Kein Casino für die Dallas Mavericks: Patrick Dumont trennt Arena und Resort
KI-GENERIERTMavericks-Besitzer Patrick Dumont bestätigt, dass die neue NBA-Arena ein eigenständiges Projekt bleibt. Das 51 Millionen Dollar teure Areal bietet keinen Platz für ein integriertes Casino-Resort.
Die Träume von einem gigantischen Glücksspiel-Tempel direkt neben der Heimspielstätte der Dallas Mavericks haben einen Dämpfer erhalten. Patrick Dumont, der nicht nur die Geschicke des NBA-Teams leitet, sondern auch als CEO von Las Vegas Sands fungiert, stellte klar, dass die neue Arena in North Dallas als eigenständiges Projekt vorangetrieben wird. Der ursprüngliche Plan, Sport und Casino-Unterhaltung an einem Ort zu vereinen, scheitert vorerst an ganz profanen Gründen: Der Platz reicht nicht aus. Auf dem Gelände der ehemaligen Valley View Mall, das für die neue Ära der Mavericks vorgesehen ist, lassen sich die architektonischen Ansprüche eines modernen NBA-Stadions und eines Luxus-Casinos nach Las Vegas Vorbild nicht gleichzeitig realisieren.
Das Gelände umfasst etwa 112 Hektar in der Nähe der Preston Road und des Lyndon B. Johnson Freeway. Während die Abrissbirnen das alte Einkaufszentrum bereits 2023 dem Erdboden gleichgemacht haben, läuft nun die Detailplanung für einen reinen Sport- und Unterhaltungsbezirk. Dumont betonte, dass die Arena für die nächsten 40 Jahre das Aushängeschild der Stadt sein soll. Das Ziel ist klar definiert: Die Mavericks sollen in Dallas bleiben, benötigen aber eine moderne Heimat, sobald der aktuelle Mietvertrag im American Airlines Center im Jahr 2031 ausläuft. Ein Casino wird dort definitiv nicht zu finden sein.
Zahlen und Fakten
Die finanziellen Dimensionen hinter diesem Vorhaben sind beachtlich. Unterlagen zufolge kontrollieren mit den Mavericks verbundene Unternehmen bereits über 100 Hektar Land. Für die Kaufoption zahlt die Tochtergesellschaft Arena Development Intermediate LLC derzeit monatlich 126.900 Dollar. Dieser Betrag wird ab Januar 2027 auf 274.950 Dollar pro Monat ansteigen, bis die Option im Januar 2028 endgültig ausgeübt werden muss. Der Gesamtkaufpreis für das Grundstück beläuft sich laut Vereinbarung auf rund 51 Millionen Dollar.
Zeitlich ist das Projekt auf die NBA-Saison 2031 und 2032 ausgerichtet. Dies korrespondiert mit dem Ende der aktuellen Pachtverträge. Interessanterweise geht der Lokalrivale, die Dallas Stars, einen anderen Weg und plant einen eigenen Bezirk in Plano. Für die Mavericks-Besitzer, zu denen auch Miriam Adelson gehört, die 2023 einen Anteil von fast 70 Prozent am Team erwarb, bleibt das Casino-Thema zwar auf der Agenda, aber räumlich und zeitlich völlig losgelöst.
„Es war mein Traum, beides nebeneinander zu realisieren. Wir werden die beiden Projekte jedoch separat betrachten müssen, was völlig in Ordnung ist.“ - Patrick Dumont, Gouverneur der Dallas Mavericks und CEO von Las Vegas Sands
Hintergrund
Die rechtliche Lage in Texas ist der größte Stolperstein für die Casino-Ambitionen der Familie Adelson-Dumont. Trotz massiver politischer Lobbyarbeit durch Las Vegas Sands gibt es im texanischen Senat erheblichen Widerstand. Vize-Gouverneur Dan Patrick gilt als entschiedener Gegner einer Ausweitung des Glücksspiels. Ohne eine Verfassungsänderung und eine anschließende landesweite Volksabstimmung bleiben Casino-Resorts in Texas illegal. Die Trennung der Arena-Pläne vom Casino-Projekt ist daher auch ein strategischer Schachzug, um den Bau des Stadions nicht durch politische Hürden zu gefährden.
Zusätzlich gibt es innerhalb der Stadt Dallas Debatten über den Standort. Kritiker wie der Entwickler Ray Washburne bemängeln die Lage in North Dallas und plädieren für eine Lösung im Stadtzentrum (Downtown), um die wirtschaftlichen Effekte besser zu nutzen. Dumont hält jedoch am Standort Valley View fest und konzentriert sich darauf, eine „Texas-große“ Erfahrung für die Fans zu schaffen, die ausschließlich auf Basketball und Unterhaltung ausgerichtet ist.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für deutsche Basketball-Fans und Hobby-Zocker hat diese Entwicklung vor allem eine informative Bedeutung. Wer hoffte, in ein paar Jahren zum NBA-Spiel nach Dallas zu fliegen und direkt nebenan am Roulette-Tisch zu sitzen, muss umplanen. In Deutschland ist die rechtliche Lage durch den Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) klar geregelt. Während in Texas noch um die Legalisierung gekämpft wird, haben deutsche Spieler Zugriff auf eine weiße Liste der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL). Hier gelten strenge Regeln wie das Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat über das LUGAS-System und das Einsatzlimit von einem Euro pro Spin bei Online-Slots. Solche Spielerschutzmaßnahmen sind in den USA oft deutlich weniger zentralisiert und variieren stark von Bundesstaat zu Bundesstaat.
Was das für GGL-Casinos heißt
Deutsche Anbieter mit GGL-Lizenz profitieren von der Rechtssicherheit, die in Märkten wie Texas noch völlig fehlt. Während Investoren in den USA Millionen in Lobbyarbeit stecken müssen, können sich lizenzierte Betreiber in Deutschland auf die Einhaltung der strengen deutschen Standards konzentrieren. Die Entwicklung in Dallas zeigt, wie komplex die Kopplung von Sport und Glücksspiel sein kann. In Deutschland ist Werbung für Sportwetten und Online-Casinos im Umfeld von Sportübertragungen durch den GlüStV 2021 stark reglementiert, um Minderjährige zu schützen. GGL-Casinos bieten im Vergleich zu den oft zitierten Anbietern aus Curacao oder von der MGA ein Höchstmaß an Sicherheit durch die Anbindung an die Sperrdatei OASIS.
Häufige Fragen
Wird es ein Casino in der neuen Dallas Mavericks Arena geben?
Nein, Patrick Dumont hat bestätigt, dass die Arena als eigenständiges Projekt ohne Casino entwickelt wird. Grund dafür ist der mangelnde Platz auf dem 112 Hektar großen Valley View Gelände.
Wann soll die neue Arena der Dallas Mavericks eröffnet werden?
Das Ziel für die Fertigstellung der neuen Heimspielstätte ist die NBA-Saison 2031 und 2032. Zu diesem Zeitpunkt läuft auch der aktuelle Mietvertrag der Mavericks im American Airlines Center aus.
Wie viel kostet das Grundstück für die neue Arena?
Die Mavericks-Tochtergesellschaft zahlt rund 51 Millionen Dollar für das Gelände der ehemaligen Valley View Mall. Bis zum Kaufabschluss fallen zudem monatliche Gebühren für die Kaufoption an.
Warum ist Casino-Glücksspiel in Texas so umstritten?
Die Legalisierung erfordert eine Änderung der texanischen Verfassung, gegen die sich konservative Politiker wie Vize-Gouverneur Dan Patrick stellen. Bisher kam es deshalb noch zu keiner landesweiten Abstimmung über Casino-Lizenzen.
Welche Regeln gelten für deutsche Spieler im Vergleich zu Texas?
In Deutschland ist Online-Glücksspiel durch den GlüStV 2021 bundesweit reguliert, inklusive Limits wie 1.000 Euro Einzahlung pro Monat. In Texas ist kommerzielles Casino-Glücksspiel derzeit komplett verboten und wartet auf eine gesetzliche Grundlage.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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