Casino-Streamer Mellstroy auf Zypern von Polizei aufgespürt
KI-GENERIERTDer berüchtigte Streamer Andrey Burim, bekannt als Mellstroy, wurde auf Zypern von Behörden lokalisiert. Ihm wird die illegale Promotion eines Casinos mit 7,46 Millionen Dollar Umsatz vorgeworfen.
Die Schlinge um den umstrittenen Casino-Streamer Andrey Burim, in der digitalen Welt besser bekannt unter seinem Pseudonym Mellstroy, scheint sich zuzuziehen. Wie der Streamer am 30. September 2026 in einem Video mitteilte, wurde er von der Polizei in der Republik Zypern ausfindig gemacht. Dieser Zugriff steht im direkten Zusammenhang mit einem laufenden Verfahren in Kasachstan, wo Burim wegen der Organisation illegalen Glücksspiels und aggressiver Werbekampagnen gesucht wird. Sein aktueller rechtlicher Status bleibt jedoch undurchsichtig, da offizielle Bestätigungen einer Festnahme durch die zyprischen Behörden oder die kasachische Finanzüberwachungsbehörde (AFM) noch ausstehen.
Burim, der die Staatsbürgerschaft von Belarus besitzt, hielt sich bereits seit Ende 2025 auf Zypern auf und gab damals an, das Land aufgrund einer Interpol-Notiz nicht verlassen zu können. Während sein Name in der öffentlichen Red-Notice-Datenbank von Interpol nicht auftaucht, betont die Organisation oft, dass die meisten Warnungen nur für Strafverfolgungsbehörden sichtbar sind. Die jüngsten Entwicklungen deuten darauf hin, dass die lokalen Behörden nun aktiv geworden sind, um den Aufenthaltsort des Streamers für die kasachische Justiz zu sichern.
Zahlen und Fakten
Die Vorwürfe gegen den 26-jährigen Streamer sind massiv. Die kasachische Finanzüberwachungsbehörde AFM leitete die Ermittlungen bereits am 17. November 2025 ein. Kernpunkt ist die Promotion der Webseite Mellstroy.game über soziale Netzwerke wie TikTok und YouTube Shorts. Laut AFM wurden Teilnehmer durch Challenges dazu animiert, Videos mit dem Logo und Links des Casinos zu verbreiten. Im März gab die Behörde bekannt, dass ein Netzwerk um Burim und einen weiteren Blogger, Ilyar Yuashev, insgesamt 22 Scheinfirmen und diverse Zahlungstools nutzte.
Durch diese Strukturen sollen im Zeitraum von 2024 und 2025 Gelder in Höhe von über 3,6 Milliarden Tenge (KZT) geflossen sein. Basierend auf dem offiziellen Wechselkurs der Nationalbank von Kasachstan vom 24. März 2026 entspricht dies einer Summe von etwa 7,46 Millionen US-Dollar. Es ist jedoch unklar, welcher Anteil dieser Summe direkt auf die Marke Mellstroy.game entfällt. Ein kasachisches Gericht hat bereits die Untersuchungshaft in Abwesenheit angeordnet und Burim auf die internationale Fahndungsliste gesetzt.
Hintergrund
Mellstroy ist kein unbeschriebenes Blatt in der Welt der Internet-Skandale. Neben den aktuellen Casino-Vorwürfen wurde er in Russland bereits wegen eines tätlichen Angriffs auf eine Frau während eines Live-Streams verurteilt. In seinem Heimatland Belarus wurden seine Kanäle und Logos im November 2025 als extremistisches Material eingestuft. Die dortige Justiz wirft ihm vor, Zuschauer zu Hooliganismus und Störungen der öffentlichen Ordnung angestiftet zu haben.
„Wenn ihr eines meiner Videos reposter oder auch nur meinen Nutzernamen erwähnt und erwischt werdet, könnten euch administrative oder strafrechtliche Konsequenzen wegen Extremismus drohen. Seid vorsichtig.“ - Andrey Burim, Streamer (Mellstroy)
Trotz dieser massiven rechtlichen Probleme pflegt Burim weiterhin eine enorme Reichweite mit über 3 Millionen Followern auf Instagram und fast einer Million Abonnenten auf Telegram. Seine Popularität speist sich aus provokanten Inhalten, aggressiver Werbung für teils zwielichtige Buchmacher und bizarren öffentlichen Herausforderungen, die in der Vergangenheit sogar zu Verhaftungen von Fans in Kasachstan führten.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für deutsche Spieler ist dieser Fall eine eindringliche Warnung vor der Nutzung von Plattformen, die durch nicht lizensierte Influencer beworben werden. In Deutschland ist das Anbieten und Bewerben von Online-Glücksspiel streng durch den Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) geregelt. Streamer wie Mellstroy operieren oft in einem rechtlichen Vakuum oder bewerben Anbieter mit Lizenzen aus Curacao oder der MGA, die in Deutschland keine Gültigkeit für den legalen Markt besitzen. Wer auf solchen Seiten spielt, setzt sich nicht nur dem Risiko aus, Gewinne nicht ausgezahlt zu bekommen, sondern verstößt unter Umständen selbst gegen geltendes Recht.
In Deutschland schützt die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) die Spieler durch die Whitelist. Nur dort aufgeführte Anbieter halten sich an das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro und das Einsatzlimit von 1 Euro pro Spielrunde bei Slots. Zudem erfolgt ein Abgleich mit dem LUGAS-System, um Spielsucht vorzubeugen. Fälle wie Mellstroy zeigen, dass hinter der glitzernden Fassade von High-Stakes-Streams oft kriminelle Netzwerke und Geldwäsche stehen, die von staatlichen Behörden weltweit gejagt werden.
Was das für GGL-Casinos heißt
Legale Anbieter mit GGL-Lizenz distanzieren sich strikt von derartigen Werbepraktiken. Das deutsche Recht verbietet aggressives Marketing, das sich an Minderjährige richtet oder durch irreführende Gewinnversprechen lockt. Die Ermittlungen gegen Mellstroy und die 22 Scheinfirmen unterstreichen die Notwendigkeit der strengen Transparenzregeln, denen sich deutsche Lizenznehmer unterwerfen müssen. Während illegale Anbieter versuchen, durch Streamer und soziale Medien regulatorische Hürden zu umgehen, setzen GGL-Casinos auf nachhaltigen Spielerschutz und rechtssichere Abläufe.
Häufige Fragen
Wo wurde der Streamer Mellstroy aufgespürt?
Andrey Burim, bekannt als Mellstroy, wurde nach eigenen Angaben von der Polizei in der Republik Zypern lokalisiert. Er gab in einem Video am 30. September 2026 bekannt, dass die Behörden seinen Aufenthaltsort im Rahmen eines kasachischen Rechtshilfeersuchens festgestellt haben.
Welche Summen sind in den Fall verwickelt?
Die kasachische Finanzüberwachungsbehörde AFM spricht von über 3,6 Milliarden Tenge, was etwa 7,46 Millionen US-Dollar entspricht. Diese Gelder wurden angeblich über ein Netzwerk aus 22 Scheinfirmen im Zeitraum 2024 und 2025 bewegt.
Warum wird Andrey Burim international gesucht?
Ihm wird vorgeworfen, eine großangelegte Werbekampagne für das illegale Online-Casino Mellstroy.game organisiert zu haben. Zudem liegen in Belarus Vorwürfe wegen Extremismus und in Russland wegen Körperverletzung gegen ihn vor.
Ist Mellstroy bei Interpol gelistet?
In der öffentlich einsehbaren Datenbank für Red Notices von Interpol ist sein Name derzeit nicht zu finden. Dies schließt jedoch eine interne Fahndung nicht aus, da viele Ausschreibungen nur für offizielle Sicherheitsorgane zugänglich sind.
Darf man in Deutschland bei Casinos spielen, die von Mellstroy beworben werden?
Nein, in Deutschland dürfen Spieler nur bei Anbietern teilnehmen, die auf der offiziellen Whitelist der GGL stehen. Die von Mellstroy beworbenen Plattformen besitzen keine deutsche Lizenz und sind nach dem GlüStV 2021 illegal.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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