Das Auto ist bald out

Zu SchweinewilliSchweinewilli
64 aus Colonia Claudia Ara Agrippinensium
sagte am 22.02.2020 um 17:48

In den kommenden zehn Jahren wird sich der Verkehr in den Großstädten
einer Studie zufolge radikal verändern. Vor allem die Fortbewegung ganz
ohne Motor wird demnach boomen.



Umweltfreundliche Verkehrsmittel nutzen statt täglich im Auto sitzen: Dieser Wandel soll einer Studie
zufolge stattfinden - und zwar in den nächsten zehn Jahren. Das geht
aus der Studie "Mobility Futures" des Marktforschungsinstituts Kantar
hervor, das über 20.000 Bewohner in 31 Großstädten weltweit befragt und
die Ergebnisse 53 Experten zur Bewertung vorgelegt hat.





Demnach gelingt die Verkehrswende im Jahr 2030, da private
Autofahrten in den größten Städten der Welt im kommenden Jahrzehnt um
zehn Prozent zurückgehen. Durch die alternde Weltbevölkerung, aber auch
Geschäftsmodelle wie Sharing von Autos und Motorrollern sowie das
Aufkommen autonomer Fahrzeuge werde der Bedarf, ein Auto zu besitzen,
sinken. "Mobilität verändert sich normalerweise sehr langsam, eine
Veränderung von zehn Prozent über ein Jahrzehnt ist enorm", erklärt Rolf
Kullen, Leiter Mobilität bei Kantar.

Fahrrad und Fußverkehr profitieren am stärksten
Der
Anteil des Autos an den zurückgelegten Fahrten wird den Forschern
zufolge so von 51 Prozent auf 46 Prozent im Jahr 2030 sinken. Diese
Entwicklung geht vor allem auf das Konto des Fahrrads, dessen Nutzung um
18 Prozent steigen soll - aber auch der Anteil des Fußverkehrs soll um
15 Prozent steigen. Der öffentliche Nahverkehr wird der Prognose zufolge
jedoch nur um sechs Prozent zulegen.



Dessen Nutzer wollen jedoch auch besonders oft auf ein anderes
Verkehrsmittel umsteigen, 43 Prozent der Nahverkehrskunden suchen
demnach nach einer Alternative. Doch auch 37 Prozent der Autofahrer
würden ihren Wagen der Studie zufolge schon heute gern stehen lassen.

Berlin liegt im Städtemobilitätsindex vorn
In
der Studie stecken neben den Ergebnissen der Befragung auch Daten wie
die Anzahl an Haltestellen, an Schienenkilometern in den Städten und
künftigen Bauprojekten, sowie Zahlen wie das Haushaltseinkommen und die
Bevölkerungsentwicklung. Zwei deutsche Städte schnitten dabei besonders
gut ab: So lag Berlin im Städtemobilitätsindex an der Spitze, München
lag hinter Auckland, Moskau und New York auf dem fünften Rang.



Dieser Index vergleicht, ob einzelne Bürger Zugang zu Mobilität
haben, sagt Rolf Kullen: "Also was verfügbar ist, wie viel es im
Vergleich zum durchschnittlichen Haushaltseinkommen kostet, aber auch
wie dicht das Netz des Nahverkehrs ist und wie viele Menschen ein Auto
besitzen." Dass Berlin hier auf Platz eins landet, habe jedoch auch die
Forscher überrascht, so Kullen. "Aber das Angebot ist riesig und die
Preise sind im Vergleich zu den Einkommen relativ günstig. Und
gleichzeitig besitzen viele Menschen ein Auto." München habe im
Vergleich zu Berlin ein etwas dünneres Nahverkehrsnetz und eine etwas
höhere Ungleichheit der Einkommen bei höheren Preisen.



Deutsche Städte investieren wenig
Im "Shared-Mobility-Index",
der das Angebot für Rad- und Carsharing in den jeweiligen Städten im
Verhältnis zum Einkommen, den verfügbaren Fahrzeugen und der Bevölkerung
vergleicht, lagen die beiden Städte sogar an der Spitze und damit vor
Singapur und Peking - aber auch hier platzierte sich Berlin vor München.
"Das Sharing-Angebot in Berlin und München ist extrem groß, denn beide
gehörten zu den ersten Märkten großer Carsharing-Anbieter", erklärt
Mobilitätsforscher Kullen die gute Platzierung der beiden Städte.

Trotzdem
gibt es Kullen zufolge auch hier Verbesserungspotenzial: "Deutsche
Städte verändern sich im internationalen Vergleich sehr langsam." So sei
die Mobilitätswende in Berlin und München weder in der Einstellung der
Menschen noch bei den öffentlichen Investitionen sichtbar: "So sind in
deutschen Städten kaum Großprojekte geplant oder sie gleichen nur einen
Bedarf aus, der schon vor Jahren vorhanden war, wie zum Beispiel die
zweite Stammstrecke der Münchener S-Bahn."

Quelle Spiegel Online


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E-Autos gab es schon vor 70 Jahren


Oh mein armer Smarti in zehn Jahren Ruhe in Frieden.
Bei deinem Erinnerungstag ( Nachruf ) hast du ihn aber sehr geliebt.
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