Colombo Port City: Geplantes Mega-Casino vorerst gescheitert
KI-GENERIERTEin geplantes Casino-Großprojekt in Sri Lankas Colombo Port City ist geplatzt, nachdem ein Schlüssel-Investor nach einer Prüfung des 10 Hektar großen Geländes absprang.
Das ehrgeizige Glücksspiel-Vorhaben in der Colombo Port City auf Sri Lanka hat einen empfindlichen Dämpfer erhalten. Wie die zuständige Regulierungsbehörde des Areals offiziell bestätigte, ist ein Antragsteller für eine Casino-Lizenz während der laufenden Due-Diligence-Phase zurückgetreten. Damit ist eines der zentralen Vorhaben innerhalb der neuen Sonderwirtschaftszone, die auf künstlich aufgeschüttetem Land vor der Küste Colombos entsteht, vorerst vom Tisch. Der Rückzug reiht sich in eine Liste von insgesamt fünf Projekten ein, die ihre Teilnahme an dem Großprojekt aus verschiedenen Gründen beendet haben.
Die Colombo Port City Economic Commission (CPCEC) gab bekannt, dass neben dem Casino-Interessenten auch andere wichtige Einrichtungen abgesprungen sind, darunter ein privates Krankenhaus und eine Bildungseinrichtung. Dieser Trend wirft Fragen zur Attraktivität der Sonderwirtschaftszone für internationale Investoren auf, obwohl das Gesamtprojekt weiterhin massiv vorangetrieben wird. Die betroffene Fläche umfasst ein rund 10 Hektar großes Grundstück, das explizit für die Errichtung eines sogenannten Integrated Resorts (IR) mit Casinobetrieb reserviert war.
Zahlen und Fakten
Die wirtschaftlichen Rahmendaten des Projekts bleiben trotz der Rückschläge beeindruckend. Das gesamte Gelände der Colombo Port City umfasst 269 Hektar neugewonnenes Land. Bisher konnten durch Pachtverträge für neun Parzellen Investitionen in Höhe von 1,12 Milliarden US-Dollar gesichert werden. Diese Verträge betreffen unter anderem zwei Wohnprojekte, zwei Mischnutzungsflächen sowie Grundstücke für einen Jachthafen und Hotels. Insgesamt besteht das Areal aus 118 einzelnen Parzellen, von denen 48 durch das chinesisch unterstützte Unternehmen CHEC Port City Colombo vermarktet werden. Die Regierung Sri Lankas behält die Kontrolle über 28 Parzellen und die öffentlichen Flächen.
Revan Wickramasuriya, Generaldirektor der CPCEC, betonte vor einem Parlamentsausschuss, dass der Rückzug des Casino-Bewerbers nach einer eingehenden Prüfung der Standortbedingungen erfolgte. In lokalen Medienberichten wurde die Universal Entertainment Corp. aus Japan als der fragliche Investor identifiziert. Das Unternehmen ist als Muttergesellschaft des bekannten Okada Manila auf den Philippinen in der Branche kein Unbekannter.
„Das war ein weiterer Bewerber, der das Grundstück für ein integriertes Resort in Betracht gezogen und sich während der Due Diligence zum Rückzug entschieden hat.“ - Revan Wickramasuriya, Generaldirektor der Colombo Port City Economic Commission
Hintergrund
Die Colombo Port City wird als internationales Geschäftszentrum konzipiert, das Finanzwesen, Tourismus und Wohnen kombiniert. Gebaut wird das Projekt von CHEC Port City Colombo, einer Tochtergesellschaft der China Harbour Engineering Company Limited. Seit der Verabschiedung spezieller Gesetze im Jahr 2021 unterliegt die Zone einer besonderen rechtlichen Regelung, die ausländisches Kapital anlocken soll. In unmittelbarer Nähe zu diesem neuen Areal hat bereits Melco Resorts das Projekt „City of Dreams Sri Lanka“ im Cinnamon Life Resort eröffnet, welches jedoch rechtlich und räumlich getrennt vom Port-City-Projekt operiert.
Der Identitätskonflikt bezüglich des Investors bleibt bestehen. Während die Regulierungsbehörde den Namen nicht offiziell bestätigte, beriefen sich lokale Medien wie Economy Next auf interne Quellen, die Universal Entertainment nannten. Branchenbeobachter von Inside Asian Gaming merkten jedoch an, dass es zuvor keine bekannten Verbindungen zwischen dem japanischen Konzern und Sri Lanka gegeben habe, was die Situation zusätzlich verkompliziert.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für deutsche Spieler hat das Scheitern dieses fernen Projekts vor allem eine symbolische Bedeutung im Hinblick auf den Spielerschutz und die Sicherheit. Wer in Deutschland legal online spielen möchte, sollte strikt auf Anbieter mit einer Lizenz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) achten. Im Gegensatz zu den oft intransparenten Verhältnissen bei asiatischen oder karibischen Großprojekten bietet der deutsche Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) einen klaren Rahmen. In Deutschland gilt beispielsweise ein Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat über alle Anbieter hinweg, das durch das LUGAS-System überwacht wird. Zudem ist der Einsatz an virtuellen Spielautomaten auf 1 Euro pro Spin begrenzt.
Projekte in Fernost locken oft mit Glamour, doch für den deutschen Nutzer bieten nur GGL-lizenzierte Casinos die Gewissheit, dass Gewinne fair ausgezahlt werden und das Spielverhalten durch Sperrsysteme wie OASIS geschützt ist. Ein Rückzug eines Investors wegen mangelnder Rentabilität oder regulatorischer Hürden in Sri Lanka unterstreicht, wie volatil der internationale Markt außerhalb der strengen EU-Regulierung sein kann.
Was das für GGL-Casinos heißt
Deutsche Casinos mit GGL-Lizenz profitieren indirekt von der Instabilität in Übersee. Während Großinvestoren in Asien zögern, bietet der deutsche Markt durch seine klare Regulierung eine hohe Rechtsplatzsicherheit. Casinos, die auf der Whitelist stehen, müssen strenge Anforderungen an Technik und Transparenz erfüllen. Ein Rückzug eines Milliarden-Investors wie Universal Entertainment aus einem Projekt in Sri Lanka zeigt, dass physische Großprojekte hohe Risiken bergen, während der regulierte digitale Markt in Deutschland stetige Wachstumsraten bei gleichzeitig hohem Verbraucherschutz aufweist.
Häufige Fragen
Warum wurde das Casino-Projekt in Sri Lanka gestoppt?
Ein potenzieller Investor, der laut Medienberichten Universal Entertainment Corp. sein soll, hat sich nach einer eingehenden Prüfung (Due Diligence) gegen das Projekt entschieden. Damit ist das Vorhaben auf der 10 Hektar großen Parzelle vorerst beendet.
Wie viel Geld wurde bereits in die Colombo Port City investiert?
Bisher wurden Investitionen in Höhe von 1,12 Milliarden US-Dollar durch die Pacht von neun Landparzellen gesichert. Diese Gelder fließen vor allem in Wohn-, Marina- und Hotelprojekte, nicht jedoch in das gescheiterte Casino.
Wer kontrolliert die Bauprojekte in Colombo?
Die Colombo Port City Economic Commission (CPCEC) reguliert das Gebiet basierend auf Gesetzen aus dem Jahr 2021. Das Projekt selbst wird von einer Tochtergesellschaft der China Harbour Engineering Company umgesetzt.
Können deutsche Spieler in Casinos in Sri Lanka online spielen?
Deutsche Spieler sollten nur in Casinos spielen, die eine Lizenz der GGL besitzen. Ausländische Anbieter ohne deutsche Lizenz sind illegal und bieten keinen Schutz durch den deutschen Glücksspielstaatsvertrag oder das LUGAS-System.
Welche Schutzmaßnahmen gelten für Spieler in Deutschland?
In Deutschland lizenzierte Anbieter müssen das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro und das Einsatzlimit von 1 Euro pro Spin einhalten. Zudem sind sie an die Sperrdatei OASIS angeschlossen, um gefährdete Spieler vor Spielsucht zu schützen.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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