Britischer Pferdesport: RMG sichert Medienrechte für 33 Rennbahnen bis 2033
KI-GENERIERTDie Racecourse Media Group (RMG) verlängert die Partnerschaft mit 33 britischen Rennbahnen vorzeitig und sichert sich exklusive Daten- und Bildrechte für ikonische Events bis Ende 2033.
Der britische Pferdesport setzt auf Kontinuität und eine starke Gemeinschaftslösung. Die Racecourse Media Group (RMG) gab bekannt, dass sie die Medien- und Datenrechte für insgesamt 33 britische Rennbahnen langfristig verlängert hat. Dieser Schritt kommt überraschend früh, da die aktuellen Verträge eigentlich erst im Dezember 2028 ausgelaufen wären. Die neuen Vereinbarungen erstrecken sich nun bis zum 31. Dezember 2033 und decken das gesamte Portfolio der RMG ab, von Streaming-Diensten bis hin zu internationalen Übertragungsrechten.
Die Einigung wird in der Branche als massives Vertrauensvotum in das Geschäftsmodell der RMG gewertet. Da das Unternehmen vollständig im Besitz der beteiligten Rennbahnen ist, werden sämtliche Gewinne direkt an die Sportstätten zurückgegeben. In Zeiten, in denen der globale Wettmarkt und die Medienlandschaft unter erheblichem wirtschaftlichem Druck stehen, bietet dieser Zusammenschluss eine notwendige Stabilität für die beteiligten Akteure, zu denen unter anderem York, Goodwood und der prestigeträchtige Jockey Club gehören.
Zahlen und Fakten
Der Umfang des Pakets ist beeindruckend. Es beinhaltet nicht nur die Streaming-Rechte (Watch & Bet), sondern auch das Direct-to-Home-Broadcasting, das terrestrische Fernsehen sowie die internationalen Wett- und Nicht-Wett-Rechte. Zusätzlich sind die Datenrechte für die Zeit vor dem Rennen sowie am Renntag selbst bis Ende 2033 gesichert. Zu den 33 Anteilseignern zählen neben großen Namen auch 16 kleine, unabhängige Rennbahnen, was die Bedeutung der kollektiven Vermarktung unterstreicht.
Durch den Abschluss bleiben einige der geschichtsträchtigsten Ereignisse des britischen Rennkalenders Teil des RMG-Portfolios. Dazu gehören das Randox Grand National, der Boodles Cheltenham Gold Cup, das Betfred Derby sowie die Qatar Sussex Stakes und die Juddmonte International Stakes. Für diese Top-Events ist die mediale Präsenz nun mindestens bis zum Jahr 2034 gesichert. Nick Mills, CEO der RMG, betonte die finanzielle Relevanz: Jeder Pfund Profit, den die RMG erwirtschaftet, fließt zurück an die Rennbahnen, um Preisgelder, Einrichtungen und Investitionen im Sport zu unterstützen.
Hintergrund
Die Verlängerung erfolgt in einer Phase, in der der britische Markt mit Herausforderungen kämpft. Die Schließung von stationären Wettbüros und strengere regulatorische Anforderungen belasten die Einnahmen. Conor Grant, der scheidende Vorsitzende der RMG, sieht in der Verlängerung ein wichtiges Signal für die Zukunft des Sports.
„Diese Verlängerungen bieten den Rennbahnen wichtige Sicherheit in einer Zeit, in der sich die breitere Wett- und Medienlandschaft weiterentwickelt. Vor dem Hintergrund von Ladenschließungen im Einzelhandel, regulatorischen Änderungen und allgemeinem wirtschaftlichem Druck sind die Rennbahnen der RMG gut aufgestellt, um Herausforderungen zu meistern und künftige Chancen in den Bereichen Rundfunk, Streaming, Daten und Wetten zu nutzen.“ - Conor Grant, Vorsitzender der Racecourse Media Group
Das 2004 gegründete Eigentumsmodell hat sich als robust erwiesen. Es erlaubt den Rennbahnen, die Kontrolle über ihre Inhalte zu behalten und gleichzeitig die Reichweite durch professionelle Vermarktung zu maximieren. Die Entscheidung der 33 Anteilseigner, sich bereits jetzt für weitere fünf Jahre über 2028 hinaus zu binden, unterstreicht die Wirksamkeit dieser Strategie.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für Fans von Pferdewetten in Deutschland bedeutet diese Nachricht vor allem eines: Planungssicherheit und Qualität. Da die RMG die Streaming-Rechte (Watch & Bet) kontrolliert, ist davon auszugehen, dass diese hochkarätigen britischen Rennen auch weiterhin über lizenzierte deutsche Wettanbieter verfügbar sein werden. Wer in Deutschland legal wetten möchte, muss sich an Anbieter halten, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) stehen. Diese Buchmacher bieten oft Livestreams der Rennen an, sofern man ein Guthaben auf dem Konto hat oder eine Wette platziert hat.
Der deutsche Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV 2021) setzt hierbei enge Grenzen zum Schutz der Spieler. Das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro über das LUGAS-System gilt anbieterübergreifend. Zudem müssen deutsche Kunden bei Pferdewetten darauf achten, dass die Wettsteuer korrekt abgeführt wird. Die langfristige Sicherung der Rechte in Großbritannien garantiert, dass deutsche Tipper auch in den kommenden Jahren Zugriff auf verlässliche Daten und Bilder von Traditionsrennen wie dem Grand National haben, ohne auf illegale oder unsichere ausländische Portale ausweichen zu müssen.
Was das für GGL-Casinos heißt
Deutsche Buchmacher und Online-Casinos mit GGL-Lizenz profitieren von der Stabilität auf dem britischen Markt. Da Pferdewetten oft als Einstiegsprodukt für Sportwetten dienen, ist ein verlässlicher Rennkalender mit hochwertigen Mediendaten essenziell für das Produktmanagement. Die Integration von RMG-Daten in die Plattformen deutscher Anbieter erfolgt unter strengen technischen Auflagen, um die Synchronität zwischen Live-Bild und Wettabgabe zu gewährleisten. GGL-lizenzierte Anbieter können ihren Kunden somit ein rechtssicheres Umfeld bieten, das durch die langfristige Planung der RMG unterstützt wird.
Häufige Fragen
Welche Rennbahnen sind Teil der neuen Vereinbarung mit der RMG?
Insgesamt 33 britische Rennbahnen haben ihre Verträge verlängert, darunter prominente Namen wie der Jockey Club, York, Goodwood und Ayr. Auch 16 kleinere, unabhängige Rennbahnen sind Teil dieses kollektiven Rechtepakets.
Bis wann laufen die neu verhandelten Medienrechte?
Die Rechte wurden langfristig verlängert und sind nun bis zum 31. Dezember 2033 gesichert. Die Anteilseigner haben sich damit bereits Jahre vor dem Ablauf der alten Verträge im Jahr 2028 neu gebunden.
Welche bekannten Rennen sind von dem Deal abgedeckt?
Die Vereinbarung umfasst einige der wichtigsten Ereignisse des britischen Sports, wie das Grand National, den Cheltenham Gold Cup und das Betfred Derby. Auch die Qatar Sussex Stakes und die Juddmonte International Stakes bleiben im Portfolio.
Was passiert mit den Gewinnen, die RMG erwirtschaftet?
Da RMG ein Unternehmen im Besitz der Rennbahnen ist, werden sämtliche Profite an die Anteilseigner ausgeschüttet. Dieses Geld wird direkt in den Sport investiert, um Preisgelder zu finanzieren und die Infrastruktur der Rennbahnen zu verbessern.
Können deutsche Kunden weiterhin legal auf diese Rennen wetten?
Ja, solange sie einen Wettanbieter nutzen, der über eine offizielle Lizenz der GGL verfügt und auf der Whitelist steht. Dabei müssen die Regeln des GlüStV 2021, wie das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro, beachtet werden.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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