Jerry Jones setzt auf Texas: Hoffnung auf legales Sportwetten nach Wahlen
KI-GENERIERTDallas-Cowboys-Besitzer Jerry Jones sieht nach den Wahlen 2026 neue Chancen für legale Sportwetten in Texas, während der NFL Einnahmen von bis zu 2,3 Milliarden Dollar winken.
Die politische Landschaft in Texas gerät in Bewegung und einer der mächtigsten Männer im US-Sport wittert seine Chance. Jerry Jones, der streitbare Besitzer, Präsident und General Manager der Dallas Cowboys, hat sich erneut lautstark für die Legalisierung von Sportwetten im Lone Star State ausgesprochen. In einem Radiointerview am Freitag, dem 6. November 2026, erklärte der 84-jährige Milliardär, dass er nach den jüngsten Wahlergebnissen ein neues Zeitfenster für eine Gesetzesänderung sieht. Texas gehört aktuell noch zu den elf US-Bundesstaaten, in denen Sportwetten vollständig untersagt sind, doch Jones glaubt, dass die personellen Veränderungen in der Legislative und im Büro des Gouverneurs den Weg ebnen könnten.
Jones argumentiert schon seit Jahren, dass Texas durch das Verbot immense Einnahmen entgehen. Bereits 2024 wies er darauf hin, dass der Staat riesige Summen verliere, die derzeit auf unregulierten Wegen abfließen. Sein Optimismus speist sich aus der Hoffnung, dass die neu gewählten Volksvertreter das wirtschaftliche Potenzial erkennen. Für den Cowboys-Besitzer geht es dabei weniger um politische Ideologien als vielmehr um den Erfolg seines Franchise. Er sieht Sportwetten als Werkzeug, um das Fan-Engagement zu steigern und die Dallas Cowboys als Unterhaltungsmarke weltweit noch relevanter zu machen.
Zahlen und Fakten
Das wirtschaftliche Volumen, um das es geht, ist gigantisch. Eine Studie der Nielsen Group, die von der American Gaming Association (AGA) in Auftrag gegeben wurde, schätzt, dass eine vollständig regulierte Sportwetten-Industrie in den USA der National Football League (NFL) bis zu 2,3 Milliarden Dollar pro Jahr einbringen könnte. Diese Summe setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen. Die Einnahmen aus Medienrechten könnten um 18 Prozent steigen, Sponsoring-Gebühren um 7 Prozent und Ticketverkäufe um 6 Prozent. Der Grund dafür ist simpel: Fans, die wetten, schauen mehr Spiele und bleiben länger am Bildschirm.
Jones selbst investiert massiv in seinen politischen Einfluss. Vor den Wahlen spendete er 250.000 Dollar an ein gemeinsames Fundraising-Komitee von Ken Paxton. Zudem flossen 10 Millionen Dollar an die Clinton Foundation. Trotz dieser hohen Summen bezeichnet sich Jones als apolitisch. Er könne es sich nicht leisten, einer Partei anzugehören, da seine Fans aus allen politischen Lagern kommen. Sein Antrieb sei zu 99,9 Prozent die Attraktivität der Cowboys. Dass er bereits Fakten schafft, zeigt die Partnerschaft mit dem WinStar World Casino in Oklahoma. Dies war der erste Deal eines NFL-Teams mit einem Casino, nachdem die Liga ihre strengen Regeln für Sponsoring-Vereinbarungen gelockert hatte.
Hintergrund
Die Haltung von Gouverneur Greg Abbott galt lange Zeit als das größte Hindernis. Doch auch hier zeichnet sich eine Lockerung ab. Abbott signalisierte, dass er ein professionelles Unterhaltungsangebot für Texaner nicht grundsätzlich ablehnen würde, solange es nicht dazu führt, dass an jeder Straßenecke oder in jedem 7-Eleven Spielautomaten stehen. Seine Pressestelle betonte, dass der Schutz der Bürger vor Kriminalität und finanziellen Verlusten für den Alltag oberste Priorität habe. Dennoch sagte Abbott in einem Interview, dass verantwortungsbewusstes Glücksspiel eine gesunde Form der Unterhaltung sein könne.
„Es ist in meinen Augen ein Plus für den besten Ort der Welt für Sport, Texas, dass wir das Glücksspiel bekommen, und hoffentlich wird der neue Umschwung in der Politik das genauso sehen.“ - Jerry Jones, Besitzer der Dallas Cowboys
Die legislative Arbeit ist bereits im Gange. Senatorin Lois Kolkhorst und der Abgeordnete Jeff Leach haben Gesetzentwürfe eingereicht, die weit über den Status früherer Versuche hinausgekommen sind. Jones unterstützt diese Allianz aus Profi-Teams und Wettanbietern ausdrücklich. Er argumentiert, dass eine Regulierung die einzige Möglichkeit sei, den Schwarzmarkt auszutrocknen und den Texanern eine sichere Umgebung für ihre Einsätze zu bieten.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für Spieler in Deutschland bietet die Situation in Texas eine interessante Parallele. Während in den USA noch um staatliche Regeln gerungen wird, hat Deutschland mit dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) bereits einen klaren Rahmen geschaffen. Für deutsche Tipper bedeutet das vor allem Sicherheit durch die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL). Im Gegensatz zum US-Schwarzmarkt, den Jerry Jones so vehement kritisiert, gibt es hierzulande die GGL-Whitelist. Nur Anbieter auf dieser Liste dürfen legal Wetten anbieten. Deutsche Spieler müssen sich jedoch an striktere Regeln halten als ihre US-Pendants, wie etwa das anbieterübergreifende Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat, das über das System LUGAS überwacht wird. Zudem gilt ein Einsatzlimit von 1 Euro pro Spin bei Online-Slots, was den Spielerschutz stärken soll.
Was das für GGL-Casinos heißt
Die Entwicklung in Texas zeigt, dass selbst konservative Märkte das Potenzial von legalem Glücksspiel erkennen. Für GGL-lizenzierte Casinos in Deutschland bedeutet dieser globale Trend eine Bestätigung ihres Geschäftsmodells. Eine klare Regulierung, wie sie Jones für Texas fordert, ist die Basis für langfristiges Wachstum. In Deutschland sorgt die GGL dafür, dass der Wettbewerb fair bleibt und illegale Anbieter aus Curacao oder Malta konsequent verfolgt werden. Das Engagement von Schwergewichten wie Jerry Jones könnte zudem dazu führen, dass technologische Innovationen, wie etwa Live-Wetten-Features, schneller vorangetrieben werden, wovon letztlich auch lizenzierte deutsche Plattformen durch neue Softwarelösungen profitieren könnten.
Häufige Fragen
Warum setzt sich Jerry Jones für Sportwetten ein?
Jones sieht darin eine Möglichkeit, den Umsatz der Dallas Cowboys massiv zu steigern und das Fan-Interesse zu erhöhen. Er glaubt, dass legale Wetten die Attraktivität von Live-Übertragungen und Stadionbesuchen deutlich steigern und Texas zusätzliche Steuereinnahmen bringen.
Wie viel Geld könnte die NFL durch legale Wetten verdienen?
Laut einer Studie der Nielsen Group könnte die NFL jährlich bis zu 2,3 Milliarden Dollar zusätzlich einnehmen. Dieser Betrag resultiert vor allem aus teureren Medienrechten, neuen Sponsoring-Deals und leicht steigenden Ticketverkäufen durch engagiertere Fans.
Welche Bedingungen stellt Gouverneur Greg Abbott für eine Legalisierung?
Abbott möchte keine Spielautomaten in Supermärkten oder an jeder Straßenecke sehen und betont den Schutz vor Kriminalität. Wenn jedoch ein professionelles Unterhaltungsmodell ohne soziale Risiken präsentiert wird, signalisierte er Bereitschaft, entsprechende Gesetze der Legislative zu unterzeichnen.
Dürfen NFL-Teams bereits Partnerschaften mit Casinos eingehen?
Ja, die NFL hat ihre Regeln gelockert und erlaubt es Teams, Sponsoring-Verträge mit Casinos abzuschließen. Die Dallas Cowboys waren Vorreiter und schlossen einen exklusiven Deal mit dem WinStar World Casino in Oklahoma ab, um deren Logos und Markenrechte zu nutzen.
Was ist der Unterschied zwischen der Lage in Texas und in Deutschland?
In Texas sind Sportwetten noch komplett illegal, während Deutschland seit 2021 durch den GlüStV ein streng reguliertes System besitzt. Deutsche Spieler genießen durch die GGL-Aufsicht und Systeme wie LUGAS eine hohe Sicherheit, müssen aber Einschränkungen wie das 1.000-Euro-Limit hinnehmen.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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