Mehr als 40 Prozent der Deutschen können sich „fast alles leisten“

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65 aus Colonia Claudia Ara Agrippinensium
sagte am 11.02.2020 um 11:51

Ein Verbot von Kampfpreisen bei Lebensmitteln ist gar nicht nötig, zeigt
eine umfassende Analyse: Die Verbraucher greifen wie von selbst zu
hochwertiger Ware im Supermarkt. Sie wollen es sich nicht nur leisten,
sie können es auch. Während die Politik noch
fleißig über ein Verbot von Tiefstpreisen im Lebensmittelhandel
streitet, sind die Verbraucher schon weiter. Sie lassen
Billiglebensmittel inzwischen immer häufiger stehen – als einfache
Marktteilnehmer und ganz ohne Gängelung. Das zeigt eine neue Studie der
Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), nach der die Qualitätsorientierung der deutschen Konsumenten im vergangenen Jahr weiter zugelegt hat.

„Der gesamte Umsatzzuwachs des Lebensmitteleinzelhandels gegenüber
2018 geht ausschließlich auf das qualitätsorientierte Shopping-Verhalten
der Verbraucher zurück“, schreibt der Autor, GfK-Experte Robert
Kecskes, in seiner Analyse.

Sichtbarste Folge des Trends hin zu mehr Qualität
ist der Verlust von Marktanteilen der Discounter. Die klassischen
Supermärkte wie Rewe, Edeka oder Tegut zogen 2019 mit einem Umsatzplus
von drei Prozent deutlich an Aldi, Lidl & Co vorbei, die lediglich
auf einen Zuwachs von 0,9 Prozent kamen.


Erstmals seit vier Jahren schrumpfte ihr Anteil am Lebensmittelhandel
damit, und zwar von 43,4 auf 43,1 Prozent. Der scheinbar geringe
Unterschied von 0,3 Punkten entspricht einem Umsatz von rund einer
halben Milliarde Euro. Ihren Bestwert hatten die Discounter 2008 mit
44,5 Prozent erreicht.

Dennoch werden Billigangebote auch weiter
ihre Käufer finden. Nach einer Umfrage der Nürnberger Marktforscher
sagen 17 Prozent der deutschen Haushalte von sich selbst, dass sie sich
„fast nichts mehr leisten können“. Nach einer Untersuchung der
Bertelsmann-Stiftung geben Bezieher niedriger Einkommen in Einzelfällen
bis zu 40 Prozent ihres Budgets für Lebensmittel aus – für sie zählt
jeder Cent.

Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnte denn auch nach
einem Treffen mit Vertretern des Lebensmittelhandels am Montag ein
generelles Verbot von Kampfpreisen im Lebensmittelhandel – jenseits des
ohnehin geltenden Dumpingverbots – ab, während beispielsweise der
Grünen-Co-Vorsitzende Robert Habeck ein Verbot von „Ramschpreisen“
gefordert hatte.

Die Zahl der Haushalte, die auf jeden Cent achten müssen, sinkt laut
GfK ohnehin stetig. Vor zehn Jahren sagten statt heute 17 Prozent noch
26 Prozent von sich selbst, dass sie sich „fast nichts leisten“ könnten.
Gleichzeitig stieg der Anteil derjenigen Haushalte, die sich in der
Eigenwahrnehmung „fast alles leisten“ können, von 27 auf 42 Prozent.

Dahinter
stehen vor allem der gut laufende Arbeitsmarkt mit Vollbeschäftigung in
vielen Regionen, Entlastungen bei einigen staatlichen Abgaben sowie
höhere Löhne und verbesserte Sozialleistungen. Das gilt auch, wenn man
Preissteigerungen mitberücksichtigt. Die verfügbaren Einkommen
hierzulande lagen im dritten Vierteljahr 2019 nach Angaben der
Bundesbank um 3,3 Prozent höher als ein Jahr zuvor.


Mehr Geld in der Tasche – das schafft für viele Verbraucher Freiräume bei der Deckung des täglichen Bedarfs. Dieser Trend zieht sich quer durch die
Produktgruppen, von Nahrungsmitteln bis zur Körperpflege. Bei
Milchprodukten wie Joghurt oder Quark beispielsweise erzielte Bioware
mit plus 16,6 Prozent eine der höchsten Zuwachsraten unter allen
Kategorien.

Noch besser schnitt bei Trinkmilch mit plus 21 Prozent die hochpreisige
Heu- und Weidemilch ab. Ganz oben auf dem Siegertreppchen der Kategorie –
im Branchenjargon: „weiße Linie“ genannt – stehen allerdings
Milchalternativen wie Soja- oder Mandelmilch, die um fast 23 Prozent
zulegen konnten.

Quelle: WELT Live-TV


Nicht Jeder bekommt eine solch dicke Rente
Es geht aber hier nicht nur um Rentner.Es geht um Haushalte generell.Und die Zahl der Singlhaushalte steigt stetig.Die jungen Leute haben eine gute Ausbildung und verdienen dem entsprechend.Und je mehr wir Vollbeschäftigung haben,steigen auch die Renten.Das ist nun mal eine Tatsache.
Da wäre ich mir nicht so sicher. Kann doch kaum noch jemand für die Zukunft planen, da meist nur Zeitverträge.
Hier kommt wieder die Chancengleichheit zum Tragen. Aber selbst Leute mit höherer Bildung bekommen teilweise nur Zeitverträge.
auch mit einem Zeitvertrag kann man Geld verdienen.Das habe ich auch schon alles praktiziert.Es kommt immer auf die Branche an wo man arbeitet.Ich hatte mal einen Job für 3 Jahre in der Metallindustrie.Da habe ich sehr viel Geld verdient.Aber es war auch ein richtiger Knochenjob.Das spüre ich heute noch.Aber ich war jung und brauchte das Geld.
Wohl war, aber man kann damit keine Zukunft planen.
Bist du nicht der Einzige der in jungen Jahren einen Knochenjob hatte.
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