Ökosprit E10 greift wichtigen Schutzfilter im Auto an

Zu schweinewilli01schweinewilli01
120 aus gehört mir nicht
sagte am 13.02.2021 um 13:39

Der Biosprit E10 soll zum Klimaschutz beitragen. Wenig segensreich wirkt
sich der Kraftstoff aber offenbar auf das unmittelbare Umfeld aus –
laut einer Studie begünstigt er die Ausbreitung krebserregender Dämpfe.
Seit zehn Jahren tanken Autofahrer in Deutschland
den Biokraftstoff E10. Die Beimischung von fünf bis zehn Prozent
Bioethanol im Sprit verringert den Anteil fossiler Brennstoffe. Das soll
die Treibhausemissionen verringern – zugunsten des Weltklimas. Ob dies
tatsächlich gelingt, ist allerdings seit Jahren umstritten.

Für die unmittelbare Umgebung jedenfalls wirkt sich der Sprit eher
negativ aus, wie eine neue Studie des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-,
Sicherheits- und Energietechnik zeigt. Danach greift das beigemischte
Bioethanol die Kraftstoffdampfrückhaltesysteme (KDRS) an. Diese sind in
jedem Modell mit Ottomotor eingebaut, um giftige Benzindämpfe
aufzufangen.

»Somit besteht die Gefahr, dass Biokraftstoff mehr
Emissionen verursacht, als bisher bekannt«, sagt
Fraunhofer-Projektleiterin Eva Schieferstein. Bei Verdunstungsemissionen
träten krebserregende Kohlenwasserstoffe auf. »Deshalb ist der Einbau
der Filter auch Vorschrift.«



Aktivkohlefilter leiden unter E10
Untersuchungen des TÜV Nord
und des schwedischen TÜV hätten bereits angedeutet, dass es nach
langfristigem Einsatz der KDRS mit Biokraftstoffen vermehrt zu Ausfällen
kommen kann. Bei dem neuen Forschungsprojekt arbeiteten Wissenschaftler
des Fraunhofer-Instituts und der Universität Siegen zusammen.

In
dem auf vier Jahre angelegten Langzeittest untersuchten die Forscher die
Auswirkungen des Biokraftstoffs auf die Filtersysteme. Die Ergebnisse
bestätigten, dass bei den KDRS die Aktivkohlefilter in dauerhaft mit E10
betankten Fahrzeugen nicht langzeittauglich sind. Dabei nehmen die
Filterkapazitäten ab, je länger Fahrzeuge in Betrieb sind und je höher
die Laufleistung wird. »Dieser Effekt kann ohne Ethanolzusatz nicht in
demselben Maße beobachtet werden«, erklären die Forscher.



Super E10 ist an den Tankstellen oft günstiger als normales
Superbenzin. Diesem kann allerdings auch bis zu fünf Prozent Bioethanol
zugefügt sein. 2019 lag der E10-Marktanteil laut Bundesverband der
deutschen Bioethanolwirtschaft bei 14 Prozent.

Motoren sind von E10 nicht beeinträchtigt
Umstritten
ist E10 seit seiner Einführung wegen seiner zweifelhaften Umwelt- und
Klimabilanz. Er wird aus Pflanzen wie Zuckerrüben oder Mais hergestellt.
Für deren Anbau sind große Flächen vonnöten, die somit nicht für die
Nahrungsmittelproduktion verfügbar sind.

Viele Autofahrer befürchten zudem, dass der Biokraftstoff dem Motor schaden könne. Laut ADAC sind bei Fahrzeugen, für die E10 vom Hersteller als Kraftstoff freigegeben ist, jedoch keine Schäden zu erwarten.


»Es geht nicht darum, Biokraftstoffe zu verteufeln«, sagt
Wissenschaftlerin Schieferstein. Die Langzeitstudie wurde ihr zufolge
von einem Ausschuss begleitet, in dem Automobilhersteller und
Filterzulieferer vertreten waren, sodass das Problem dort bekannt sei.


Blinder Fleck bei der Haup***rsuchung
Der
Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) verwies auf
SPIEGEL-Anfrage darauf, dass die Filter im Labor untersucht worden
seien. Es müsse geprüft werden, ob die Ergebnisse auf den »realen
Fahrbetrieb« übertragbar seien, sagt BDBe-Geschäftsführer Stefan Walter.

Das
Forschungsteam empfiehlt nun dringend, die Funktionstüchtigkeit der
Aktivkohlefilter regelmäßig zu untersuchen, etwa im Rahmen der
zweijährlichen Haup***rsuchung.

Doch dafür müssten die
Filtersysteme demontiert werden, was bisher nicht vorgesehen ist. »Im
Rahmen der Haup***rsuchung wird eine reine Sichtkontrolle
durchgeführt«, erklärt Thomas Schuster von der
Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher
Kfz-Sachverständiger (KÜS).


»Es geht nicht darum, Biokraftstoffe zu verteufeln«, sagt
Wissenschaftlerin Schieferstein. Die Langzeitstudie wurde ihr zufolge
von einem Ausschuss begleitet, in dem Automobilhersteller und
Filterzulieferer vertreten waren, sodass das Problem dort bekannt sei.

Blinder Fleck bei der Haup***rsuchung
Der
Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) verwies auf
SPIEGEL-Anfrage darauf, dass die Filter im Labor untersucht worden
seien. Es müsse geprüft werden, ob die Ergebnisse auf den »realen
Fahrbetrieb« übertragbar seien, sagt BDBe-Geschäftsführer Stefan Walter.

Das
Forschungsteam empfiehlt nun dringend, die Funktionstüchtigkeit der
Aktivkohlefilter regelmäßig zu untersuchen, etwa im Rahmen der
zweijährlichen Haup***rsuchung.

Doch dafür müssten die
Filtersysteme demontiert werden, was bisher nicht vorgesehen ist. »Im
Rahmen der Haup***rsuchung wird eine reine Sichtkontrolle
durchgeführt«, erklärt Thomas Schuster von der
Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher
Kfz-Sachverständiger (KÜS).

Funktionieren die Aktivkohlefilter nicht mehr ordentlich, breiten
sich Kraftstoffreste unter Umständen unkontrolliert aus. Dies könne sich
durch Tropfenbildung erkennbar machen, was dann zu einer Bemängelung
führen müsse.

»Eine in dem Zusammenhang sinnvolle und hier von den
Forschern auch sicher gemeinte Ergänzung der Kontrolle des Filters auf
Schäden gehört eher in den Wartungsbereich der Werkstätten«, so
Schuster. »Die Fahrzeughersteller täten gut daran, ihre
Wartungsanweisungen aufgrund der Erkenntnisse dieser Studie anzupassen.«
Panik wegen der neuen Studie sei aber unangebracht.
Bisher werden
die Kraftstoffdampfrückhaltesysteme nur vor ihrem Einbau kontrolliert.
Autofahrern rät die KÜS, bei Wartungen jenseits der 100.000 km die
Werkstatt des Vertrauens auf die Kontrolle des Aktivkohlefilters
anzusprechen.

[i]Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Fassung hieß es, mit
dem Bioethanol lande auch Palmöl im Tank. Tatsächlich wird jedoch nicht
Bioethanol aus Palmöl hergestellt, sondern mi***r Biodiesel. Wir haben
die Stelle korrigiert.[/i]


Tausende Autos haben Schaden genommen. Auch bei mir, obwohl E10 geeignet .
Ich tanke schon seit Jahren E10.Bei mir ist alles in Ordnung.
Na klar SW, der Karnevalszug fährt mit allem entzündlichem Sprit


Und schon seit vielen Jahren
und dieses Jahr fällt er aus wegen Bodennebel....................schnüff
Er fällt nicht ganz aus!



https://v.dreamies.de/sfdo7jfadrx Karneval
Umzug
Schreibe jetzt eine Antwort!