Rekordjagd in Prag: WSOPE-Premiere schreibt mit 35,8 Millionen Euro Pokergeschichte
KI-GENERIERTDie World Series of Poker Europe feiert in Prag einen fulminanten Einstand. Mit 15.779 Entries und Preisgeldern von über 35,8 Millionen Euro wurden alle bisherigen Bestmarken geknackt.
Die Pokerszene blickt staunend auf die tschechische Hauptstadt. Der Wechsel der World Series of Poker Europe (WSOPE) von der beschaulichen Grenzstadt Rozvadov in die Metropole Prag hat sich bereits bei der ersten Ausgabe im Jahr 2026 als strategischer Geniestreich erwiesen. Die Zahlen, die das King’s Resort als Veranstalter nach Abschluss der 15 Bracelet-Events vorlegte, lassen keinen Zweifel offen: Prag ist der neue Fixpunkt für High-Stakes-Action auf dem europäischen Kontinent. Mit einer Gesamtsumme von 15.779 Entries aus 83 verschiedenen Nationen wurde eine Internationalität erreicht, die in dieser Dichte selten zu finden ist.
Einer der großen Gewinner dieses Marathons ist der Österreicher Christopher Nguyen. Er triumphierte im prestigeträchtigen Super High Roller Event mit einem Buy-in von 20.800 Euro. Für seinen Sieg kassierte er eine stolze Summe von 1.100.000 Euro. Dieser Erfolg steht stellvertretend für die enorme finanzielle Wucht, die das Festival entfaltet hat. Insgesamt wurden über alle Turniere hinweg Preisgelder in Höhe von 35.810.276 Euro ausgespielt. Es ist eine Summe, die verdeutlicht, dass Poker in Europa trotz regulatorischer Hürden in vielen Ländern lebendiger ist als je zuvor.
Zahlen und Fakten
Besonders das Main Event mit einem Buy-in von 5.300 Euro lieferte Daten der Superlative. Mit 2.617 Entries wurde ein Preispool von 13.085.000 Euro generiert. Das ist nicht nur ein neuer Rekord für die WSOPE, sondern laut Veranstalter der größte Preispool eines offenen Pokerturniers in der gesamten europäischen Geschichte. Zum Vergleich: Der bisherige Rekord aus dem Jahr 2023 in Rozvadov lag bei 817 Entries und rund 7,76 Millionen Euro. Die Steigerung ist also massiv und zeigt, wie viel attraktiver ein Standort wie Prag für internationale Profis und Amateure gleichermaßen ist. Den Sieg im Main Event sicherte sich der Litauer Marius Kudzmanas, der mit seinem ersten WSOP-Bracelet und einem Preisgeld von 2.000.000 Euro nach Hause ging.
Auch deutsche Spieler konnten Akzente setzen. Ole Schemion, einer der bekanntesten deutschen Poker-Exporte, sicherte sich den Sieg in der 5.300 Euro PLO European Championship. In der Frauenwertung gab es ebenfalls einen Erfolg für den deutschsprachigen Raum: Anca Eggenberger aus der Schweiz gewann die Ladies Championship. Weitere Highlights waren Events wie das Mystery Bounty, das der US-Amerikaner Corel Theuma für sich entschied, oder der Colossus, der 2.662 Entries anlockte.
Hintergrund
Der Umzug nach Prag war mit einer gewissen Skepsis verbunden, da das King’s Resort in Rozvadov jahrelang das feste Zuhause der Serie war. Doch das Hilton Prag bot die notwendige Infrastruktur, um die gewaltigen Spielerströme zu bewältigen. Die Kombination aus erstklassigem Poker und dem kulturellen Angebot einer Weltstadt scheint die Formel für diesen Erfolg gewesen zu sein.
„Deutsches Zitat hier. Der Main-Event-Preispool ist der größte in der Geschichte der WSOPE und zugleich der größte Preispool eines offenen Pokerturniers in Europa." - Offizieller Sprecher, King’s Resort
Diese Aussage unterstreicht den Anspruch der Veranstalter, die WSOPE dauerhaft als das wichtigste Poker-Event außerhalb von Las Vegas zu etablieren. Dass GGPoker als Partner über 1.000 Spieler über Online-Qualifikationen nach Prag schickte, trug maßgeblich zu diesen Rekordfeldern bei.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für deutsche Pokerspieler bleibt die Teilnahme an solchen Großereignissen im Ausland oft die einzige Möglichkeit, Turnierpoker in diesem Maßstab zu erleben. In Deutschland ist Live-Poker durch den Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) stark reglementiert. Während Online-Poker bei Anbietern auf der GGL-Whitelist legal möglich ist, gibt es dort strenge Limits. So gilt beim Online-Slot-Spiel das 1-Euro-Limit pro Spin und ein generelles Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat über das LUGAS-System. Für High Roller, wie sie in Prag am Start waren, sind diese Beschränkungen oft ein Grund, auf physische Events in Nachbarländern auszuweichen.
Die steuerliche Situation ist für Profis in Deutschland zudem komplex, während Hobbyspieler Gewinne meist steuerfrei behalten dürfen. Turniere wie in Prag zeigen jedoch den Kontrast zwischen der restriktiven deutschen Gesetzgebung und dem boomenden internationalen Markt. Wer in Deutschland legal pokern möchte, sollte zwingend darauf achten, nur bei Anbietern mit offizieller Lizenz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) zu spielen, um rechtlich abgesichert zu sein.
Was das für GGL-Casinos heißt
Für Betreiber mit einer GGL-Lizenz in Deutschland sind solche Rekordwerte ein zweischneidiges Schwert. Einerseits steigt das generelle Interesse an Poker, was Neukunden bringen kann. Andererseits verdeutlicht der Erfolg in Prag, dass Spieler bei entsprechenden Angeboten bereit sind, hohe Summen zu investieren, die im deutschen Lizenzmarkt durch die Schutzmechanismen wie LUGAS und die Steuerlast kaum abzubilden sind. Dennoch bleibt der deutsche Markt durch die Rechtssicherheit attraktiv, auch wenn Bracelets dort vorerst nur am PC gewonnen werden können.
Häufige Fragen
Wer hat das Super High Roller der WSOPE in Prag gewonnen?
Der Österreicher Christopher Nguyen hat das Turnier gewonnen. Er erhielt für seinen Sieg ein Preisgeld in Höhe von 1.100.000 Euro.
Wie hoch war das Gesamtpreisgeld der WSOPE in Prag?
Über das gesamte Festival hinweg wurden 35.810.276 Euro an die Teilnehmer ausgeschüttet. Diese Summe verteilt sich auf insgesamt 15 verschiedene Bracelet-Events.
Wie viele Teilnehmer gab es beim Main Event in Prag?
Es wurden 2.617 Entries für das Main Event verzeichnet. Dies führte zu einem historischen Preispool von 13.085.000 Euro.
Sind Gewinne aus Pokerturnieren in Deutschland steuerpflichtig?
Für reine Hobbyspieler sind Gewinne aus Glücksspielen, wozu Poker meist gezählt wird, in der Regel steuerfrei. Professionelle Spieler müssen ihre Gewinne jedoch als Einkommen versteuern, wobei die Abgrenzung im Einzelfall durch die Rechtsprechung erfolgt.
Darf ich als Deutscher legal bei der WSOPE mitspielen?
Ja, die Teilnahme an Live-Turnieren im Ausland ist für deutsche Staatsbürger legal möglich. Spieler sollten jedoch darauf achten, dass sie bei Online-Qualifikationen nur Anbieter nutzen, die auf der offiziellen Whitelist der GGL stehen.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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