Tipps, um den Kofferverlust zu vermeiden

06

November

2014

Ob der lang ersehnte Sommerurlaub, der Kurztrip zur besten Freundin, die derzeit im Ausland arbeitet, oder sogar die Geschäftsreise: Wenn man ein Flugzeug besteigt, fliegt wohlmöglich nicht nur die Flugangst, sondern auch die Angst vor dem verlorenen Koffer mit. Jeder von uns kennt mindestens eine Person, die ihren Koffer schon einmal verloren hat, im schlimmsten Fall sind es sogar wir selbst. Wenn alles gut geht, wurde der Koffer innerhalb weniger Stunden nachgeliefert. Ärgerlich bleibt es dennoch, gerade, wenn man direkt nach dem Flug einen Termin hat und das dafür gewählte Outfit sich noch im verlorenen Koffer befindet.

Wie kannst du deinen Koffer vor dem Verlust schützen?




Tatsächlich geht trotz ausgefeilter Technik mehr Gepäck auf Flugreisen verloren, als wir das so vermuten würden. Ein Artikel auf mallorcamagazin.com veranschaulicht dies mit beeindruckenden Zahlen. Glücklicherweise gibt es diverse Tipps und Tricks, mit denen sich vermeiden lässt, dass der Koffer verloren geht oder sogar geklaut wird.



  • Erscheine rechtzeitig beim Check-In: Die langen Wege, die der Koffer vom Schalter zur Sortieranlage, auf den Transportwagen hinein ins Flugzeug zurücklegt, benötigen Zeit. Erscheinst du erst kurz vor Abflug am Check-In, ist die Gefahr größer, dass dein Koffer nicht mehr mitkommt.



  • Lass gefährliche und gefährlich wirkende Gegenstände zuhause: Verbotene Gegenstände, die du nicht aus dem Land ausführen oder in dein Zielland einführen darfst, solltest du nicht versuchen, mitzunehmen. Fallen diese Gegenstände beim Scannen auf und der Koffer wird daraufhin geöffnet, kann es passieren, dass der Koffer nicht rechtzeitig ins Flugzeug verladen wird und dementsprechend gar nicht oder nur sehr verspätet ankommt.



  • Kein Schloss für den Koffer auf dem Weg in die USA: Wenn du in die USA fliegst, solltest du von einem Kofferschloss absehen. Bei der Kontrolle durch die amerikanische Sicherheitsbehörde Transportation Security Administration, kurz TSA, werden Kofferschlösser in der Regel einfach aufgebrochen. Möchtest du dennoch nicht auf ein Schloss für deinen Koffer verzichten wollen, nutze ein TSA-Schloss. Die speziellen Schlösser verhindern, dass dein Koffer von der Sicherheitsbehörde gewaltsam geöffnet wird. Die zuständigen Mitarbeiter verfügen über passende Schlüssel, die es ermöglichen das Gepäckstück unproblematisch zu öffnen. Eine Investition in das TSA-Schloss lohnt sich also, vor allem wenn man mit komplexen technischen Inhalten unterwegs ist. Passende Schlösser und weitere Informationen findest du hier. Um dich vorab auf den neusten Stand zu bringen findest du dort Details bezüglich Ausstattung und Reiseverkehr, die dich für den langen Flug fit machen und verhindern, dass dein Reisegepäck beschädigt wird.



  • Kontrolliere deinen Baggage Tag: Beim Check-In erhält jeder Koffer den sogenannten Baggage Tag, auf dem die wichtigen Reisedaten vermerkt sind. Kontrolliere noch einmal, ob der Tag richtig angebracht wurde und ob der richtige Zielflughafen vermerkt wurde. Entferne genauso alte Baggage Tags von deinem Koffer, bevor die Reise losgeht. Auch wenn diese nach dem Flug entwertet sind, können die Scanner dennoch durch sie verwirrt werden.



  • Verzichte darauf, deinen Wohlstand zur Schau zu stellen: Natürlich sieht der neue Louis Vuitton Koffer unglaublich edel aus. Doch solltest du bei Flügen auf ihn verzichten. Designer-Koffer locken Diebe an, die nicht wissen können, dass der Inhalt deines Koffers zusammen nur halb so viel wert ist wie der Koffer selbst.



  • Je auffälliger, desto besser: Knallige Farben oder große, individuelle Sticker machen sich bei deinem Koffer besonders gut. So kann er am Gepäckband nicht verwechselt oder übersehen werden und wenn der Koffer doch irgendwo stehen bleibt, kann er wenigstens schnell zugeordnet werden. Zusätzlich hilft ein Adressanhänger, den Koffer zuzuordnen.



  • Spare nicht beim Material: Auch wenn die Reise selbst schon genug Geld kostet, kann die Investition in einen hochwertigen Koffer niemals falsch schein. Das zuständige Personal geht mit Reisegepäck nicht zimperlich um, also sollte dein Koffer einiges aushalten können. Wenn das Material robust genug ist, wird dein Koffer beim Transport weniger schnell beschädigt. Zudem können Schalenkoffer nicht mit einem Messer aufgeschnitten werden und sind damit sicherer gegen Diebstähle. Wer Sorge hat, dass der Koffer aufplatzt, sichert ihn mit einem extra Koffergurt.



  • Knausere nicht mit der Zeit zum Umsteigen: Je weniger Zeit du zum Umsteigen hast, desto weniger Zeit hat auch dein Koffer. Das Risiko des Verlustes steigt mit jeder Minute, die du weniger hast, um den Flieger zu wechseln.



  • Was im Falle des Verlustes zu tun ist



    Manchmal nützt jede noch so gute Maßnahme nichts und der Koffer kommt nicht oder nicht rechtzeitig am Zielort an. Damit du in diesem Fall nicht in Verlegenheit gerätst, ist grundsätzlich dazu geraten, wichtige Dinge wie persönliche Dokumente oder Wertsachen im Handgepäck zu transportieren. Wer zu zweit verreist, sollte auch davon absehen, „deinen“ und „meinen“ Koffer zu packen, stattdessen sollte das Gepäck gemischt werden. So hat jeder noch etwas zum Anziehen, wenn ein Koffer verloren gehen sollte. Möchtest du auf Nummer Sicher gehen, kannst du auch vor dem Check-In gegen einen Aufpreis eine Gepäckversicherung abschließen.


    Kommt der Koffer am Gepäckband nicht an und du kannst zweifelsfrei ausschließen, dass er irgendwo vom Gepäckband gefallen ist, solltest du dich direkt am Lost and Found Schalter melden. Wenn du den verlorenen Koffer erst anzeigst, nachdem du den Flughafen verlassen hast, liegt die Beweislast nämlich bei dir, denn die Airline könnte auch argumentieren, dass der Koffer erst außerhalb des Flughafens verloren gegangen ist.

    Am Lost and Found Schalter ist eine Gepäckliste hilfreich, die du vor dem Packen angefertigt hast und auf der steht, was genau im Koffer enthalten war. Diese hilft auch, eventuell einen Ersatzanspruch gegen die Fluggesellschaft geltend zu machen, falls der Koffer wirklich nicht wieder auftaucht. In solch einem Fall ist es wichtig, zu wissen, welche Rechte man als Reisender hat und sich darüber eingehend zu informieren.


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