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Na wer ist schuld daran?

Zu SchnurrerSchnurrer
aus Venlo
sagte am 06.10.2019 um 10:49

[b]"Noch größere als
2015" Seehofer warnt vor neuer Flüchtlingswelle [/b]







Flüchtlinge
kommen im Hafen von Piräus an.





































[b]Die Zahl der
Menschen, die eine Flucht von der Türkei zu den griechischen Inseln wagen,
steigt wieder stark an. Innenminister Seehofer warnt angesichts der Entwicklung
vor einer neuen Flüchtlingkrise. Diese könne sogar das Ausmaß jener vor vier
Jahren übertreffen, wenn nicht gehandelt würde.[/b]


Bundesinnenminister
Horst Seehofer hat angesichts steigender Migrantenzahlen auf den griechischen
Inseln vor einer größeren Flüchtlingswelle als im Jahr 2015 gewarnt. "Wir
müssen unseren europäischen Partner bei den Kontrollen an den EU-Außengrenzen
mehr helfen. Wir haben sie zu lange alleine gelassen", sagte der
CSU-Politiker der "Bild"-Zeitung. "Wenn wir das nicht machen,
werden wir eine Flüchtlingswelle wie 2015 erleben - vielleicht sogar noch eine
größere als vor vier Jahren."


Er werde
gemeinsam mit der neuen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen
"alles dazu beitragen, dass sich das nicht wiederholt", sagte
Seehofer weiter. Dazu habe er "die volle Unterstützung der deutschen
Bundeskanzlerin".


Zudem
forderte Seehofer die Mitgliedsstaaten der EU auf, mehr für die Türkei zu tun.
"Die Türkei leistet bei der Aufnahme von Flüchtlingen sehr viel. Das liegt
auch in unserem Interesse. Darüber hinaus ist klar, dass wir nicht mit den
Mitteln der Vergangenheit die Zukunft bewältigen können. Deswegen will ich die
Zusammenarbeit mit der Türkei weiter stärken", sagte Seehofer im Interview
mit der "Welt am Sonntag".


Mehr Flüchtlinge kommen aus der Türkei


Die Zahl der
Migranten, die aus der Türkei in die EU gekommen sind, ist in diesem Jahr laut
dem "Situationsbericht" der Europäischen Kommission stark gestiegen,
berichtete die "Welt am Sonntag". Zwischen Januar und September habe
es einen Anstieg um 23 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum
gegeben.


Demnach trafen
in dem Zeitraum insgesamt 46.546 Migranten aus der Türkei in der EU ein.
Zwischen Januar und September 2018 waren es hingegen 37.837. Der Großteil, rund
45.000 Menschen, sei nach Griechenland geflohen, rund 1300 nach Italien und
knapp 200 nach Bulgarien. Die Mehrzahl der Migranten seien Afghanen, gefolgt
von Syrern und Irakern, berichtete die Zeitung.


Auf die
Frage, wie viel Geld Ankara über die sechs Milliarden hinaus erhalten soll, die
die EU im Rahmen des Flüchtlingspakts von 2016 zu zahlen versprochen hat, sagte
Seehofer: "Diese Entscheidung kann ich als deutscher Innenminister nicht
allein treffen. Wir werden dazu auf europäischer Ebene Gespräche führen müssen.
Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Leistung der Türkei, die in unser
aller Interesse liegt, angemessen berücksichtigt wird."


Seehofer war
am Donnerstag und Freitag in die Türkei und nach Griechenland gereist. Dort
führte er gemeinsam mit EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos Gespräche
mit Regierungsvertretern. Er sagte Ankara und Athen deutsche Unterstützung im
Umgang mit Flüchtlingen und beim Grenzschutz zu.


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