärt mir, dass ich mich nicht zu sorgen hätte. Mein
Herz schlug in voller Erwartung auf das, was da kommen sollte.
Gleichzeitig hatte ich ein Gefühl der Entlastung. Mir, dem Gefangenen der
Liebe, gingen die Tage aus. Gemäß meiner Natur war ich mehr um die nette Frau
besorgt, als um mich selbst. Ich erkannte, dass sie eine Belastung trägt, die
tonnenschwer sein musste. Sie platzierte leicht einen Aderlass um mein Vorderbein,
während eine Träne ihre Wange hinunterkullerte. Ich leckte ihre Hand in der
gleichen Art und Weise, wie ich es bereits Jahre vorher tat, um dich zu
trösten. Sie schob sachverständig die hypodermatische Nadel in meine Vene.
Nachdem ich den Einstich und den Eintritt der kühlenden Flüssigkeit in meinen
Körper verspürte, lehnte ich mich schläfrig zurück, schaute dabei in ihre
freundlichen Augen und murmelte: "Wie konntest Du?". Möglicherweise
verstand sie meine Hundesprache, denn sie sagte, "Es tut mir leid!".
Sie umarmte mich hastig und erklärte, dass es ihr Job sei, mir einen besseren
Platz zu verschaffen, wo ich nicht ignoriert, missbraucht oder verlassen würde.
Einem Platz, an dem ich mich nicht verstecken müsse, einen Platz der Liebe und
des Lichts, der so anders sei als auf Erden.
Mit meinem letzten Bissen von Energie wedelte ich mit meinem Schwanz und
versuchte ihr so zu sagen, dass mein "Wie konntest Du?", nicht gegen
sie gerichtet war. Ich dacht an dich, mein geliebtes Herrchen. Ich werde immer
an dich denken und auf dich warten. Möge jeder dir in deinem Leben immer diese
Loyalität zeigen.
Einige Worte des Autors:
Wenn "Wie konntest Du?" Tränen in Ihre Augen trieb, dann erging es
Ihnen genauso wie mir, als ich dies schrieb. Jedermann ist es erlaubt diese
Geschichte weiterzugeben, solange es einem nicht kommerziellen Zweck dient.
Erklären Sie der Öffentlichkeit, dass die Entscheidung, ein Haustier in eine
Familie aufzunehmen, eine wichtige für das Leben ist, dass Tiere unsere Liebe
und unseren Respekt verdienen. <br style="" /><!--[if !supportLineBreakNewLine]--><br style="" /><!--[endif]--></span>[/b]
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