Sphere in Maryland: 215 Millionen Dollar für neue Entertainment-Kugel bewilligt
KI-GENERIERTPrince George's County genehmigt massive Fördermittel für eine Las-Vegas-Kugel in Maryland. Das 1,4 Milliarden Dollar Projekt soll jährlich zwei Millionen Besucher anziehen.
Maryland steht kurz davor, eine eigene architektonische Ikone zu erhalten. Was in Las Vegas als visuelles Spektakel begann, soll nun im National Harbor Realität werden. Die Verantwortlichen in Prince George's County haben den Weg für ein gigantisches Bauprojekt freigemacht, das nicht nur die Skyline verändern, sondern auch die lokale Wirtschaft massiv ankurbeln soll. Es geht um die Sphere, eine hochmoderne Veranstaltungshalle, die mit ihrer leuchtenden LED-Fassade weltweit für Schlagzeilen sorgt.
Das Projekt ist ambitioniert und kostspielig. Mit einem Gesamtvolumen von 1,4 Milliarden US-Dollar ist die Sphere National Harbor ein Kraftakt für die Region. Der County Council hat nun einstimmig beschlossen, bis zu 215 Millionen US-Dollar an speziellen Obligationsanleihen bereitzustellen. Dieser Schritt markiert einen Wendepunkt für das Vorhaben, das in der Vergangenheit durchaus mit Gegenwind zu kämpfen hatte. Besonders die Finanzierung durch Steuerzahler stand im Fokus der Kritik, doch die Prognosen der Experten scheinen die Skeptiker vorerst überzeugt zu haben.
Zahlen und Fakten
Die geplante Arena wird Platz für 6.000 Zuschauer bieten. Damit ist sie zwar deutlich kleiner als das Original in Las Vegas mit seinen 17.600 Plätzen, soll aber technisch in der gleichen Liga spielen. Sowohl die Außenhaut als auch das Innere werden mit hochauflösenden LED-Displays ausgestattet sein. Laut einer Studie von Ernst & Young wird erwartet, dass die Sphere jährlich mehr als zwei Millionen Besucher anlockt. Davon wird etwa die Hälfte der Gäste über Nacht in der Region bleiben.
Ein entscheidender Faktor für die lokale Wirtschaft ist das Ausgabeverhalten dieser Touristen. Die Studie schätzt, dass Übernachtungsgäste im Durchschnitt 820 US-Dollar für Unterkünfte, Verpflegung, Transport, Unterhaltung und Glücksspiel ausgeben werden. In der Summe soll das Projekt jährlich etwa 63 Millionen US-Dollar an lokalen Steuereinnahmen generieren. Während der Bauphase werden voraussichtlich 3.350 Arbeitsplätze geschaffen, im laufenden Betrieb könnten es bis zu 7.100 direkte und indirekte Stellen sein.
Hintergrund
Hinter dem Projekt steht Sphere Entertainment, ein Unternehmen unter der Kontrolle des New Yorker Milliardärs James Dolan. Sein Imperium umfasst bereits Legenden wie den Madison Square Garden, die Radio City Music Hall sowie die Sportteams New York Knicks und New York Rangers. Trotz dieses Reichtums ist die Nutzung öffentlicher Mittel umstritten. Die bewilligten 215 Millionen US-Dollar setzen sich unter anderem aus 130 Millionen US-Dollar für Infrastrukturmaßnahmen und einem Parkhaus im Wert von 40 Millionen US-Dollar zusammen. Dolan wird diese Summen über zukünftige Einnahmen aus Grund-, Verkaufs-, Hotel- und Vergnügungssteuern zurückzahlen.
Nicht alles lief bisher glatt. Im Sommer äußerte die Federal Aviation Administration (FAA) Bedenken. Da sich das Gelände in der Nähe des Ronald Reagan Washington National Airport befindet, gab es Befürchtungen, dass die enorme Lichtintensität der LED-Fassade den Flugverkehr stören könnte. Dennoch verteidigt die Landrätin Aisha Braveboy das Projekt vehement. Sie sieht darin eine Chance, die Region als erstklassiges Ziel für Unterhaltung und Tourismus zu etablieren.
„Die Investition wird der Region erhebliche wirtschaftliche Vorteile bringen.“ - Aisha Braveboy, County Executive von Prince George's County
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für deutsche Casinofreunde mag ein Projekt in Maryland weit weg klingen, doch die Sphere ist ein Symbol für die moderne Verknüpfung von Entertainment und Glücksspiel. Wer aus Deutschland eine Reise plant, muss beachten, dass in den USA völlig andere Regeln gelten als unter dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021). In Maryland wird Glücksspiel lokal reguliert, während deutsche Spieler daheim an die strengen Regeln der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) gebunden sind. Dazu gehören das Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat über das LUGAS-System und das Einsatzlimit von einem Euro pro Spin an virtuellen Spielautomaten. Solche Beschränkungen gibt es in den Entertainment-Hubs der USA in dieser Form nicht. Deutsche Urlauber sollten sich der hohen Durchschnittsausgaben von 820 Dollar bewusst sein, die in der Studie genannt werden, und ihr Budget entsprechend planen.
Was das für GGL-Casinos heißt
Deutsche Anbieter mit GGL-Lizenz müssen sich im Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Kunden gegen solche internationalen Giganten behaupten. Während die Sphere auf Immersion und physische Präsenz setzt, punkten GGL-Casinos durch Sicherheit und Spielerschutz. Wer in Deutschland legal spielt, profitiert von der Whitelist und dem Ausschluss illegaler Angebote von MGA- oder Curacao-Anbietern. Die Sphere zeigt jedoch, wohin der Trend geht: Glücksspiel ist nur noch ein Teil eines riesigen, medienübergreifenden Entertainment-Pakets. Deutsche Lizenznehmer beobachten solche Entwicklungen genau, um ihr eigenes Angebot innerhalb des rechtlichen Rahmens attraktiver zu gestalten.
Häufige Fragen
Wie viel Geld wird für die Sphere in Maryland bereitgestellt?
Der County Council hat öffentliche Mittel in Höhe von bis zu 215 Millionen US-Dollar genehmigt. Diese Summe umfasst unter anderem Infrastrukturunterstützung und ein Parkhaus auf dem Baugelände.
Wie viele Besucher werden jährlich in der neuen Arena erwartet?
Laut einer Studie von Ernst & Young soll die Sphere National Harbor jährlich über zwei Millionen Besucher anziehen. Etwa die Hälfte dieser Besucher wird voraussichtlich in der Region übernachten.
Wer steckt hinter dem Sphere-Projekt in Maryland?
Das Projekt wird von Sphere Entertainment entwickelt, einem Unternehmen des Milliardärs James Dolan. Dolan ist bekannt als Besitzer des Madison Square Garden sowie der New York Knicks.
Gibt es in der Sphere National Harbor auch Glücksspiel?
Die Arena selbst ist primär ein Veranstaltungsort für Konzerte, jedoch zeigt die Besucherstudie, dass Gäste im National Harbor durchschnittlich 820 Dollar auch für Glücksspiel ausgeben. Maryland verfügt über ein reguliertes Glücksspielangebot in der Umgebung.
Darf man in Deutschland in solchen US-Projekten online spielen?
Nein, deutsche Spieler dürfen nur bei Anbietern spielen, die auf der Whitelist der GGL stehen. US-Anbieter oder Casinos ohne deutsche Lizenz sind in Deutschland illegal und bieten nicht den Schutz des GlüStV 2021.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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