Beloit plant neue Polizeiwache durch Einnahmen aus Ho-Chunk Casino für 2027
KI-GENERIERTDie Stadt Beloit nutzt erwartete Glücksspiel-Einnahmen von bis zu 2 Millionen US-Dollar im Jahr 2027 für eine neue Polizeiwache und lokale Infrastruktur.
In der Stadt Beloit im US-Bundesstaat Wisconsin zeichnet sich eine signifikante Wende in der Finanzierung öffentlicher Infrastruktur ab. Nach jahrelangen Planungen und Diskussionen steht die Eröffnung des Ho-Chunk Gaming Beloit Casinos unmittelbar bevor. Dieses Projekt ist nicht nur für die Unterhaltungsbranche der Region von Bedeutung, sondern wird zur zentralen Säule für die städtische Haushaltsplanung der kommenden Jahre. Stadtmanager Daniel Ortiz Hernandez hat nun konkretisiert, wie die ersten Gelder aus dem Glücksspielbetrieb verwendet werden sollen, um lang gehegte Projekte der öffentlichen Sicherheit endlich aus dem Stillstand zu heben.
Das Casino bildet das Herzstück eines gigantischen Komplexes, der insgesamt 705 Millionen US-Dollar kostet. Neben den Spielflächen wird das Areal ein Kongresszentrum sowie ein Hotel mit 312 Zimmern beherbergen. Die Eröffnung findet in Etappen statt, wobei der reguläre 24-Stunden-Betrieb an diesem Freitag um 14 Uhr startet. Für die Stadtkasse bedeutet dies eine neue, wenn auch anfangs schwer kalkulierbare Einnahmequelle. Ortiz Hernandez betonte, dass man im ersten Jahr vorsichtig agieren müsse, da die Konsistenz der Zahlen noch nicht belegt ist. Dennoch ist das Ziel klar definiert: Die Modernisierung der lokalen Polizei, die seit Jahrzehnten unter Platzmangel leidet.
Zahlen und Fakten
Die finanziellen Dimensionen des Projekts sind beachtlich. Auf Basis einer intergouvernementalen Vereinbarung (IGA) aus dem Jahr 2012 erhält die Stadt Beloit 2 % des Netto-Gewinns des Casinos. Daniel Ortiz Hernandez schätzt, dass diese Beteiligung im Jahr 2027 zwischen 1 Million und 2 Millionen US-Dollar einbringen wird. Langfristig werden sogar jährliche Zahlungen von 3 bis 5 Millionen US-Dollar erwartet. Diese Gelder werden nach einem festen Schlüssel verteilt: 70 % fließen direkt an die Stadt Beloit, während die verbleibenden 30 % an das Rock County gehen.
Ein wesentlicher Teil dieser Mittel soll in den Bau einer neuen Polizeistation fließen. Aktuell operiert die Polizei auf lediglich 14.000 Quadratfuß im Rathaus von Beloit, einem Zustand, der seit 1983 besteht. Das geplante neue Gebäude soll eine Fläche von 65.000 bis 70.000 Quadratfuß umfassen, ergänzt durch ein Nebengebäude von bis zu 20.000 Quadratfuß. Eine Schätzung aus dem Jahr 2024 bezifferte die Baukosten auf 43,1 Millionen US-Dollar, wobei durch gestiegene Materialkosten von 10 % bis 15 % mittlerweile mit höheren Summen zu rechnen ist.
Hintergrund
Die Notwendigkeit einer neuen Polizeistation ist in Beloit kein neues Thema. Bereits seit 2011 diskutieren Beamte und Stadtvertreter über den mangelhaften Zustand der aktuellen Räumlichkeiten. Als Daniel Ortiz Hernandez am 22. Juni sein Amt als Stadtmanager antrat, machte er die Lösung dieser Blockade zu einer seiner Prioritäten. Er sieht in den Casino-Einnahmen die Chance, die notwendigen Umweltprüfungen und Standortbewertungen für das städtische Grundstück am Springbrook Court durchzuführen.
„Wir behandeln dies im ersten Jahr wie eine Art Einmalzahlung, da wir aufgrund der Volatilität nicht wissen, wie beständig die Zahlen sein werden. Wir planen, das Geld für Designaspekte und Kapitalkosten der neuen Polizeistation zu verwenden.“ - Daniel Ortiz Hernandez, Stadtmanager von Beloit
Das Ho-Chunk-Volk zahlt für die Anlage keine traditionellen Grundsteuern, weshalb die prozentuale Beteiligung am Gewinn die entscheidende Kompensationsleistung für die Stadt darstellt. Die Planung für das Design soll im nächsten Jahr abgeschlossen werden, sodass ein Baubeginn im Jahr 2028 realistisch erscheint. Zusätzliche Impulse werden Ende 2027 erwartet, wenn auch das Hotel und das Kongresszentrum ihren Betrieb vollständig aufgenommen haben.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für deutsche Casinofreunde mag die Finanzierung einer Polizeiwache in Wisconsin weit weg klingen, doch sie verdeutlicht ein globales Prinzip der Glücksspielregulierung: die Zweckbindung von Steuern und Abgaben. In Deutschland ist dies durch den Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) streng geregelt. Während in den USA oft Infrastrukturprojekte direkt profitieren, fließen deutsche Glücksspielabgaben in den allgemeinen Haushalt oder in die Suchtprävention. Deutsche Spieler sollten darauf achten, nur bei Anbietern zu spielen, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) stehen. Dort gelten strikte Regeln wie das Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat und das Einsatzlimit von 1 Euro pro Spin an virtuellen Automaten. Diese Maßnahmen dienen, anders als die Infrastrukturprojekte in Beloit, primär dem individuellen Spielerschutz.
Was das für GGL-Casinos heißt
Casinos mit einer deutschen GGL-Lizenz unterliegen einer völlig anderen Steuerstruktur als die Stammes-Casinos in den USA. Während in Beloit eine 2-prozentige Abgabe auf den Nettogewinn vereinbart wurde, zahlen deutsche Betreiber von Online-Slots 5,3 % auf jeden gesetzten Einsatz. Dies führt dazu, dass die staatlichen Einnahmen in Deutschland massiv vom Umsatz abhängen, unabhängig davon, ob das Casino am Ende einen Gewinn macht. Die Transparenz, die Stadtmanager Ortiz Hernandez in Beloit an den Tag legt, indem er Glücksspielgelder direkt für Sicherheitsprojekte deklariert, ist ein Modell, das auch in Europa oft diskutiert wird, um die Akzeptanz von Glücksspiel in der Gesellschaft zu erhöhen. Für lizenzierte Anbieter in Deutschland bleibt jedoch die Einhaltung der LUGAS-Überwachung und der OASIS-Sperrdatei die wichtigste Hürde, um legal am Markt zu bleiben.
Häufige Fragen
Wie viel Geld erwartet Beloit aus dem Casino-Betrieb?
Stadtmanager Daniel Ortiz Hernandez rechnet für das Jahr 2027 mit Einnahmen zwischen 1 und 2 Millionen US-Dollar. Langfristig sollen die jährlichen Zahlungen auf 3 bis 5 Millionen US-Dollar ansteigen.
Wofür wird das Geld konkret verwendet?
Die ersten Einnahmen sind für die Planung, das Design und die vorbereitenden Kapitalkosten einer neuen Polizeistation reserviert. Das aktuelle Polizeihauptquartier ist seit 1983 im Rathaus untergebracht und gilt als viel zu klein.
Wie groß soll das neue Casino-Projekt in Beloit sein?
Es handelt sich um einen 705 Millionen US-Dollar teuren Entertainment-Komplex. Dieser umfasst neben dem Casino ein Kongresszentrum und ein Hotel mit 312 Zimmern.
Warum zahlt das Casino keine normalen Grundsteuern?
Das Casino wird von der Ho-Chunk Nation auf Stammesgebiet betrieben, weshalb eine spezielle intergouvernementale Vereinbarung (IGA) gilt. Statt Steuern zahlt der Betreiber 2 % seines Nettogewinns an die Stadt und den Landkreis.
Ist das Spielen in solchen Casinos mit deutschen Online-Angeboten vergleichbar?
Physische Casinos in den USA unterliegen anderen Gesetzen als deutsche Online-Casinos, die durch die GGL reguliert werden. In Deutschland gelten strengere Limits wie das 1.000-Euro-Einzahlungslimit und die Anbindung an das Sperrsystem OASIS zum Schutz der Spieler.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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