Moderatorin Illner wurde bedroht!

Zu The_LoverThe_Lover
aus nördl. Schwarzwald
sagte am 16.07.2020 um 16:57

[b]Immer mehr Morddrohungen gegen prominente Frauen tauchen auf.
Neustes Opfer: Die ZDF-Journalistin Maybrit Illner. Das Schreiben an sie
ist mit NSU 2.0 unterzeichnet.[/b]


Die Serie von Drohmails gegen Politikerinnen und Frauen des öffentlichen Lebens reißt nicht ab. Nun hat auch ZDF-Moderatorin Maybrit Illner
ein Schreiben bekommen, in dem Rechtsextreme der Journalistin und ihren
Gästen mit dem Tod drohen. Das bestätigte der Sender t-online.de.
Zunächst hatte die Hessenschau berichtet.



Nach Angaben der Hessenschau hat der Verfasser die Mail in Form eines
Zuschauerbriefs an Illner adressiert. Er schlägt demnach vor, die
Linkenpolitikerinnen Janine Wissler, Martina Renner
und Anne Helm, Kabarettistin Idil Baydar sowie taz-Journalistin
Hengameh Yaghoobifarah – die mit ihrer umstrittenen Polizei-Kolumne für
Kontroversen sorgte – in ihre Sendung einzuladen. Allen Frauen wird mit
dem Tod gedroht.


Das Schreiben nimmt laut Hessenschau Bezug auf das
"Staatsstreichorchester" – die Gruppierung hatte vor einem Jahr bereits
Journalisten bedroht. Der anonyme Verfasser gab an, Polizist zu sein und
wirft Illner vor, die "Abschaffung der Scheißdeutschen, die Vernichtung
der Kartoffelkultur und für den Bevölkerungsaustausch" zu forcieren.
Unterzeichnet ist die Mail mit NSU 2.0.


Landespolizeipräsident in den Ruhestand geschickt

Nach Angaben der Frankfurter Staatsanwaltschaft waren in dieser Woche
bereits mehrere mit "NSU 2.0" unterzeichnete Drohmails eingegangen. Sie
seien "an einen größeren Empfängerkreis" gegangen und in ähnlicher Art
abgefasst wie die vorangegangenen Drohschreiben, sagte eine Sprecherin
am Donnerstag.






Auch fast zwei Jahre, nachdem die Frankfurter Anwältin Seda
Basay-Yildiz die erste Adressatin von Drohschreiben gegen sich und ihre
Familie wurde, ist noch nicht bekannt, wer hinter den Schreiben steckt.
In den Fällen von Basay-Yildiz, Wissler und Baydar wurden persönliche
Daten der Frauen von Polizeicomputern in Frankfurt und Wiesbaden
abgefragt, ehe Drohschreiben verschickt wurden.


Am Dienstag schickte Innenminister Peter Beuth (CDU)
Landespolizeipräsident Udo Münch in den einstweiligen Ruhestand. Münch
übernahm damit die Verantwortung für die späte Information der
Ministeriumsspitze über die Abfragen von Wisslers Daten.


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