Raketech spart Millionen durch Einigung bei Casumba-Zahlungen
KI-GENERIERTDer Affiliate-Riese Raketech reduziert seine Verbindlichkeiten massiv. Statt 20,3 Millionen Euro zahlt das Unternehmen nur noch 8,2 Millionen Euro an die Casumba-Verkäufer.
Der Glücksspiel-Affiliate Raketech hat einen strategischen Erfolg bei der Bereinigung seiner Bilanz erzielt. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Malta konnte die ausstehenden Earnout-Zahlungen für den japanischen Spezialisten Casumba Media deutlich drücken. In einer Zeit, in der Effizienz und Cashflow in der Affiliate-Branche entscheidend sind, befreit sich Raketech damit von einer massiven finanziellen Last, die ursprünglich auf über 20 Millionen Euro angewachsen war.
Dieser Schritt folgt auf eine turbulente Phase der Umstrukturierung. Nachdem Raketech Casumba Media im August 2019 übernommen hatte, wurden die Vermögenswerte bereits im September 2025 für etwa 12 Millionen Euro wieder veräußert. Dennoch blieben die Verpflichtungen gegenüber den ursprünglichen Verkäufern bestehen. Durch die aktuelle Einigung wird die gesamte verbleibende Schuld nun mit einer Zahlung von 8,2 Millionen Euro abgegolten. Das Management zeigt sich zuversichtlich, dass dieser Befreiungsschlag den Weg für neues Wachstum ebnet.
Zahlen und Fakten
Die Details der Vereinbarung verdeutlichen das Ausmaß der Ersparnis. Vor dem neuen Deal beliefen sich die Verbindlichkeiten inklusive Zinsen auf zirka 20,3 Millionen Euro. Raketech hatte zuvor bereits 1,3 Millionen Euro an die Verkäufer überwiesen. Die nun vereinbarte Summe von 8,2 Millionen Euro bedeutet, dass Raketech weniger als die Hälfte der ursprünglich veranschlagten Summe aufbringen muss.
Die Zahlung wird in Tranchen geleistet. Unmittelbar nach Unterzeichnung fließen 3 Millionen Euro aus dem vorhandenen Barbestand. Weitere 5,2 Millionen Euro werden durch eine Finanzierung der Bank of Valletta gedeckt. Die restlichen 0,3 Millionen Euro der Finanzierung dienen der Erstattung bereits genutzter Barmittel. Laut Unternehmen führt dies zu einem signifikanten, nicht zahlungswirksamen Gewinn im vierten Quartal 2026, da die Differenz zwischen der Verbindlichkeit und der tatsächlichen Zahlung unterhalb des operativen Gewinns verbucht wird. Die Nettoverschuldung sinkt durch diesen Deal um rund 12 Millionen Euro.
Hintergrund
Raketech verfolgt seit geraumer Zeit eine Strategie, die sich stärker auf die eigene iGaming-Plattform und Sub-Affiliation-Modelle wie die AffiliationCloud konzentriert. Casumba Media war ursprünglich als Brückenkopf für den japanischen Markt gedacht. Doch die Prioritäten haben sich verschoben. Im Mai 2025 wurde der Zeitraum für die Earnout-Zahlungen noch bis März 2028 verlängert, was zu einer weiteren Zinsanhäufung führte.
„Dies markiert einen bedeutenden Meilenstein für Raketech, da wir eine Vereinbarung zur Begleichung des Casumba-Earnouts erzielt haben, die unsere Bilanz erheblich stärkt. Die günstigen Finanzierungsbedingungen bieten uns zudem ein solides finanzielles Fundament.“ - Johan Svensson, CEO von Raketech
Mit dem Abschluss dieser Verhandlungen kann sich das Team um Svensson nun voll auf die Veröffentlichung der Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 konzentrieren, die für den 5. November geplant sind. Die aufgeschobenen Zahlungen aus dem Verkauf der Casumba-Assets in Höhe von 6,8 Millionen Euro bleiben von dieser neuen Vereinbarung unberührt und fließen weiterhin wie geplant zu.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Obwohl dieser Deal auf der Ebene der Unternehmensfinanzierung stattfindet, hat er indirekte Auswirkungen auf den Markt. Raketech ist ein globaler Player, der auch Portale betreibt, die Spieler zu lizenzierten Angeboten führen. Für deutsche Nutzer, die Wert auf Legalität legen, ist ein stabiler Affiliate-Markt wichtig. In Deutschland dürfen Affiliates nur für Anbieter werben, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) stehen. Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) setzt hier enge Grenzen, etwa das Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat über das LUGAS-System und das Einsatzlimit von 1 Euro pro Spin an virtuellen Automaten.
Wenn große Netzwerke wie Raketech ihre Finanzen ordnen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie vermehrt in qualitativ hochwertige und regulatorisch konforme Inhalte investieren. Für deutsche Spieler bedeutet das im Idealfall eine bessere Aufklärung über sichere Spielumgebungen und weniger Kontakt mit dubiosen Anbietern aus Übersee, die keine GGL-Lizenz besitzen. Eine solide Bilanz schützt Unternehmen davor, kurzfristige Gewinne durch Kooperationen mit Schwarzmarkt-Casinos zu suchen.
Was das für GGL-Casinos heißt
Für Betreiber mit einer deutschen Lizenz ist Raketech ein potenziell mächtiger Partner. Die Reduzierung der Schuldenlast gibt Raketech Spielraum für Investitionen in Technik und Marketing. Casinos, die strikt nach den Regeln der GGL operieren, benötigen Partner, die nicht auf riskante Märkte angewiesen sind, um ihre Zinsen zu bedienen. Die Fokussierung auf die AffiliationCloud könnte zudem die Transparenz in der Zusammenarbeit erhöhen. Da Raketech nun finanziell stabiler aufgestellt ist, sinkt das Risiko von Zahlungsausfällen oder abrupten Strategiewechseln, was für die langfristige Planung von Marketingkampagnen im streng regulierten deutschen Markt essenziell ist.
Häufige Fragen
Wie viel spart Raketech durch die neue Vereinbarung?
Raketech spart über 12 Millionen Euro, da die ursprüngliche Verbindlichkeit von 20,3 Millionen Euro auf eine Pauschalzahlung von 8,2 Millionen Euro gesenkt wurde. Dieser Betrag begleicht alle restlichen Forderungen der ehemaligen Casumba-Besitzer.
Wer finanziert den Deal für Raketech?
Die Zahlung wird durch eine Kombination aus vorhandenen Barmitteln in Höhe von 3 Millionen Euro und einem Kredit der Bank of Valletta über 5,2 Millionen Euro gedeckt. Dies stärkt die Liquidität des Unternehmens nachhaltig.
Wann wurde Casumba Media ursprünglich gekauft?
Raketech erwarb das japanisch ausgerichtete Unternehmen Casumba Media bereits im August 2019. Im September 2025 wurden die Vermögenswerte für 12 Millionen Euro wieder verkauft, um den Fokus auf das Kerngeschäft zu legen.
Was bedeutet dieser Deal für die Aktie von Raketech?
Das Unternehmen erwartet einen signifikanten Einmalgewinn im vierten Quartal 2026, der sich positiv auf die Bilanz auswirkt. Zudem sinkt die Nettoverschuldung um etwa 12 Millionen Euro, was die Finanzierungskosten senkt.
Müssen Affiliates in Deutschland besondere Regeln beachten?
Ja, Affiliates müssen sicherstellen, dass sie nur für Casinos werben, die eine offizielle Lizenz der GGL besitzen und auf der Whitelist stehen. Zudem müssen sie die strengen Werbebeschränkungen des GlüStV 2021 einhalten, um keine illegalen Angebote zu bewerben.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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