Laschet will sich in den Vordergrund schieben. Null Chance gegen Söder

Zu Hopser_Hopser_
aus im Kraichgau irgendwo
sagte am 22.03.2020 um 16:27

[b]Bund und Länder beraten über weitere Schritte
zur Eindämmung der Corona-Krise. Einem Bericht zufolge einigen sie sich
darauf, die Kontakte zwischen den Bürgern drastisch einzuschränken. In
den Beratungen soll es zu heftigen Auseinandersetzungen mit Bayern
gekommen sein.[/b]


Im Kampf gegen das Corona-Virus wollen Bund und Länder
eine Art Kontaktverbot beschließen. Demnach einigten sich Kanzlerin
Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder darauf,
Ansammlungen von mehr als zwei Personen grundsätzlich zu verbieten.
Ausgenommen werden sollen Familien sowie in einem Haushalt lebende
Personen.

Um 17.30 Uhr will die Kanzlerin über Einzelheiten der Einigung berichten.

Die
Regierungschefs und die Kanzlerin haben am Sonntag in einer
Telefonkonferenz über weitere Schritte beraten. Dabei hat es dem
Vernehmen nach einen heftigen Streit zwischen CSU-Chef Markus Söder und
NRW-Regierungschef Armin Laschet gegeben. Laschet habe Söder demnach
massiv attackiert, weil dieser bereits am Freitag "ohne Absprache" mit
dem Bund und den anderen Ländern eigene Maßnahmen mit
Ausgangsbeschränkungen für Bayern verordnet hatte. Söder habe daraufhin
damit gedroht, die Schalte zu verlassen. ntv-Informationen zufolge hat
Merkel Söder nicht gebremst, Laschet sei sie aber auch nicht zur Seite
gesprungen. Alle Beteiligten seien eher dünnhäutig, "die Nerven liegen
blank", hieß es.

Bayern sei über den Verlauf "irritiert", hieß es
aus Regierungskreisen. Laschet habe sich bisher in der Debatte immer
sehr zurückgehalten und gezögert, auch als es jüngst um die Schließung
von Schulen und Kindergärten gegangen sei. Man vermute daher ein anderes
Motiv, es gehe Laschet wohl mehr um seine persönlichen Ambitionen als
um die Corona-Krise, hieß es.

Darüber hinaus soll Laschet, so
berichten Teilnehmer, in der Telefonkonferenz gemeinsam mit weiteren
Bundesländern ein Maßnahmenpapier vorgelegt haben. Zu den Ländern
gehörten wohl Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg,
Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz,
Schleswig-Holstein und Thüringen. Das Papier wurde dem Vernehmen nach
nicht weiter verfolgt, da Merkel ihrerseits ein eigenes Papier zur
Grundlage machte.

Einschränkungen zuletzt drastisch verschärft
Bereits
jetzt ist das öffentliche Leben vielerorts eingeschränkt.
Großveranstaltungen sind weitgehend abgesagt worden, Einrichtungen wie
Museen, Bibliotheken und Konzertsäle bleiben geschlossen. Überall sind
die Menschen aufgerufen, Abstand zueinander zu halten. Dieses "Social
Distancing" wurde allerdings zumindest bis Mitte der Woche nach
Einschätzung von Politik und Behörden nur in unbefriedigender Weise
eingehalten.

Erst nachdem Kanzlerin Merkel eine für sie
ungewöhnlich eindringliche Rede an die Nation gehalten hatte, schienen
mehr Leute den Ernst der Lage verstanden zu haben. Die Kanzlerin hatte
von der größten Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg gesprochen.
Anschließend hieß es aus Regierungskreisen, dass das Verhalten der
Menschen am Samstag mit ausschlaggebend sei, ob die Ausgangssperre
kommt. Vielerorts hielt sich ein Großteil der Menschen an die
Empfehlung, zu Hause zu bleiben und sich nicht mit anderen Menschen zu
treffen.

Eine Ausgangssperre würde vermutlich nicht bedeuten, dass
die Menschen gar nicht mehr ihre Wohnungen oder Häuser verlassen
dürfen. Gemäß der in Bayern geltenden Regelung ist es etwa erlaubt, für
Einkäufe, Arztbesuche oder zur Hilfe anderer auf die Straße zu gehen.
Auch in Österreich blieben Aktivitäten dieser Art erlaubt. Es geht in
erster Linie darum, unnötige soziale Kontakte zu vermeiden. Ziel der
Maßnahmen ist es, die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen, damit das
Gesundheitssystem nicht überfordert wird.


[center]
dreamies.de[/center]
[center]
dreamies.de[/center]
[b]Ausgangsregeln
und Kontaktverbote: Um die Coronakrise in den Griff zu bekommen, zieht der
Staat die Stellschrauben enger. In ihrer Sendung diskutiert Moderatorin Anne
Will mit ihren Gästen über Sinn und Zweck der Maßnahmen. Für Alarmstimmung
sorgen dabei die Äußerungen einer Medizinerin.[/b]


Das
Coronavirus hat Deutschland fest im Griff. Restaurants, Geschäfte und
öffentliche Einrichtungen sind geschlossen, Veranstaltungen abgesagt.
Mittlerweile haben Bund und Länder ein zweiwöchiges Kontaktverbot
erlassen. Und nun befindet sich auch noch Kanzlerin Angela Merkel in Quarantäne.
Wo soll das alles hinführen, fragen sich viele Bürger. Die Talkgäste bei Anne
Will versuchen darauf eine Antwort zu geben. In der Sendung sorgt dann vor
allem die pessimistische Lageeinschätzung der Medizinerin Bernadett Erdmann für
Beunruhigung.


Erdmann hält
die Einführung des am Sonntag beschlossenen bundesweiten Kontaktverbots für
richtig. Allerdings glaubt die Chefärztin des Klinikums Wolfsburg, dass diese
Entscheidung zu spät kommt. "Ich befürchte, dass wir in wenigen Wochen vor
einem Kollaps stehen, weil wir die Versorgung nicht mehr sicherstellen
können", sagt Erdmann. Denn schon jetzt herrsche in den Krankenhäusern ein
massiver Personalmangel in allen Bereichen. Auch der Mangel an Schutzkleidung
sei ein Problem. Laut Erdmann habe ihre Klinik Reserven für eine Woche. Und
noch ein weiterer Aspekt beunruhigt die Medizinerin: Die soziale Isolation der
Menschen. Erdmann rechnet in nächster Zeit mit einer Zunahme depressiver
Patienten und einer Erhöhung der Suizidrate. Auch von vermehrten Fällen
häuslicher Gewalt geht die Chefärztin aus.


Na da schau
her!





Politik
22.03.20


Bundeskanzlerin
in Quarantäne Merkel hatte Kontakt zu Corona-Infiziertem


Helfen also
strikte Ausgangsregeln, wie beispielsweise in Bayern, um die Zahl der
Infektionen in den Griff zu bekommen? Im Freistaat ist das Verlassen der
eigenen Wohnung nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Gegenüber
Moderatorin Will verteidigt Ministerpräsident Söder die Maßnahme mit Bayerns
Nähe zu Österreich und Italien, wo das Coronavirus besonders schlimm wütet.
Wills Gegenargument, dass die Fallzahlen in NRW viel höher seien als im
Freistaat, wischt Söder zur Seite. Wichtig sei es, die Zahl der Infizierten
niedrig zu halten. "Es gibt keinen Anlass, zu zögern oder zu warten",
mahnt der per Video zugeschaltete CSU-Chef. Eine Prognose, wie lange die
Maßnahmen gelten sollen, gibt Söder nicht.


Ich schließe
mich ihm an.


"Der richtige Weg"


Auch
Kanzleramtschef Helge Braun hält sich bei der Frage bedeckt. Man müsse die
Situation immer wieder neu bewerten und dann die Maßnahmen anpassen, so der
Leiter des Corona-Krisenstabs der Bundesregierung. Als Bestrafung will Braun
das nun erlassene Kontaktverbot übrigens nicht verstanden wissen. In den ersten
Tagen hätten viele Menschen die Empfehlungen der Regierung nicht mitbekommen.
Das Verhalten der Bevölkerung sei aber mit jedem Tag besser geworden. Doch die
wenigen, die sich nicht an die Empfehlungen halten, gefährden viele Menschen,
erläutert Braun. Deshalb sei das Kontaktverbot nun der richtige Weg.


Einen
Ausblick, wie lange die Corona-Pandemie anhalten werde, gibt die Virologin
Melanie Brinkmann. Demnach hält es die Professorin der Technischen Universität
Braunschweig für realistisch, dass es im kommenden Jahr einen Impfstoff geben
wird. Dass die derzeitigen staatlichen Maßnahmen aber bis dahin
aufrechterhalten werden, hält die Wissenschaftlerin für nicht umsetzbar. Dem
stimmt auch Braun zu. "Der Fokus muss sein, die Risikogruppen zu schützen",
betont Brinkmann. Heißt: Für ältere Personen und Menschen mit Vorerkrankungen
dürften die Maßnahmen, im Gegensatz zum Rest der Bevölkerung, nicht gelockert
werden.





Panorama
22.03.20


Gesundheitssystem
kollabiert Italiens Armee transportiert Corona-Tote ab


Sebastian
Fiedler, Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, richtet den Blick
bereits in die Zukunft. Für ihn ist klar: Es wird auch eine Zeit nach der
Coronakrise geben. Deshalb sei es schon jetzt wichtig, darüber zu diskutieren,
wie das Zusammenleben nach der Pandemie aussehen soll. Wichtig sei deshalb der
gesellschaftliche Zusammenhalt. Als positives Beispiel hebt Fiedler dabei die
überparteiliche Zusammenarbeit im Landtag von NRW sowie im Bundestag hervor.
Genauso wie der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans. Der CDU-Politiker
ist sich sicher: "Diese Krise wird uns noch lange beschäftigen."


Das ist doch
logisch, Herr Fiedler.
Schreibe jetzt eine Antwort!