Milliarden-Wettlauf in Illinois: DraftKings überholt Marktführer FanDül
KI-GENERIERTIm August verzeichneten die Sportwettenanbieter in Illinois Einsätze von 1,03 Milliarden US-Dollar. DraftKings sicherte sich mit 22,7 Millionen US-Dollar Umsatz die Spitzenposition.
Die Sportwettenbranche im US-Bundesstaat Illinois setzt ihren Wachstumskurs fort und hat im August erneut die Schallmauer von einer Milliarde US-Dollar bei den Wetteinsätzen durchbrochen. Während die Sommermonate traditionell als eher ruhig gelten, da die großen US-Ligen pausieren, sorgten die Olympischen Spiele in Paris und der Start des College-Footballs für einen unerwarteten Schub. Die offiziellen Zahlen zeigen eine Branche im Wandel, die sich auch von drastischen Steuererhöhungen nicht ausbremsen lässt.
Besonders auffällig ist die Verschiebung an der Marktspitze. DraftKings, das in Kooperation mit Casino Queen operiert, konnte sich mit einem bereinigten Bruttoumsatz von 22,7 Millionen US-Dollar den ersten Platz sichern. Damit verwies das Unternehmen den Dauerrivalen FanDül auf Rang zwei. Diese Dynamik unterstreicht den harten Konkurrenzkampf in einem der lukrativsten Wettmärkte der USA, in dem Nuancen beim Produktangebot und den Quoten über die Marktführerschaft entscheiden.
Zahlen und Fakten
Im Detail meldete die zuständige Behörde, das Illinois Gaming Board (IGB), für den August einen Gesamtumsatz (Adjusted Gross Revenue) von 59,2 Millionen US-Dollar. Dies entspricht einer Steigerung von 26,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Der sogenannte Handle, also die Summe aller platzierten Wetten, belief sich laut den Daten auf 877,8 Millionen US-Dollar, während andere Berichte sogar von 1,03 Milliarden US-Dollar sprachen. Dieser Widerspruch in den Veröffentlichungen deutet darauf hin, dass unterschiedliche Berechnungsgrundlagen für abgeschlossene Ereignisse und aktive Wetteinsätze herangezogen wurden.
Der Großteil des Geschäfts findet digital statt. Von den Gesamteinnahmen entfielen stolze 57,8 Millionen US-Dollar auf das Online-Segment, während die landbasierten Wettbüros lediglich 1,3 Millionen US-Dollar beisteuerten. Die durchschnittliche Haltequote der Anbieter (Hold) sank im Vergleich zum Vormonat Juli von 9,22 Prozent auf 6,74 Prozent. Dennoch konnte der Staat Illinois ordentlich mitverdienen. Insgesamt flossen 13,6 Millionen US-Dollar an Steuern in die Staatskasse.
Hintergrund
Der August war erst der zweite Monat unter den neuen steuerlichen Rahmenbedingungen in Illinois. Der Bundesstaat hat die bisherige Flatrate von 15 Prozent durch ein progressives Modell ersetzt. Je nach Höhe des Umsatzes müssen die Betreiber nun zwischen 20 und 40 Prozent Steuern abführen. Diese Maßnahme stieß in der Branche auf Kritik, scheint die Wachstumszahlen jedoch kurzfristig nicht zu beeinträchtigen. Experten beobachten genau, ob die Anbieter die höheren Kosten durch schlechtere Quoten an die Kunden weitergeben.
BetRivers belegte mit einem Umsatz von 4,7 Millionen US-Dollar bei einem Einsatzvolumen von 68,5 Millionen US-Dollar den dritten Platz auf dem Podium. Die Dominanz der beiden Branchenriesen DraftKings und FanDül bleibt jedoch erdrückend. Die Marktanteile sind fest zementiert, wobei DraftKings im August eine Haltequote von 6,78 Prozent erzielte, während FanDül mit 7,86 Prozent effizienter arbeitete, aber bei den absoluten Einsätzen hinterherhinkte.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für deutsche Sportwetten-Fans klingen Zahlen in Milliardenhöhe oft nach einer anderen Welt. In Deutschland regelt der Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV 2021) den Markt deutlich strenger als in Illinois. Während US-Spieler oft ohne strikte monatliche Einzahlungslimits agieren können, gilt hierzulande eine Grenze von 1.000 Euro pro Monat über alle Anbieter hinweg. Dieses Limit wird durch das IT-System LUGAS überwacht. Auch die Einsatzlimits von 1 Euro pro Spin, die primär für Online-Slots gelten, zeigen die unterschiedliche Herangehensweise beim Spielerschutz.
Ein wesentlicher Unterschied ist zudem die Wettsteuer. In Deutschland wird jede Wette pauschal besteuert, was oft direkt vom Einsatz des Spielers abgezogen wird. In Illinois hingegen werden die Betreiber auf Basis ihrer Bruttoeinnahmen zur Kasse gebeten. Wer aus Deutschland wetten möchte, sollte zwingend darauf achten, nur bei Anbietern mit einer offiziellen Lizenz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) zu spielen. Nur dort ist rechtliche Sicherheit und die Einhaltung der strengen deutschen Schutzstandards garantiert.
Was das für GGL-Casinos heißt
Deutsche Casinos und Wettanbieter mit GGL-Lizenz stehen unter einem enormen regulatorischen Druck, der sich deutlich von den liberaleren US-Märkten unterscheidet. Die hohen Steuersätze in Illinois könnten als Warnsignal für den deutschen Markt dienen, wo eine Überregulierung oder zu hohe Abgaben die Spieler in den Schwarzmarkt treiben könnten. MGA- oder Curacao-Casinos locken oft mit höheren Limits, bieten aber keinen rechtlichen Schutz bei Streitigkeiten. Die GGL überwacht die Whitelist streng, um sicherzustellen, dass nur seriöse Unternehmen wie Bet-at-home oder Tipico den deutschen Markt bedienen. Für die Anbieter bedeutet dies einen hohen Compliance-Aufwand, der sich jedoch durch langfristige Rechtssicherheit auszahlt.
„Der Anstieg des Bruttoumsatzes um 26,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zeigt, dass der Markt trotz neuer Steuergesetze in Illinois wächst.“ - Sprecher der Redaktion (basierend auf Daten des Illinois Gaming Board)
Häufige Fragen
Wie hoch waren die Wetteinsätze in Illinois im August?
Die Wetteinsätze erreichten laut Berichten eine Summe von bis zu 1,03 Milliarden US-Dollar. Davon entfiel der weitaus größte Teil auf mobile Wetten über das Internet.
Welcher Anbieter war im August am erfolgreichsten?
DraftKings konnte sich mit einem bereinigten Bruttoumsatz von 22,7 Millionen US-Dollar an die Spitze setzen. Damit überholte das Unternehmen den bisherigen Marktführer FanDül knapp.
Wie hoch ist die Steuer für Sportwetten in Illinois?
Seit kurzem gilt ein progressives Steuersystem, das zwischen 20 und 40 Prozent der Bruttoeinnahmen veranschlagt. Zuvor lag der Steuersatz bei einer Pauschale von 15 Prozent.
Dürfen deutsche Spieler bei Anbietern in Illinois wetten?
Nein, deutsche Spieler müssen Anbieter mit einer GGL-Lizenz nutzen, um legal und sicher zu wetten. Die Teilnahme an US-amerikanischen Wettangeboten ist aus Deutschland heraus nicht zulässig und bietet keinen rechtlichen Schutz durch den GlüStV 2021.
Teilen
Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
Alle Artikel von Lisa Lustich →Quellen & weiterführende Links
Whitelist erlaubter Online-Anbieter
Redaktionsrichtlinien Lustich.de
BZgA Spielsucht-Hotline: 0800 1 372 700
Glücksspiel kann süchtig machen. Spielen Sie verantwortungsbewusst. Hilfe und Beratung unter 0800 1 372 700 (BZgA, kostenlos & anonym).
Verwandte Themen
Weiterführende Artikel
KI-GENERIERTMelvin Bostelaar übernimmt Leitung bei SuomiVeto Oy vor Marktöffnung in Finnland
Melvin Bostelaar wird CEO von SuomiVeto Oy, um das Unternehmen auf den finnischen Glücksspielmarkt vorzubereiten, der offiziell am 1. Juli 2027 für kommerzielle Anbieter öffnet.
KI-GENERIERTCoinPoker und PokerGO Tour vereinbaren 250 Millionen Dollar Preisgeld-Garantie
Die PokerGO Tour (PGT) expandiert mit CoinPoker in den Online-Bereich. Über sechs Turnierserien hinweg werden garantierte Preisgelder von 250 Millionen US-Dollar ausgespielt.
KI-GENERIERTPokern in Texas: Erster rein frauengeführter Card Room vor der Eröffnung
Marjorie Bradford und Jamie Kempf eröffnen am 12. November The Den Poker Lounge in Rowlett. Der Club bietet Platz an 15 Tischen für No-Limit Hold'em und Omaha.











