Ex-Profi Tony Kelly warnt vor Spielsucht: Ein halbe Million Pfund verloren
KI-GENERIERTDer ehemalige Stoke City Star Tony Kelly spricht über seinen Absturz in die Spielsucht. Mehr als 500.000 Pfund verlor der Fußballer, bevor er mit Red Card Gambling Support anderen half.
Die glitzernde Welt des Profifußballs verbirgt oft Schattenseiten, die erst Jahre später ans Licht kommen. Tony Kelly, der für Vereine wie Stoke City und Dulwich Hamlet auflief, hat nun die Stille gebrochen. In seinem neuesten Werk My Redemption beschreibt er eindringlich, wie das Glücksspiel sein Leben kontrollierte und beinahe alles zerstörte, was er sich mühsam aufgebaut hatte. Es ist die Geschichte eines Mannes, der auf dem Platz Erfolge feierte, während er abseits des Rasens in einem Sumpf aus Schulden und Depressionen versank.
Der Einstieg wirkte harmlos. Mit 18 Jahren begann Kelly bei Dulwich Hamlet in London, zusammen mit seinen Teamkollegen Fußball-Kombiwetten zu platzieren. Es war der Versuch, dazuzugehören und Teil der Gruppe zu sein. Doch was als Zeitvertreib anfing, änderte sich radikal, als er 1990 zu Stoke City wechselte. Dort entdeckte er die Casinos für sich, die er heute als seinen großen Untergang bezeichnet. Die Einsätze stiegen, die Kontrolle schwand, und bald bestimmte das Spiel jede wache Minute seines Daseins.
Zahlen und Fakten
Die finanziellen Auswirkungen von Kellys Sucht sind erschreckend. Insgesamt verlor er über 500.000 Pfund an den Tischen und Automaten. Diese massiven Verluste führten dazu, dass er zwei Häuser verlor und im Jahr 2009 schließlich Privatinsolvenz anmelden musste. Doch der Schaden war nicht nur finanzieller Natur. Kelly berichtet von massiven psychischen Problemen, die mit der Sucht einhergingen. Stress, Angstzustände und Depressionen wurden zu ständigen Begleitern.
Seine sportliche Leistung litt unter der Belastung. Obwohl er 1992 die Football League Trophy gewann und 1991 ein wichtiges Tor gegen Liverpool im League Cup erzielte, beschreibt er seine Form in dieser Zeit als sporadisch. Die Unfähigkeit, sich auf den Sport zu konzentrieren, resultierte direkt aus den familiären Konflikten und dem Bruch von Freundschaften, die durch das Lügen und das Verstecken der Sucht entstanden waren. Kelly gibt unumwunden zu, dass das Spiel ihn kontrollierte und zu einem Zwang wurde.
Hintergrund
Der Wendepunkt kam erst spät. Nach Jahren der Verleugnung trat Tony Kelly 2013 bei BBC Breakfast auf, um zum ersten Mal öffentlich über seine Probleme zu sprechen. Dieser Moment war für ihn der Befreiungsschlag aus der jahrelangen Leugnung. Er erkannte, dass Reden die einzige Möglichkeit war, den Kreislauf zu durchbrechen. Zwei Jahre nach diesem Auftritt gründete er Red Card Gambling Support, eine gemeinnützige Organisation, die sich der Aufklärung widmet.
„Es kontrolliert dich. Es wird zu einem Zwang." - Tony Kelly, ehemaliger Fußballprofi bei Stoke City
Kelly hat mittlerweile zwei Bücher über seinen Weg veröffentlicht. Sein erstes Werk Red Card: The Soccer Star Who Lost It All To Gambling erschien 2013, gefolgt von Red Card: A Bet You Can Win! im April 2021. Sein aktuelles Buch soll sein letztes sein und seinen gesamten Weg von der Jugend in Coventry bis zur heutigen Arbeit als Unterstützer für Betroffene abdecken. Er betont, dass er seit zehn Jahren stabil ist, warnt aber davor, dass Menschen in der Genesung besonders nach traumatischen Erlebnissen rückfallgefährdet sind.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für deutsche Spieler ist die Geschichte von Tony Kelly eine wichtige Mahnung. In Deutschland bietet der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) einen strengen Rahmen, um Schicksale wie das von Kelly zu verhindern. Eines der zentralen Instrumente ist das anbieterübergreifende Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat, das über das LUGAS-System überwacht wird. Solche Limits hätten Kellys massiven Verlust von einer halben Million Pfund zumindest verlangsamt oder früher sichtbar gemacht. Zudem schützt das Einsatzlimit von einem Euro pro Spielrunde an virtuellen Automaten vor zu schnellen, hohen Verlusten.
Wer in Deutschland sicher spielen möchte, sollte ausschließlich Plattformen nutzen, die auf der offiziellen Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) stehen. Diese Anbieter sind verpflichtet, Früherkennungssysteme für Spielsucht zu implementieren. Die Geschichte von Kelly zeigt, wie wichtig es ist, bei ersten Anzeichen von Kontrollverlust die OASIS-Sperre zu nutzen oder Hilfe bei Beratungsstellen zu suchen. Das offene Gespräch, das Kelly heute propagiert, ist auch in Deutschland der erste Schritt zur Besserung.
Was das für GGL-Casinos heißt
Casinos mit GGL-Lizenz tragen eine hohe Verantwortung im Bereich des Spielerschutzes. Sie müssen sicherstellen, dass Spieler nicht über ihre Verhältnisse setzen können und bei auffälligem Verhalten sofort intervenieren. Kellys Erfahrung mit Casinos als seinem Untergang verdeutlicht, warum strenge Regeln für Tischspiele und Automaten notwendig sind. Anbieter, die im Gegensatz dazu ohne deutsche Lizenz aus Malta oder Curacao operieren, bieten oft keine vergleichbaren Schutzmechanismen und ignorieren Einzahlungslimits, was das Risiko für Spieler drastisch erhöht. Transparente Kommunikation und die Bereitstellung von Hilfsangeboten, wie sie Kelly mit Red Card Gambling Support fördert, sollten Standard für jeden legalen Anbieter in Deutschland sein.
Häufige Fragen
Wie viel Geld hat Tony Kelly durch Glücksspiel verloren?
Tony Kelly verlor im Laufe seiner Karriere mehr als 500.000 Pfund durch seine Spielsucht. Dieser massive finanzielle Verlust führte unter anderem dazu, dass er zwei Häuser verlor und im Jahr 2009 Insolvenz anmelden musste.
Welche Organisation hat Tony Kelly gegründet?
Er gründete im Jahr 2015 die gemeinnützige Organisation Red Card Gambling Support. Diese Einrichtung konzentriert sich darauf, Menschen über Spielsucht aufzuklären und Betroffenen Unterstützung anzubieten.
Wann begann die Spielsucht bei Tony Kelly?
Die Sucht begann bereits im Alter von 18 Jahren mit Fußballwetten, während er für Dulwich Hamlet spielte. Später, nach seinem Wechsel zu Stoke City im Jahr 1990, verschlimmerte sich die Situation durch Besuche in Casinos erheblich.
Welche Anzeichen für Spielsucht nannte der ehemalige Fußballer?
Kelly nannte unter anderem Depressionen, Stress, Angstzustände sowie Probleme in der Familie und mit Freunden als Folgen. Er beschrieb das Glücksspiel als einen Zwang, der die volle Kontrolle über sein Leben übernahm.
Wie schützt die deutsche Gesetzgebung vor solchen Verlusten?
In Deutschland regelt der Glücksspielstaatsvertrag 2021 den Markt durch Maßnahmen wie das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro und die Anbindung an das Sperrsystem OASIS. Zudem dürfen an lizenzierten Slots maximal ein Euro pro Drehung gesetzt werden, um das Risiko hoher Verluste zu minimieren.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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