Da sehen wir aber alt aus

Zu schweinewilli01schweinewilli01
119 aus gehört mir nicht
sagte am 15.08.2020 um 10:15

Forscher fürchten, dass Infizierte durch Corona schneller altern

[b]Eine deutsche Corona-Studie zu Langzeitfolgen von Covid-19 will
herausfinden, wie es Patienten nach mehreren Jahren gehen könnte. Der
leitende Wissenschaftler spricht von schweren Organschädigungen.[/b]


Forscher aus Kiel arbeiten gegenwärtig an der sogenannten Covidom-Studie. Diese soll die Langzeitfolgen bei Covid-19-Patienten
untersuchen. Die Befürchtung der Wissenschaftler: Selbst bei leichten
Verläufen könnte nach einer Coronavirus-Ansteckung mit schweren Folgen
zu rechnen sein.


Beschleunigt Covid-19 den Alterungsprozess?

Der leitende Forscher der Studie, Prof. Dr. Stefan Schreiber, geht
davon aus, dass der SARS-CoV-2-Erreger infizierte Personen schneller
altern lassen kann. Schreiber ist Internist am Universitätsklinikum
Schleswig-Holstein in Kiel und forscht unter anderem zu chronischen
Entzündungen und Alterungsprozessen.

In einem Interview mit der "Welt" sagte er: "Neben konkreten
Krankheitsfolgen beschleunigt das Virus auch erstmal unbemerkt die
Alterungsprozesse der inneren Organe. Ein 30-Jähriger, der die Infektion
jetzt bekommt, könnte dadurch in zwei Jahren die Lunge oder das Herz eines 40-Jährigen haben – oder in zehn Jahren Lunge oder Herz eines 60-Jährigen".


Coronavirus kann starke Organschäden hervorrufen

Covid-19 betrifft zwar meist die Atemwege oder die Lunge, kann sich
jedoch bereits im Akutstadium auch auf viele weitere Organsysteme
auswirken. Nach aktuellem Forschungsstand ist davon auszugehen, dass es auch zu langfristigen Schäden in den Organen kommen kann. Verschiedene
Studien deuten außerdem darauf hin, dass selbst bei leichten
Krankheitsverläufen dauerhafte Schädigungen möglich sind.



Covid-19 sei eine sogenannte Endothelkrankheit, erklärte Schreiber.
"Endothel heißen die Zellen, die die Wände der Blutgefäße bilden. Sie
sind überall in unserem Körper, wo es Blutgefäße gibt, das sogenannte
Endothelium ist eigentlich unser größtes Organ. Und offenbar gehört es
auch zu den bevorzugten Zielen der Viren, auch diese Zellen werden
infiziert."

"Immunsystem schmeißt sozusagen eine Bombe"

Aus Obduktionen von Covid-19-Patienten wisse man, wie sehr
Blutgefäßwände von der Erkrankung geschädigt würden, sagte der Kieler
Wissenschaftler. Viele Endothelzellen würden als Folge der Infektion
sterben, was das Immunsystem alarmiere. Dieses reagiere darauf ziemlich
radikal, sagte er: "Schäden werden erst isoliert, dann das betroffene
Gewebe zerstört, es schmeißt sozusagen eine Bombe hinein, um es danach
wieder neu aufzubauen. Wenn das aber so großflächig passiert, dann
entsteht enormer Aufruhr, ein Signalsturm, der sich selbst weiter
anheizt."


Die Schäden könnten nach der Erkrankung wieder repariert werden,
sagte Schreiber. Er gehe aber davon aus, dass solche massiven
Einwirkungen nicht spurlos an den Endothelien vorübergehen könnten, was
sich wiederum auf die Organe auswirke, an deren Blutversorgung sie
beteiligt seien. Vorgealterte Organe könne man hingegen nicht wieder
jung machen, so der Mediziner.


Quelle T-Online


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