Hacksaw Gaming startet Plattform für Peer-to-Peer Prognosemärkte
KI-GENERIERTHacksaw Gaming erweitert sein Portfolio um ein Modul für Prognosemärkte und erhält die MGA-Lizenz für Typ-3-Glücksspieldienste, während Experten Handelsvolumina von 1 Billion Dollar bis 2030 prognostizieren.
Hacksaw Gaming, das in Stockholm ansässige B2B-Technologieunternehmen, macht einen entscheidenden Schritt in der Entwicklung seiner Plattform. Am 16. Oktober 2026 wurde bekannt, dass der Spieleentwickler ein neues Modul für Prognosemärkte einführt. Diese strategische Erweiterung ermöglicht es Partner-Betreibern, sogenannte Peer-to-Peer (P2P) Prognosemärkte direkt in ihre bestehenden Ökosysteme zu integrieren. Damit reagiert das Unternehmen auf eine massiv gestiegene Nachfrage im Markt für Wetten auf den Ausgang zukünftiger Ereignisse, die über das klassische Sportwetten-Segment hinausgehen.
Die Expansion wird durch eine wichtige regulatorische Neuerung gestützt. Die Malta Gaming Authority (MGA) hat die bestehende B2B Critical Gaming Supply License von Hacksaw erweitert. Neben den bisherigen Typ-1-Glücksspieldiensten umfasst die Autorisierung nun auch Typ-3-Gaming-Services. Dies ist die rechtliche Voraussetzung, um P2P-Prognosemarktdienste als Dienstleister anbieten zu dürfen. Hacksaw stellt dabei die zugrunde liegende Technologie, die Infrastruktur und die Volumen-Frameworks bereit, während die Betreiber die volle Kontrolle über ihre Marken und Kundenbeziehungen behalten.
Zahlen und Fakten
Das Potenzial dieses Marktes wird durch beeindruckende Prognosen untermauert. Das globale Aktienanalyse- und Maklerunternehmen Bernstein schätzt, dass das jährliche Handelsvolumen auf Prognosemärkten bis zum Jahr 2030 etwa 1 Billion US-Dollar erreichen könnte. Diese Entwicklung wird durch neue Anwendungsfälle und die geografische Expansion der Akzeptanz getrieben. Hacksaw betont, dass das neue Modul innerhalb der bestehenden Kostenbasis entwickelt wurde, was die Effizienz der hauseigenen Entwicklerteams unterstreicht.
„Prognosemärkte stellen eine überzeugende neue Chance an der Schnittstelle von Technologie, Unterhaltung und Marktteilnahme dar. Wir glauben, dass wir durch unsere bestehende Plattform, unsere Vertriebskapazitäten und unsere Betreiberbeziehungen hervorragend aufgestellt sind, um Unternehmen bei der Teilnahme an dieser Kategorie zu unterstützen.“ - Ana Vrabic Verdir, Group CEO der Hacksaw Group
Marcus Cordes, der als Operational CEO bei Hacksaw Gaming fungiert, hebt zudem die Skalierbarkeit der Lösung hervor. Er betont, dass Betreiber durch die jahrelang entwickelte kommerzielle Infrastruktur einen rationalisierten Weg zur Markteinführung erhalten. Ziel ist es, die Komplexität bei der Integration solcher P2P-Angebote zu minimieren, da die technischen Hürden oft hoch sind.
Hintergrund
Im Gegensatz zu verbraucherorientierten Plattformen, die Endkunden direkt akquirieren, agiert Hacksaw rein im B2B-Bereich. Das bedeutet, dass die Firma lediglich das Gerüst liefert. Teilnehmer an Prognosemärkten handeln mit Wahrscheinlichkeiten für zukünftige Ergebnisse in verschiedensten Kategorien. Das kann von Finanzereignissen über politische Ausgänge bis hin zu Unterhaltungs-Awards reichen. Durch den P2P-Ansatz wetten die Nutzer nicht gegen das Haus, sondern gegeneinander, was eine völlig andere Dynamik als bei klassischen Slots oder Tischspielen erzeugt.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für deutsche Spieler ist die Situation komplex, da der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) sehr enge Grenzen für die Arten von Wetten setzt, die im Land erlaubt sind. Während klassische Sportwetten und virtuelle Automatenspiele unter strengen Auflagen der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) möglich sind, gelten Prognosemärkte oft als Grauzone oder sind als Eventwetten stark reglementiert. Ein P2P-Modell, bei dem Nutzer gegeneinander setzen, müsste in Deutschland explizit genehmigt werden, was derzeit für private Anbieter kaum umsetzbar ist.
Spieler in Deutschland müssen weiterhin die strengen Limits beachten: Das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro über das LUGAS-System sowie das Einsatzlimit von 1 Euro pro Spin an Slots bleiben bestehen. Sollte ein Betreiber mit GGL-Lizenz dieses neue Hacksaw-Modul einführen wollen, müsste er nachweisen, dass es mit den Zielen des Spielerschutzes und der Suchtprävention vereinbar ist. Bisher konzentriert sich Hacksaw in Deutschland vor allem auf seine populären Slot-Titel, die auf der Whitelist der GGL geführt werden.
Was das für GGL-Casinos heißt
Betreiber von Online-Casinos mit GGL-Lizenz müssen vorsichtig sein. Zwar bietet Hacksaw eine hochmoderne Infrastruktur, doch jede neue Spielform muss den deutschen Genehmigungsprozess durchlaufen. Die Erweiterung der MGA-Lizenz auf Typ 3 hilft zwar international, hat aber für den deutschen Rechtsraum keine direkte Auswirkung. Hier zählt allein die Zulassung durch die GGL. Deutsche Anbieter könnten das Modul jedoch nutzen, um ihre internationale Präsenz in Märkten mit liberalerer Gesetzgebung zu stärken, sofern sie dort über entsprechende Lizenzen verfügen.
Häufige Fragen
Was sind Prognosemärkte im Bereich Glücksspiel?
Prognosemärkte sind Plattformen, auf denen Teilnehmer auf die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Ereignisse wetten oder handeln. Im Gegensatz zum klassischen Casino setzen die Nutzer hier meist im Peer-to-Peer-Verfahren gegeneinander auf Ausgänge in Bereichen wie Politik, Wirtschaft oder Unterhaltung.
Welche neue Lizenz hat Hacksaw Gaming erhalten?
Hacksaw Gaming hat von der Malta Gaming Authority (MGA) eine Erweiterung seiner B2B Critical Gaming Supply License erhalten. Diese umfasst nun auch Typ-3-Gaming-Services, die speziell für die Bereitstellung von Peer-to-Peer-Diensten erforderlich sind.
Wie groß soll der Markt für Prognosemärkte werden?
Analysten des Brokerhauses Bernstein schätzen, dass das jährliche Handelsvolumen auf globalen Prognosemärkten bis zum Jahr 2030 auf rund 1 Billion US-Dollar ansteigen könnte. Hacksaw möchte durch seine neue B2B-Plattform an diesem massiven Wachstum partizipieren.
Sind diese neuen P2P-Wetten für Spieler in Deutschland erlaubt?
In Deutschland ist das Angebot von Online-Glücksspiel streng durch den GlüStV 2021 geregelt und nur Spiele auf der GGL-Whitelist sind zulässig. Prognosemärkte oder P2P-Wetten auf nicht-sportliche Ereignisse sind nach aktueller Rechtslage für private Anbieter in Deutschland in der Regel nicht genehmigungsfähig.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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