MGM Resorts: Übernahmeangebot durch People offiziell zurückgezogen
KI-GENERIERTDie geplante Übernahme von MGM Resorts durch Barry Dillers Unternehmen People ist gescheitert. Der Deal hätte den Konzern mit stolzen 18 Milliarden US-Dollar bewertet.
Die Welt der Glücksspielgiganten kommt nicht zur Ruhe. MGM Resorts International bleibt vorerst ein eigenständiges börsennotiertes Unternehmen. Barry Diller und sein Medienunternehmen People haben ihr Vorhaben aufgegeben, den Betreiber komplett zu schlucken. Dieser Schritt beendet Spekulationen, die seit Juni die Branche in Atem hielten. Damals wurde bekannt, dass People die restlichen 73 Prozent der Aktien erwerben wollte, die sich noch nicht im Besitz von Dillers Imperium befanden.
Die Nachricht platzte mitten in eine Phase, in der MGM Resorts massiv in seine digitale Zukunft investiert. Während landbasierte Casinos wie das Bellagio in Las Vegas weiterhin das Aushängeschild bilden, gewinnt das Online-Segment durch Marken wie BetMGM und die 2022 erfolgte Übernahme von LeoVegas für rund 607 Millionen US-Dollar massiv an Bedeutung. Der plötzliche Rückzug von People zeigt, dass selbst bei einer Bewertung von 18 Milliarden US-Dollar die Komplexität solcher Megadeals oft unterschätzt wird.
Zahlen und Fakten
Barry Diller, Vorsitzender und leitender Angestellter von People, hält mit seinem Unternehmen derzeit etwa 66,8 Millionen Aktien an MGM Resorts. Dies entspricht einem Anteil von rund 27 Prozent. Das Übernahmeangebot zielte darauf ab, das Unternehmen von der Börse zu nehmen und privat weiterzuführen. Paul Salem, Vorsitzender des MGM-Verwaltungsrats, betonte nach dem Rückzug, dass man sich auf die starke Position in Las Vegas und regionale Liegenschaften verlassen könne.
„Es gibt viele Zutaten, die in einen Vorschlag dieser Art einfließen, bevor er abgeschlossen werden kann. Wir hatten nicht das Gefühl, dass die Mischung so zusammenkam, wie wir es gehofft hatten, und haben beschlossen, die Privatisierung des Unternehmens zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiter zu verfolgen.“ - Barry Diller, Chairman von People
Interessanterweise muss MGM Resorts parallel einen kleinen juristischen Dämpfer hinnehmen. Das Pennsylvania Gaming Control Board (PGCB) verhängte eine Strafe in Höhe von 50.250 US-Dollar gegen das Unternehmen. Grund dafür war das Versäumnis, einen Antrag auf eine Hauptlizenz rechtzeitig einzureichen. Auch das deutsche Unternehmen CountR, das in Pennsylvania tätig ist, wurde mit einer Strafe von 50.000 US-Dollar belegt, da ein Kontrollwechsel der Lizenz nicht genehmigt wurde und Gebühren unbezahlt blieben.
Hintergrund
Die Geschichte von MGM Resorts ist geprägt von großen Übernahmen und beendeten Verhandlungen. Bereits im Januar 2021 gab es ähnliche Schlagzeilen, als MGM das Interesse an einer Übernahme von Entain (ehemals GVC Holdings) verlor und alle Angebote zurückzog. Der Fokus liegt nun verstärkt auf internationalen Märkten. Besonders das Projekt MGM Osaka in Japan und die Tochtergesellschaft MGM China gelten als wesentliche Treiber für den zukünftigen Shareholder Value.
Die Tochtergesellschaft BetMGM zeigt weiterhin ein starkes Momentum, was für MGM Resorts als eigenständiges Unternehmen von zentraler Bedeutung ist. Die Integration von LeoVegas, einem Spezialisten für mobiles Gaming, der Lizenzen in acht Jurisdiktionen hält, unterstreicht den Wandel vom reinen Casinobetreiber zum globalen Tech-Konzern. LeoVegas erwirtschaftete im Jahr bis März 2022 einen Umsatz von 393 Millionen Euro und ein bereinigtes EBITDA von 48 Millionen Euro.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für deutsche Spieler bleibt die Situation stabil, da MGM durch die Übernahme von LeoVegas indirekt auf dem europäischen Markt präsent ist. In Deutschland unterliegt das Online-Glücksspiel strengen Regeln durch den Glücksspielstaatsvertrag 2021. Anbieter, die auf der sogenannten LUGAS-Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) stehen, müssen strikte Limits einhalten. Dazu gehören das Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat über alle Anbieter hinweg und das Einsatzlimit von maximal 1 Euro pro Spielrunde an virtuellen Automaten.
Wer bei einem lizenzierten Anbieter spielt, genießt den Schutz deutscher Gesetze. Internationale Konzernentscheidungen wie der Rückzug des Übernahmeangebots durch People haben keinen direkten Einfluss auf die Verfügbarkeit der Spiele oder die Sicherheit der Guthaben. Es zeigt jedoch, dass die Branche in einem ständigen Konsolidierungsprozess steckt. Für Spieler bedeutet eine stabil geführte MGM-Gruppe eher Kontinuität bei den angebotenen Plattformen wie LeoVegas, die für ihre mobile Nutzerfreundlichkeit bekannt sind.
Was das für GGL-Casinos heißt
Deutsche Casinos mit GGL-Lizenz agieren in einem hochregulierten Umfeld, das sich deutlich von den Freiheiten in Las Vegas unterscheidet. Der geplatzte Deal erinnert daran, dass Kapitalstärke allein nicht ausreicht, um in diesem Markt langfristig zu bestehen. Compliance und regulatorische Sauberkeit sind die Währung der Stunde. Die GGL überwacht streng, ob die Anbieter die Anschlussprüfung an das zentrale Sperrsystem OASIS und das Aktivitäts-Kontrollsystem LUGAS ernst nehmen.
Globale Giganten wie MGM müssen ihre Strategien an lokale Gesetze anpassen. Die Strafe in Pennsylvania wegen formaler Fehler zeigt, dass selbst Marktführer nicht vor Sanktionen gefeit sind. GGL-lizenzierte Unternehmen in Deutschland sollten dies als Mahnung verstehen, administrative Prozesse und Lizenzanträge mit höchster Priorität zu behandeln, um ihren Status auf der Whitelist nicht zu gefährden.
Häufige Fragen
Warum wurde das Übernahmeangebot für MGM Resorts zurückgezogen?
Barry Diller gab an, dass die notwendigen Faktoren für einen erfolgreichen Abschluss des 18-Milliarden-Dollar-Deals nicht optimal zusammenkamen. People entschied sich daher gegen die Privatisierung des Unternehmens, bleibt aber mit 27 Prozent weiterhin Großaktionär.
Wie hoch ist der aktuelle Anteil von Barry Dillers Unternehmen an MGM?
Das Unternehmen People hält derzeit etwa 66,8 Millionen Aktien von MGM Resorts International. Dies entspricht einer Beteiligung von circa 27 Prozent am gesamten Aktienkapital des Glücksspielkonzerns.
Welche Rolle spielt LeoVegas im MGM-Konzern?
MGM Resorts übernahm LeoVegas im Jahr 2022 für etwa 607 Millionen US-Dollar, um die internationale digitale Präsenz zu stärken. LeoVegas bringt Expertise im Bereich Mobile-Gaming und Lizenzen aus acht verschiedenen europäischen Jurisdiktionen in die Gruppe ein.
Sind deutsche Spieler von den Änderungen bei MGM betroffen?
Nein, für deutsche Kunden ändert sich nichts, da MGM über lizenzierte Tochtermarken wie LeoVegas agiert. Diese müssen sich weiterhin strikt an den deutschen Glücksspielstaatsvertrag 2021 und die Vorgaben der GGL halten.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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