Alkoholiker schläft ein
Ein Penner schleift sich spät abens betrunken zu seinem Zuhause. Der Gang ist torkelnd, der Magen rebelliert, die Augen brennen, der Kopf schmerzt hämmernd, die Füße tun weh und ihm ist erbärmlich kalt. Er stürtz zu seinem Lager aus Kartons nieder, sucht mit klammen, dreckigen Händen ob nicht noch eine Flasche mit irgendeinem Restinhalt herrumliegt, und gibt es dann nach einiger Zeit hungrig und immer noch durstig auf und versucht sich mit einer alten, stinkenden und zerrissenen Decke zuzudecken. Nach einiger Zeit schläft er ein. Koma wäre eine passendere Beschreibung.
Als er aufwacht, liegt er in einem weichen, sauberem Bett, das Zimmer ist warm und freundlich eingerichtet, die Sonne scheint mild durch die Vorhänge. Ein angenehmer Duft erfüllt den Raum. Verwundert steht er auf und blickt sich um. Die Augen sehen unerwartet klar. Ihn quält weder Hunger noch Kopfschmerz. Auf dem Tisch liegt ein Zettel. Er geht dort hin und ließt:
Ich habe es satt. Du zerstörst uns beide mit deinem dummen Handeln. Ich habe dich so oft erfolglos gewarnt und du hast nie auf mich gehört. Jetzt mag ich nicht mehr. Ich verlasse dich für immer. Unterzeichnet Dein Verstand

zu 
buhsi
