EveryMatrix setzt auf Datenstrategie: Jonas Grös forciert Wandel zum Berater
KI-GENERIERTMit Jonas Grös als neuem Co-CEO will EveryMatrix bis 2030 zu den Top 3 der iGaming-Technologieanbieter gehören. Erfahren Sie, wie Daten und KI das Spielererlebnis verändern.
In der dynamischen Welt des Online-Glücksspiels vollzieht sich derzeit ein bemerkenswerter Wandel bei einem der führenden Technologieanbieter. EveryMatrix, bekannt für seine modularen Plattformlösungen, schlägt unter der neuen Doppelspitze von Ebbe und Jonas Grös einen Kurs ein, der weit über die bloße Bereitstellung von Software hinausgeht. Seit dem 1. Januar 2026 verstärkt Jonas Grös das Unternehmen als Co-CEO und bringt wertvolle Erfahrungen aus seiner zehnjährigen Tätigkeit als Partner bei der Beratungsgesellschaft EY mit. Sein Fokus liegt darauf, die immense Datenflut im iGaming nutzbar zu machen, um Betreibern einen echten Mehrwert bei der Spielerbindung und Produktgestaltung zu bieten.
Die Neuausrichtung findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem EveryMatrix eine Phase massiven Wachstums erlebt. In den letzten fünf Jahren hat sich die Mitarbeiterzahl auf über 1.500 Beschäftigte in 15 Ländern verdreifacht. Mit dieser Größe ändern sich auch die Anforderungen an das Management. Während Ebbe Grös sich verstärkt um die langfristige Vision und Produktrichtung kümmert, nutzt Jonas Grös seine Expertise in den Bereichen Strategie und Digitalisierung, um interne Prozesse zu optimieren und die Rolle des Unternehmens in der Wertschöpfungskette zu heben. Es geht nicht mehr nur darum, ein fertiges Produkt zu verkaufen, sondern die Betreiber aktiv dabei zu unterstützen, ihre Zielmärkte und das Verhalten ihrer Kunden besser zu verstehen.
Zahlen und Fakten
Ein zentraler Aspekt der neuen Strategie ist die Nutzung von Künstlicher Intelligenz auf Basis einer dedizierten Datenplattform. Laut CTO Pablo Jensen verkauft EveryMatrix mittlerweile eine Sport- und Nutzerdatenplattform, auf der verschiedene Anwendungen aufsetzen. Die KI arbeitet dabei direkt auf den Daten des jeweiligen Kunden. Dies ermöglicht es, Spielermuster präzise zu analysieren und Innovationen gezielt voranzutreiben. Ivan Rozic, Global Head of Sales, betont dabei das enorme Potenzial, das in der Tiefe der verfügbaren Daten steckt. Besonders in aufstrebenden Märkten wie Lateinamerika entscheidet nicht die bloße Menge an Daten, sondern die Fähigkeit, daraus relevante Erkenntnisse für das Produktangebot zu extrahieren.
„Von einer eher lieferantenorientierten Rolle können wir uns in der Wertschöpfungskette nach oben heben. Wir schauen uns das Geschäft der Kunden und das Verhalten ihrer Spieler an und fragen uns, wie wir ihnen helfen können, diese Spieler besser zu verstehen." - Jonas Grös, Co-CEO bei EveryMatrix
Das Ziel ist klar definiert: Bis zum Jahr 2030 will EveryMatrix zu den drei weltweit führenden Tier-1-Technologieanbietern gehören. Dass dieser Weg bereits Früchte trägt, sieht Jonas Grös an der Bereitschaft der Kunden, ihre Arbeitsweisen aufgrund der gelieferten Analysen anzupassen. Die finanzielle Stabilität des Unternehmens erlaubt es dabei, in Zeiträumen von fünf bis zehn Jahren zu denken, anstatt kurzfristige Exit-Szenarien zu verfolgen. Dies unterstreicht den Anspruch, als stabiler Partner für große, international agierende Betreiber und staatliche Lotterien zu fungieren.
Hintergrund
Die Ernennung von Jonas Grös war ein strategischer Schritt, der bereits im November 2025 angekündigt wurde. Die Brüder Grös betonen das Vertrauensverhältnis, das für eine geteilte CEO-Position unerlässlich ist. Während EveryMatrix in der Vergangenheit vor allem durch technische Modularität punktete, steht nun die Skalierbarkeit im Vordergrund. Um fünf oder zehn weitere Großkunden gleichzeitig betreuen zu können, ohne die Servicequalität zu vernachlässigen, müssen die Strukturen professionalisiert werden. Die Übernahme von FSB Technology hat zudem die Präsenz in Regionen wie Afrika und Lateinamerika gestärkt, was neue Anforderungen an die Datenverarbeitung stellt.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für deutsche Spieler bedeutet dieser technologische Fortschritt vor allem ein personalisierteres und sichereres Spielerlebnis. Da EveryMatrix bereits Zertifizierungen der World Lottery Association (WLA) für verantwortungsvolles Glücksspiel besitzt, fließen diese Standards in die Datenanalyse ein. In Deutschland ist der Markt durch den Glücksspielstaatsvertrag 2021 streng reguliert. Plattformen, die auf EveryMatrix-Technologie setzen, müssen die strikten Vorgaben der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) erfüllen. Dazu gehören das anbieterübergreifende Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat sowie die Anbindung an das zentrale Sperrsystem LUGAS und die Limitdatei.
Durch die verbesserte Datenanalyse können Anbieter in Deutschland potenziell gefährdetes Spielverhalten schneller identifizieren und entsprechende Schutzmaßnahmen einleiten, was voll im Sinne des deutschen Spielerschutzes liegt. Die präzise Auswertung von Mustern hilft dabei, die strengen Regeln für Einsatzlimits von 1 Euro pro Spin an virtuellen Automaten technisch sauber umzusetzen und gleichzeitig ein attraktives, legales Angebot zu schaffen, das Spieler von illegalen Schwarzmarkt-Seiten fernhält.
Was das für GGL-Casinos heißt
Betreiber mit einer deutschen GGL-Lizenz profitieren von der Consulting-Expertise, die EveryMatrix nun verstärkt anbietet. Da der deutsche Markt durch restriktive Werberegeln und hohe Steuerlasten komplex ist, sind datengestützte Entscheidungen überlebenswichtig. Ein Anbieter kann durch die Analyse der „Player Patterns“ genau sehen, welche Spiele innerhalb der legalen Grenzen am besten performen. Zudem erleichtert die modulare Architektur der Plattform die Integration der notwendigen Schnittstellen für das Safe-Server-Monitoring der deutschen Behörden. Wer als Betreiber auf eine solche High-End-Lösung setzt, minimiert das Risiko von Compliance-Verstößen, die in Deutschland schnell zum Entzug der Lizenz führen können.
Häufige Fragen
Wer führt EveryMatrix seit Anfang 2026?
Das Unternehmen wird von einer Doppelspitze geleitet, bestehend aus dem Gründer Ebbe Grös und seinem Bruder Jonas Grös als Co-CEOs. Jonas Grös wechselte von der Beratungsfirma EY, wo er Partner in der Nordic Consulting Praxis war, in das Familienunternehmen.
Was ist das Ziel der Strategie EveryMatrix 2030?
EveryMatrix strebt an, bis zum Jahr 2030 einer der drei weltweit führenden Tier-1-Technologieanbieter im Bereich iGaming zu werden. Dabei setzt das Unternehmen auf langfristiges, organisches Wachstum und die Unterstützung großer Multi-Markt-Betreiber.
Wie setzt EveryMatrix Künstliche Intelligenz ein?
KI wird genutzt, um strukturierte Spielerdaten zu analysieren und interne Prozesse effizienter zu gestalten. Das System arbeitet direkt auf der Datenplattform des Kunden, um individuelle Spielmuster zu erkennen und relevante Produktanpassungen vorzuschlagen.
Welche Rolle spielt der Spielerschutz bei EveryMatrix?
EveryMatrix ist Mitglied der World Lottery Association (WLA) und erhielt als erster iGaming-Zulieferer die WLA Safer Gambling Certification. Die Datenanalyse wird auch genutzt, um verantwortungsvolles Spielen zu fördern und Betreibern beim Spielerschutz zu helfen.
Welche Bedeutung haben diese Entwicklungen für den deutschen Markt?
Für Anbieter mit GGL-Lizenz ermöglichen die neuen Daten-Tools eine bessere Einhaltung des Glücksspielstaatsvertrags 2021. Durch technische Präzision können Limits wie das 1.000-Euro-Einzahlungslimit und die 1-Euro-Einsatzgrenze pro Spin effizient überwacht und umgesetzt werden.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
Alle Artikel von Lisa Lustich →Quellen & weiterführende Links
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