MGM Resorts und CountR GmbH von Glücksspielbehörde in Pennsylvania bestraft
KI-GENERIERTDie Pennsylvania Gaming Control Board (PGCB) verhängt Bußgelder über insgesamt 100.250 US-Dollar gegen den Casinoriesen MGM und den deutschen Zulieferer CountR GmbH.
Die regulatorischen Daumenschrauben in den USA werden spürbar angezogen. Die Pennsylvania Gaming Control Board (PGCB) hat kürzlich zwei bedeutende Zustimmungsvereinbarungen verabschiedet, die MGM Resorts International und die CountR GmbH zur Kasse bitten. Insgesamt müssen die Unternehmen über 100.000 US-Dollar an Strafen zahlen, da sie grundlegende Compliance-Vorgaben missachtet haben. Diese Vorfälle zeigen deutlich, dass selbst Branchengrößen und spezialisierte Technik-Zulieferer nicht vor den strengen Augen der Aufsichtsbehörden sicher sind, wenn es um bürokratische Sorgfaltspflichten geht.
Besonders pikant ist der Fall der CountR GmbH, einer Firma mit Sitz in Kleinmachnow, Deutschland. Das Unternehmen, das Kiosksysteme und Ticket-Einlösungsgeräte für Casinos weltweit bereitstellt, geriet wegen eines nicht genehmigten Kontrollwechsels und unbezahlter Lizenzgebühren ins Visier der PGCB. Der Zulieferer hält Lizenzen für Tischspiele und Spielautomaten in Pennsylvania und ist damit direkt der staatlichen Aufsicht unterworfen. Solche Versäumnisse wiegen in einem so streng regulierten Markt wie dem US-Glücksspielsektor schwer, da jede Änderung in der Eigentümerstruktur vorab geprüft werden muss.
Zahlen und Fakten
Die konkreten Summen sind für die beteiligten Unternehmen schmerzhaft, aber vor allem ein Signal an die gesamte Branche. MGM Resorts wurde zu einer Zahlung von 50.250 US-Dollar verurteilt. Der Grund war das Versäumnis, einen sogenannten „Principal“, also einen leitenden Angestellten oder Direktor, rechtzeitig für eine Lizenz anzumelden. Nach den geltenden Vorschriften in Pennsylvania muss eine solche Person innerhalb von 30 Tagen nach Aufnahme ihrer Tätigkeit eine umfassende Offenlegung der persönlichen Historie einreichen. MGM versäumte diese Frist, was rechtlich als Beschäftigung einer nicht lizenzierten Person in einer lizenzpflichtigen Position gewertet wird.
Die CountR GmbH wurde mit einer Strafe von 50.000 US-Dollar belegt. Hier ging es primär um die Begleichung ausstehender Lizenzgebühren und den bereits erwähnten unangekündigten Kontrollwechsel. Neben der Geldstrafe musste das Unternehmen mehreren Bedingungen zustimmen. Dazu gehört die Verpflichtung, die PGCB sofort vertraulich zu informieren, sobald Änderungen an den Eigentumsverhältnissen oder dem finanziellen Status bekannt werden. Zudem muss CountR sicherstellen, dass alle Angaben über Tochtergesellschaften und Schlüsselmitarbeiter absolut korrekt sind.
Hintergrund
Diese aktuellen Bußgelder sind nur die Spitze des Eisbergs einer größeren Welle von Durchsetzungsmaßnahmen. Im März 2026 wurde bereits BetMGM von der PGCB zu einer Strafe von 100.000 US-Dollar verdonnert. Damals waren mangelhafte Know-Your-Customer-Protokolle (KYC) der Auslöser. Diese Lücken führten dazu, dass Betrügerringe über 1.500 Konten mit gestohlenen Identitäten eröffnen und Einsätze in Millionenhöhe tätigen konnten. Ein Ring allein setzte über 229.000 US-Dollar um, während andere Gruppen fast 900.000 US-Dollar durch das System schleusten.
Vergleicht man dies mit den massiven Strafen in Nevada, wird das Ausmaß der regulatorischen Kontrolle noch deutlicher. Dort wurden 2025 Bußgelder in Höhe von fast 27 Millionen US-Dollar gegen Betreiber wie Caesars, MGM und Resorts World verhängt. Dabei ging es vor allem um eklatante Verstöße gegen Anti-Geldwäsche-Gesetze (AML) im Zusammenhang mit illegalen Buchmachern wie Mathew Bowyer. MGM musste in Nevada im April 2025 bereits 8,5 Millionen US-Dollar zahlen, weil Führungskräfte trotz Warnungen illegale Buchmacher an ihren Tischen duldeten.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für deutsche Spieler, die sich auf dem hiesigen Markt bewegen, sind diese internationalen Nachrichten ein wichtiger Indikator für die Professionalität der Betreiber. In Deutschland regelt der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) den Markt extrem strikt. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) führt eine sogenannte Whitelist. Nur Anbieter, die dort gelistet sind, dürfen legal Online-Slots oder Sportwetten anbieten. Wer bei einem solchen Anbieter spielt, profitiert von strengen Limits: Das Einzahlungslimit liegt standardmäßig bei 1.000 Euro pro Monat, und die Einsätze an Online-Automaten sind auf 1 Euro pro Spiel begrenzt.
Das System LUGAS überwacht diese Limits anbieterübergreifend. Die Nachricht aus Pennsylvania zeigt, dass Behörden weltweit keine Fehler bei der Lizenzierung dulden. Wer in Deutschland bei einem Anbieter ohne GGL-Lizenz spielt, hat im Streitfall oder bei Auszahlungsproblemen kaum rechtliche Handhabe. Die strengen Kontrollen bei MGM und CountR sollten deutsche Nutzer darin bestärken, ausschließlich legale Plattformen zu nutzen, da dort die persönliche Zuverlässigkeit der Hintermänner – ähnlich wie nun von der PGCB erzwungen – durch die GGL strengstens geprüft wird.
Was das für GGL-Casinos heißt
Für Betreiber mit einer GGL-Lizenz in Deutschland ist das Schicksal von CountR eine Warnung. Auch hierzulande müssen Personalveränderungen in der Führungsebene oder Änderungen in den Beteiligungsverhältnissen unverzüglich gemeldet werden. Die Zuverlässigkeitsprüfung ist das Herzstück der deutschen Regulierung. Wenn ein Unternehmen wie CountR in den USA wegen mangelnder Kommunikation sanktioniert wird, könnte dies theoretisch auch Auswirkungen auf deren Reputation in Europa haben. Die Vernetzung der globalen Glücksspielaufsicht nimmt stetig zu. Verstöße gegen Compliance-Regeln, egal ob in den USA oder in Deutschland, führen heute schneller denn je zu empfindlichen Geldstrafen oder gar zum Entzug der Konzession.
„Es ist rechtswidrig, eine Person in einer Position zu beschäftigen, die eine Lizenz erfordert, ohne dass diese die erforderliche Zulassung besitzt." - Feststellung der Pennsylvania Gaming Control Board (PGCB)
Häufige Fragen
Warum wurde MGM Resorts in Pennsylvania bestraft?
MGM versäumte es, einen leitenden Angestellten rechtzeitig zur Lizenzierung anzumelden. Nach dem Gesetz müssen solche Personalien innerhalb von 30 Tagen nach Dienstantritt gemeldet werden, was MGM nicht tat.
Welche Rolle spielt das deutsche Unternehmen CountR GmbH in diesem Fall?
CountR ist ein Zulieferer von Casino-Equipment wie Auszahlungsautomaten. Die Firma wurde bestraft, weil sie einen Eigentümerwechsel nicht ordnungsgemäß meldete und fällige Lizenzgebühren nicht bezahlte.
Wie hoch waren die Bußgelder insgesamt?
Insgesamt beliefen sich die Geldstrafen auf 100.250 US-Dollar. MGM zahlte 50.250 US-Dollar und CountR GmbH wurde mit 50.000 US-Dollar zur Kasse gebeten.
Gab es in der Vergangenheit ähnliche Vorfälle bei diesen Unternehmen?
Ja, die Tochtergesellschaft BetMGM wurde im März 2026 bereits zu 100.000 US-Dollar Strafe verurteilt. Damals ging es um massive Sicherheitslücken bei der Identitätsprüfung von Kundenkonten.
Was sollten deutsche Spieler bei der Anbieterwahl beachten?
Spieler sollten nur bei Anbietern mit einer Lizenz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) spielen. Diese Casinos halten sich an den GlüStV 2021, bieten Spielerschutzmaßnahmen wie LUGAS und werden auf Zuverlässigkeit geprüft.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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