So läuft der Hase......

Zu SchnurrerSchnurrer
aus Venlo
sagte am 02.07.2020 um 16:56

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Ex-Minister war Tönnies-Berater
Gabriel kann Kritik "nicht ernst nehmen"




Für seine Beratertätigkeit bei Tönnies muss der
ehemalige SPD-Chef eine Menge Kritik einstecken, auch aus den eigenen
Reihen. Gabriel selbst kann dagegen an dem Verhältnis mit dem
umstrittenen Fleischkonzern "nichts Problematisches erkennen". Den
Vorwurf der Lobbyarbeit weist er aber zurück--> super !


[b]"Politischer Schaden für SPD ist
unbestreitbar"[/b]


Er habe als
Wirtschaftsminister unter anderem einen Branchenmindestlohn durchgedrückt und
habe das getan, was zu dieser Zeit möglich gewesen sei, betonte Gabriel.
"Ich hätte mir damals Unterstützung gewünscht von denen, die heute
neunmalkluge Kritik üben."


Die Kritik
der SPD-Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans an seiner
Beratertätigkeit für Tönnies wies Gabriel scharf zurück. "Mich wundert das
nicht. So sind sie halt. Beide gehören auch zu denen, die heute laut Kritik
üben, sich damals aber keinen Deut um die Fleischindustrie gekümmert haben. Ich
kann das nicht wirklich ernst nehmen."


Esken und
Walter-Borjans hatten zuvor in einem Statement für das Redaktionsnetzwerk
Deutschland erklärt, ehemalige SPD-Vorsitzende seien der Partei "keine
Rechenschaft schuldig, wenn sie nach ihrer aktiven Zeit Tätigkeiten für andere
aufnehmen". Die beiden SPD-Vorsitzenden fügten hinzu: "Für jeden aufrechten
Sozialdemokraten ergibt sich dabei aus unseren Grundwerten, an wessen Seite man
sich begibt und wo man besser Abstand hält."


[b]Mehr zum
Thema[/b]


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bei Fleischproduzenten tätig


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Niedersachsens
SPD-Chef und Ministerpräsident Stephan Weil nannte Gabriels Beratertätigkeit
"befremdlich und peinlich". Seit langem sei bekannt, dass Tönnies
"wie kaum ein anderes Unternehmen für die unhaltbaren Verhältnisse in der
Fleischindustrie steht". Umso unverständlicher sei, dass Gabriel
"einen solchen Beratervertrag abgeschlossen hat". Die SPD habe keine
Möglichkeit, auf das Verhalten Gabriels als Privatmann Einfluss zu nehmen.
"Der politische Schaden für die SPD ist jedoch unbestreitbar."


Linkenchef
Bernd Riexinger warf Gabriel im RND vor, dieser habe "keine Skrupel, als
Sozialdemokrat für einen der größten Ausbeuter zu arbeiten". "Es
passt auch ins Bild, dass man von ihm nichts gehört hat zu Werkverträgen und
zur Vernachlässigung von Schutzbestimmungen."
Gabriel verteidigt Berater-Job bei Tönnies: Nicht viel Geld


Anfang 2015 hatte Sigmar Gabriel - damals noch als Bundeswirtschaftsminister - das System der Ausbeutung in der deutschen Fleischindustrie als "Schande für Deutschland" bezeichnet. Fünf Jahre später nimmt er einen Berater-Job bei dem Fleischkonzern Tönnies an und kassiert dafür 10.000 Euro im Monat
sowie ein zusätzliches vierstelliges Honorar für jeden Reisetag. Ende
Mai habe der ehemalige SPD-Chef dann die Tätigkeit wegen einer
Erkrankung beendet. Im "Spiegel" verteidigte er seine Tätigkeit: "Ich
kann an dem Beratungsverhältnis mit einem großen Arbeitgeber nichts
Problematisches erkennen", sagte Gabriel. "Tönnies macht nichts
Verbotenes." Und überhaupt würden seine privatwirtschaftlichen
Tätigkeiten keiner Veröffentlichungspflicht unterlegen. "Für normale Menschen sind 10.000 Euro viel Geld. Aber in der Branche ist das kein besonders hoher Betrag.
Ich bin kein Politiker mehr", so Gabriel. Im Stammwerk des
Tönnies-Fleischkonzerns im westfälischen Kreis Gütersloh hatten sich im
Juni weit mehr als 1000 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert.
Deshalb gab es heftige Kritik an den Arbeitsbedingungen im Unternehmen.

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[b]Ich muss lange zurückblättern wann ich die letzten 10 000 € erhielt
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