Wie gezielt Gerüchte gestreut werden

Zu schweinewilli01schweinewilli01
119 aus gehört mir nicht
sagte am 10.08.2020 um 11:21

[b]Im Netz werden Gerüchte gestreut, bereits seit Wochen sei ein
Lockdown geplant. Sogar der Termin stehe schon fest. Für die Behauptung
gibt es keine Belege, dennoch verbreitet sie sich rasant.[/b]


Der Alltag in Deutschland und vielen anderen
Staaten hat sich seit dem Ausbruch der Pandemie massiv verändert. Die
sozialen und ökonomischen Konsequenzen der Maßnahmen zur Eindämmung des
Coronavirus sind weiterhin kaum abzuschätzen.

Trotz dieser Auswirkungen plane die Regierung -
angeblich - erneut, das öffentliche Leben wieder stillzulegen. Das wird
zumindest im Netz behauptet. Sogar einen Termin gebe es schon, heißt es
in YouTube-Videos - nämlich den 30. August. Der "zweite Lockdown" solle
zudem länger dauern, möglicherweise drei bis sechs Monate.

Hunderttausende Zugriffe
Hunderttausendfach sind diese Videos seit Ende
Juli abgerufen worden. Zudem werden sie unter anderem auf Facebook in
Gruppen und auf Seiten mit Namen wie "Corona Rebellen", "Unterstützer
der AfD!" oder "Wir haben die Schnauze voll" geteilt. Eine Datenanalyse
zeigt, dass allein eins der entsprechenden Videos mehr als 50.000
Interaktionen auf Facebook erzeugte, rund 19.000 mal wurde es geteilt.

Die Geschichte basiert auf Behauptungen eines
Aktivisten, der sich zur Initiative "Querdenken" zählt. Er berichtet in
einem Interview, er habe von einem Gemeindesratsmitglied aus Osthessen
von den Plänen erfahren. Um wen es sich dabei handelt, wollte er nicht
sagen. Der anonyme Informant habe bei einer Sitzung Mitte Juni den
Bürgermeister gefragt, was in Sachen Corona noch zu erwarten sei. Darauf
habe der Bürgermeister geantwortet, er habe bereits seit Längerem einen
Brief von "ganz oben" vorliegen, in dem ein zweiter Lockdown für den
30. August angekündigt sei. Dieser solle länger dauern als die Maßnahmen
im Frühjahr.Rückblick: Mitte März diskutieren Politik und Fachleute über die
richtigen Maßnahmen angesichts der stark steigenden Zahl von
Corona-Infektionen. Die Lage ist unübersichtlich; die Bundesländer
ergreifen nach und nach verschiedene Maßnahmen, sagen
Großveranstaltungen ab, schließen Schulen. Die Ministerpräsidenten von
Bayern und NRW streiten öffentlich über angemessene Schritte. Am 22.
März schließlich verkünden Bundesregierung und Landesregierungen nach
Verhandlungen umfangreiche "Leitlinien": Zusammenkünfte in der Öffentlichkeit von mehr als zwei Personen werden verboten, Geschäfte müssen schließen.Der Entschluss, das öffentliche Leben weitestgehend "herunterzufahren",
war ein Prozess, der sich über mehrere Tage hinzog - und an dem die
Bundesregierung, die Länder und zahlreiche weitere Expertinnen beteiligt
waren. Die Einschätzungen und Vorschläge veränderten sich dabei quasi
täglich, von einem fertigen Plan war die Politik angesichts der
dynamischen Lage weit entfernt.

Auch Monate später verändern sich die Lage sowie
der Kenntnisstand über Corona ständig. Was ist also von den Behauptungen
zu halten, dass für Ende August ein Lockdown geplant sei?

Folgt man den Ausführungen in dem Video, müssten
Tausende Menschen seit Wochen davon wissen - in der Kommunalpolitik, auf
Landesebene und in der Bundespolitik. Angesichts der Kontroversen, die
seit Monaten öffentlich über Einschränkungen und Lockerungen ausgetragen
werden, erscheint es ausgeschlossen, dass niemand von diesen
zahlreichen Personen die Anordnung eines Lockdowns öffentlich
thematisieren würde. Ein Papier von "ganz oben", das angeblich einen
Lockdown ankündigt und seit Juni selbst an Lokalpolitiker geschickt
worden sein soll, wäre längst veröffentlicht worden.

Zudem müssen Maßnahmen verhältnismäßig sein und
gegebenenfalls vor Gericht gegen Klagen standhalten. Dies erscheint
ebenfalls ausgeschlossen, wenn ein Lockdown bereits vorab und unabhängig
vom Infektionsgeschehen beschlossen worden wäre.

Weiterhin stellt sich die Frage, warum die
Politik ein Interesse an solchen drastischen Einschränkungen haben
sollte. Die Bundesregierung hat Milliarden von Euro bereitgestellt, um
Bürger und Wirtschaft zu unterstützen. Bei einem Lockdown würden weite
Teile des wirtschaftlichen Lebens mutmaßlich kollabieren.

Autoritäres Verständnis von Politik
Die Vorstellung, es gebe einen Brief von "ganz
oben" mit einer Anordnung, zeugt zudem von einer autoritären sowie
unrealistischen Vorstellung von politischen Entscheidungsprozessen. Die
Einigung zwischen Bund und Ländern auf "Leitlinien" im März ist das
beste Beispiel: Es wurden täglich neue Ideen diskutiert, die
Entscheidung wurde schließlich nach langen Verhandlungen gemeinsam
getroffen. Der Gedanke, die Kanzlerin könne einfach Grundrechte
weitgehend einschränken und den Bundesländern Maßnahmen diktieren, hat
mit der politischen und verfassungsrechtlichen Realität nichts zu tun.

Obwohl die Geschichte von einem anonymen
Lokalpolitiker, der in einer Gemeinderatssitzung vom bereits geplanten
Lockdown erfahren haben will, also weder plausibel noch glaubwürdig ist,
wird das angebliche "Sensations-Interview" hunderttausendfach abgerufen
und massenhaft geteilt. Solche gezielten Gerüchte sind offenkundig
erfolgreich, weil sie an Ressentiments anknüpfen, denen zufolge die
Politik die Bürger ohnehin belüge und die Bundesrepublik keine
Demokratie sei. So absurd die einzelnen Behauptungen auch klingen -
insbesondere in Krisenzeiten bergen solche Gerüchte die Gefahr, Menschen
weiter zu verunsichern oder sogar in eine Radikalisierung zu treiben.

Quelle: TAGESSCHAU.de

Dazu kann ich nur sagen:LEUTE laßt euch nicht vera.r.s.c.h.en.Einen zweiten Lockdown können wir uns gar nicht leisten.Hört nicht auf so eine Propaganda.Das sind Dumpfbackenblähungen welche Menschen mit absolut nicht vorhandenem IQ einschüchtern sollen.Benutzt eure grauen Zellen,wenn ihr sie euch nicht schon längst weggekift habt.Bange machen gilt nicht.Reist euch gefälligst zusammen.


Primitiv wie die ... solch ein Thema ausschlachtet.
Frage mich nur wer fällt auf so etwas herein?[size=5][b]
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Aber du hast doch die Demonstranten in Berlin gesehen.Denen ist das sehr ernst mit dem Thema.Es bringt aber von diesen vielen Menschen keiner mal einen besseren Vorschlag wie man der Pandemie entgegen treten kann.Meckern kann jeder.
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