Merkur Bets startet Technologie-Offensive mit EveryMatrix Integration
KI-GENERIERTDie Merkur Group migriert ihre dänischen Aktivitäten auf die EveryMatrix-Plattform. Damit werden über 1.000 Wettterminals in 230 Shops und das Online-Angebot vereinheitlicht.
Die Merkur Group treibt ihre technologische Modernisierung in Europa mit großen Schritten voran. Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist die Zusammenarbeit mit dem Software-Spezialisten EveryMatrix. In Dänemark wurde dieser Prozess nun erfolgreich abgeschlossen. Die Marke Merkur Bets, die dort bis vor kurzem noch unter dem Namen Cashpoint firmierte, nutzt ab sofort die Omnichannel-Plattform des Anbieters. Dies betrifft nicht nur das digitale Geschäft, sondern auch die umfangreiche stationäre Präsenz. Die Umstellung markiert den Beginn einer großflächigen Migration, die als Nächstes die Märkte in Deutschland, Österreich und Belgien erfassen soll.
Der Wechsel auf eine externe Plattform-Technologie ist für ein Schwergewicht wie die Merkur Group ein bemerkenswerter Schritt. Bisher setzte das Unternehmen in vielen Bereichen auf hauseigene Lösungen. Mit der Entscheidung für EveryMatrix reagiert man auf die steigenden Anforderungen an Flexibilität und Skalierbarkeit im modernen Glücksspielmarkt. Das Ziel ist klar definiert: Eine konsistente Produktbasis über alle regulierten europäischen Märkte hinweg zu schaffen. Damit können Neuerungen schneller implementiert und betriebliche Abläufe effizienter gestaltet werden.
Zahlen und Fakten
Die Dimensionen dieses Projekts in Dänemark sind beeindruckend. Insgesamt wurden mehr als 1.000 Wettterminals in über 230 Wettshops erfolgreich migriert. EveryMatrix liefert hierbei eine sogenannte Turnkey-Lösung, die das gesamte Spektrum vom Sportwetten-Frontend bis hin zum Backend-Management abdeckt. Die Merkur Group, die im Jahr 2024 einen Jahresumsatz von rund 2,8 Milliarden Euro mit weltweit fast 15,000 Mitarbeitern erwirtschaftete, setzt damit ein deutliches Zeichen für ihre internationale Wachstumsambition. Rund 60 Prozent des Umsatzes werden mittlerweile im Ausland erzielt, was die Bedeutung der technologischen Harmonisierung unterstreicht.
Jonas Grös, Co-Chief Executive Officer von EveryMatrix, betont die Komplexität des Projekts:
„Die Zusammenführung der stationären Standorte, des Online-Sportwettenangebots und des Casinos auf unserer Technologie in Dänemark ist eine komplexe Omnichannel-Bereitstellung. Dass wir über 1.000 Wettterminals und 230 Shops erfolgreich live geschaltet haben, beweist die Skalierbarkeit und Flexibilität unserer Plattform.“
Hintergrund
Die Suche nach einem neuen Technologiepartner begann bereits Anfang 2025. Die Merkur Group wollte weg von isolierten Einzellösungen hin zu einer modernen Plattform, die auch Online-Casinos nahtlos integrieren kann. Ein wichtiger Teil des Prozesses war das Rebranding. In Dänemark wurde der Name Cashpoint im September 2026 aufgegeben und durch die internationale Marke Merkur Bets ersetzt. Dieser Schritt dient der Vereinheitlichung des Markenauftritts in Europa. Die Zusammenarbeit mit EveryMatrix umfasst auch die belgische Marke Betcenter. EveryMatrix selbst ist ein etablierter Akteur, der unter anderem für staatliche Lotterien wie Danske Spil oder Veikkaus arbeitet und über 1.500 Mitarbeiter in 16 Ländern beschäftigt.
Mathias Dahms, Managing Director Sports Betting bei der Merkur Group, erklärt den strategischen Wert:
„Der Live-Gang mit EveryMatrix in Dänemark ist ein wichtiger Schritt in unserer Strategie, ein konsistentes Produkt und eine technologische Grundlage in unseren europäischen Märkten zu schaffen. Dieser erfolgreiche Start gibt uns Vertrauen für weitere Markenmigrationen in Europa.“
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für Kunden in Deutschland ist diese Nachricht von hoher Relevanz, da Deutschland als einer der nächsten Zielmärkte für die Plattform-Migration genannt wurde. Wenn Merkur Bets hierzulande auf die EveryMatrix-Technologie umstellt, dürfen Spieler mit einer moderneren Benutzeroberfläche und stabileren Systemen rechnen. Wichtig ist jedoch, dass sich an den strengen Regeln des Glücksspielstaatsvertrags 2021 (GlüStV 2021) nichts ändert. Auch auf der neuen Plattform müssen das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro sowie das Einsatzlimit von einem Euro pro Spin bei virtuellen Automatenspielen strikt eingehalten werden. Die Anbindung an das zentrale Sperrsystem OASIS und das Überwachungssystem LUGAS bleibt obligatorisch.
Deutsche Spieler profitieren davon, dass die Merkur Group konsequent auf Regulierung setzt. Merkur Bets ist ein auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) geführter Anbieter. Die technologische Erneuerung durch EveryMatrix, die als erster iGaming-Zulieferer die WLA-Zertifizierung für sichereres Glücksspiel erhielten, unterstreicht den Fokus auf Spielerschutz und Konformität. Das bedeutet für die Nutzer Sicherheit und Fairness in einem staatlich kontrollierten Umfeld.
Was das für GGL-Casinos heißt
Die Modernisierung bei Merkur Bets erhöht den Wettbewerbsdruck auf andere Anbieter mit deutscher Lizenz. Wenn ein Traditionsunternehmen wie Merkur seine technologische Basis radikal erneuert, müssen Konkurrenten nachziehen, um bei Nutzererfahrung und Ladezeiten konkurrenzfähig zu bleiben. Es zeigt sich ein Trend, dass auch große Betreiber verstärkt auf spezialisierte B2B-Partner wie EveryMatrix setzen, statt alles intern zu entwickeln. Dies führt langfristig zu einem höheren technologischen Standard im gesamten legalen deutschen Markt, was wiederum die Attraktivität der lizenzierten Angebote gegenüber dem Schwarzmarkt aus Curacao oder Malta steigert.
Häufige Fragen
Was ändert sich für die Marke Merkur Bets in Dänemark?
Die Marke wurde im September 2026 von Cashpoint in Merkur Bets umbenannt und nutzt nun die technologische Plattform von EveryMatrix. Damit werden Online-Angebote und über 1.000 stationäre Wettterminals auf einem System vereint.
Welche Märkte sind neben Dänemark von der Umstellung betroffen?
Nach dem erfolgreichen Start in Dänemark plant die Merkur Group, auch ihre Aktivitäten in Deutschland, Österreich und Belgien auf die EveryMatrix-Technologie zu migrieren. Ziel ist eine einheitliche europäische Plattform-Strategie.
Wer ist EveryMatrix und warum arbeitet Merkur mit ihnen zusammen?
EveryMatrix ist ein spezialisierter Softwareanbieter für die iGaming-Branche mit über 1.500 Mitarbeitern. Die Merkur Group nutzt deren Technologie, um flexibler und skalierbarer zu agieren und Online-Casino sowie Sportwetten besser zu verzahnen.
Bleiben die deutschen Spielerschutzregeln bei einem Plattformwechsel bestehen?
Ja, absolut. Unabhängig von der verwendeten Software müssen Anbieter mit GGL-Lizenz alle Vorgaben des GlüStV 2021 erfüllen. Dazu gehören das 1.000-Euro-Einzahlungslimit, die LUGAS-Anbindung und die 5-Sekunden-Regel bei Slots.
Teilen
Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
Alle Artikel von Lisa Lustich →Quellen & weiterführende Links
Whitelist erlaubter Online-Anbieter
Redaktionsrichtlinien Lustich.de
BZgA Spielsucht-Hotline: 0800 1 372 700
Glücksspiel kann süchtig machen. Spielen Sie verantwortungsbewusst. Hilfe und Beratung unter 0800 1 372 700 (BZgA, kostenlos & anonym).
Verwandte Themen
Weiterführende Artikel
KI-GENERIERTNFL vertieft Partnerschaft mit Midnite: Fokus auf den britischen und irischen Markt
Der Sportwettenanbieter Midnite wird offizieller Partner der NFL in Großbritannien und Irland. Die Vereinbarung läuft bis zum 31. März 2029 für ein Fan-Publikum von 17 Millionen.
KI-GENERIERTKalifornien verschärft Gesetz gegen illegales Glücksspiel: Newsom unterzeichnet AB 2001
Gouverneur Gavin Newsom hat am 6. Oktober 2026 das Gesetz AB 2001 unterzeichnet, um den Zugriff auf Kriminalregister für die Verfolgung von illegalem Glücksspiel zu erleichtern.
KI-GENERIERTTürkei in der Schuldenfalle: Digitale Glücksspiel-Krise spitzt sich dramatisch zu
Eine multidisziplinäre Studie offenbart massive Probleme mit Online-Glücksspiel in der Türkei. 84 Prozent der Hilfesuchenden leiden unter Spielschulden.










