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Nun geht endlich!

Zu SchnurrerSchnurrer
aus Venlo
sagte am 08.11.2019 um 11:28

Grippe-Impfung: Das sollten Sie wissen


Die Impfung erfolgt in der Regel unter die Haut oder in den Muskel.
Die Gefährlichkeit der Grippe wird oft unterschätzt. So starben
während der ungewöhnlich starken Grippewelle in der Saison 2017/18
allein in Deutschland 25.000 Menschen an der Krankheit. Jetzt hat die
Grippe-Saison wieder begonnen, unter anderem im Harz sind bereits erste
Menschen erkrankt. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema.

Wer sollte sich impfen lassen?
Die Ständige Impfkommission
(STIKO) empfiehlt insbesondere Menschen über 60 Jahren sowie Menschen
mit Vorerkrankungen und chronisch Kranken die Impfung. Außerdem sollten
sich diejenigen impfen lassen, die beruflich viel Kontakt mit anderen
Menschen haben, etwa medizinisches Personal, Lehrkräfte oder Busfahrer.
Die STIKO empfiehlt zudem allen Schwangeren ab der 14.
Schwangerschaftswoche, sich impfen zu lassen, sofern sie während der
Grippesaison schwanger sind.

Warum wird die Impfung auch für Schwangere empfohlen?
Untersuchungen haben ergeben, dass Schwangere ein erhöhtes Risiko für
einen schweren Verlauf einer Grippe haben. Die Impfung ist laut STIKO
für das Ungeborene unbedenklich, sollte aber nicht vor der 14.
Schwangerschaftswoche erfolgen.

Warum gilt die Empfehlung zur Grippe-Impfung nicht für alle?
Bei Kindern und Erwachsenen unter 60 Jahren verläuft die Erkrankung
meist weniger schwer und ohne schlimmere Komplikationen. Wer sich impfen
lassen möchte, aber nicht zu der Risikogruppe zählt, sollte zuvor mit
seiner Krankenversicherung klären, ob sie die Kosten übernimmt. Das gilt
auch für Kinder. Oft tragen auch die Arbeitgeber die Kosten für die
Impfung.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Impfung?
Am besten ist es, sich impfen zu lassen, sobald der aktuelle
Impfstoff erhältlich sei, also ab Ende September, empfiehlt Dr. Andrea
Iwansky, Lungenfachärztin in Hamburg. Nach der Impfung dauert es 10 bis
14 Tage, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist. Der Impfschutz
halte dann bis Mitte April an.

Warum sollte man sich jedes Jahr impfen lassen?
Das Grippe-Virus ist sehr wandlungsfähig. Dadurch muss der Impfstoff
jedes Jahr neu zusammengesetzt werden, um möglichst für den aktuellen
Erreger wirksam zu sein. Außerdem lässt die Wirkung einer Impfung auch
bei gleichbleibendem Grippe-Erreger nach sechs bis 12 Monaten nach.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Im Allgemeinen ist die Grippe-Impfung gut verträglich. Es kann aber
zu Rötungen und Schwellungen an der Impfstelle kommen oder auch zu
leichten Erkältungssymptomen (Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen,
Müdigkeit).

Wir gut schützt die Impfung vor Grippe?
Die Schutzwirkung hängt davon ab, wie gut die Prognose für die
Zusammensetzung des Impfstoffs war, der jedes Jahr an die
vorherrschenden Grippeviren angepasst wird. So war in der vergangenen
Saison die Schutzwirkung mit 21 Prozent relativ niedrig. Ob die Impfung
wirkt, hängt außerdem von weiteren Faktoren ab, etwa ob die Person
bereits in den Vorjahren geimpft wurde oder mit Grippeviren infiziert
war.

Was unterscheidet eine Grippe von einer fiebrigen Erkältung?
Bei der Grippe treten die Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen,
Halsschmerzen und trockener Husten meist plötzlich auf. Betroffene
fühlen sich überwiegend sehr krank und schwach. Die Beschwerden halten
etwa eine Woche an. Bei einer fiebrigen Erkältung ist der Verlauf meist
weniger stark und die Symptome setzen deutlich langsamer ein.

Wie kann man einer Ansteckung vorbeugen?
Regelmäßiges, gründliches Händewaschen zählt zu den wichtigsten
Vorbeugemaßnahmen. Außerdem sollte man während der Grippe-Saison engen
Kontakt zu Erkankten, etwa durch Händeschütteln, vermeiden.


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