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Das innere Kind

Ein Kind. Ein Segen für die Familie und eine wahre Bereicherung für die Welt. Und das auch im Baumarktleben? Wie so etwas funktionieren soll? Ganz einfach: Erwachsene Menschen machen Fehler, weil sie nicht weit genug mitdenken oder einfach so tun, als wüssten sie alles. Kinder handeln nicht so kopfgesteuert wie Erwachsene. Sie tun etwas instinktiv. Das macht ihre Handlungen zwar oft schwerer nachzuvollziehen aber irgendwie auch umso liebenswerter. Und eines dieser Exemplare kreuzte vor Kurzem meinen Weg.

Ich war in der Gartenabteilung und habe gerade Ware in den Gängen verräumt, stellte allerdings schnell fest, dass mein Messer stumpf ist. Da ich davon ausging, dass mein Kollege im Lager eventuell Ersatzklingen parat hat, begab ich mich auf direktem Wege dort hin. Ich drehte mich um und machte, grob geschätzt, vier Schritte und stand auf dem Hauptgang, auf dem mir eine Familie entgegen kam. Voran die kleine Tochter, von vielleicht zwei Jahren, mit einem kleinen Einkaufswagen für Kinder und dahinter die Eltern. Im Gänsemarsch kamen sie auf mich zu und die Kleine schien mich noch nicht gesehen zu haben.

Mit einem sanften „Klack“ steuerte sie die Front ihres kleinen Wagens zielsicher gegen mein Knie. Das tat natürlich nicht weh und so blieb ich stehen und beobachtete das Treiben, denn ich war zwar im Hauptgang, aber neben einem Werbeaufsteller, was bedeutete, dass ich folglich nirgendwo hin ausweichen konnte. Der Kopf des Mädchens hob sich langsam und mit erschrockener Mine und sie starrte mich mit nahezu panischem Blick an, als die Mutter sie darauf hinwies ein Stück rückwärts und dann an mir vorbei zu fahren.

Wenn Mama das sagt, muss das ja klappen. Die kleine setzt tapfer zurück und legt dann wieder den Vorwärtsgang ein. Erneut gegen mein Knie. Diesmal reagiert sie allerdings prompt und setzt erneut zurück, um im dritten Anlauf des Vorbeisfahrens wieder mein Bein zu treffen. Ich stand da, beobachtete das ganze und lächelte die Miniaturausgabe eines Kunden freundlich an um ihr zu zeigen, dass sie vor mir keine Angst haben muss und, dass es nicht schlimm ist mein Bein zu treffen, da es nicht weh tut.

Plötzlich – und damit habe ich wirklich nicht gerechnet – bricht die kleine in schallendes weinen aus. Die Eltern erschraken genau so wie ich, überspielten dies aber mit einem gekonnten Lachen. Ich selbst habe nicht oft mit Kindern zu tun. Aber so gruselig kann ich gar nicht sein! Und trotzdem habe ich zwei wichtige Lektionen gelernt.

Erstens: Dieses Mädchen macht – und dafür bin ich einer höheren Macht definitiv dankbar – ihren Führerschein frühestens in 15 Jahren.

Zweitens: Wann auch immer dir wieder ein Kind entgegen kommt, guck es um Himmels Willen nicht an!


Dieser Beitrag erschien am 05.08.2014 zuerst bei www.abenteuerbaumarkt.de
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