Neuer Expertenrat für Glücksspiel-Regulierung: SBC gründet Advisory Board
KI-GENERIERTSBC schafft mit dem Regulatory Advisory Board eine neue Plattform für den globalen Dialog zwischen Behörden und lizenzierten Betreibern, unter anderem mit Vertretern von Entain und Playtech.
Die Dynamik auf den internationalen Glücksspielmärkten hat in den letzten Jahren massiv an Fahrt aufgenommen. Ob es um neue Steuergesetze in den USA, strengere Werberichtlinien in Europa oder die Bekämpfung des illegalen Schwarzmarktes geht, die Fronten zwischen Regulierungsbehörden und den Anbietern scheinen oft verhärtet. Hier setzt die neue Initiative von SBC an. Mit der Gründung des Regulatory Advisory Board will die Organisation eine Brücke schlagen und einen strukturierten Wissensaustausch ermöglichen. Ziel ist es, den Dialog zwischen den Akteuren nicht erst bei auftretenden Problemen, sondern präventiv und strategisch zu fördern.
Das Gremium setzt sich aus einer beeindruckenden Liste von Branchengrößen zusammen, die sowohl die Perspektive der Regulierer als auch die der Wirtschaft kennen. Den Vorsitz übernimmt Andrew Gellatly, der ehemalige Exekutivdirektor der Alderney Gambling Control Commission (AGCC). Diese personelle Besetzung unterstreicht den Anspruch des Boards, echte regulatorische Expertise mit praktischer Branchenerfahrung zu verknüpfen. Dabei geht es nicht nur um graue Theorie, sondern um handfeste Themen wie die Zukunftsfähigkeit lizenzierter Märkte und den Schutz der Spieler vor unseriösen Angeboten.
Zahlen und Fakten
Das Regulatory Advisory Board ist international breit aufgestellt. Zu den Mitgliedern zählen unter anderem David Foster von Entain, Yannis Xirotiris von Kaizen Gaming sowie Experten von Playtech, OpenBet und Allwyn. Auch ehemalige Regulierer aus Dänemark und Frankreich bringen ihr Wissen ein. Ein zentraler Bestandteil der Strategie sind die geplanten SBC Leaders Regulatory Forums. Das erste große Treffen ist für den 19. April 2027 in Amsterdam angesetzt. Dort werden rund 350 hochrangige Entscheidungsträger aus der europäischen Glücksspielbranche erwartet. Ein weiteres Event in Toronto soll 250 Führungskräfte aus den USA und Kanada zusammenbringen, um die spezifischen Herausforderungen des nordamerikanischen Marktes zu diskutieren.
Rasmus Sojmark, der Gründer und CEO von SBC, sieht in der Regulierung den entscheidenden Faktor für die Zukunft. Er betont, dass die Diskussionen um Lizenzierung und Besteuerung immer komplexer werden. Das Board soll hierbei als Wegweiser dienen und sicherstellen, dass regulatorische Eingriffe die Nachhaltigkeit des Marktes nicht gefährden, sondern stützen.
„Wir haben eine herausragende Gruppe von Menschen zusammengestellt, die Regulierung aus verschiedenen Perspektiven verstehen, und ihre Erfahrung wird von unschätzbarem Wert sein, um uns dabei zu helfen, etwas zu entwickeln, das einen sinnvollen Beitrag für die Branche leistet.“ - Rasmus Sojmark, CEO und Gründer von SBC
Hintergrund
Die Komplexität der Glücksspielregulierung ist kein Zufall. Jede Jurisdiktion versucht, den schmalen Grat zwischen maximalem Spielerschutz und wirtschaftlicher Attraktivität für legale Betreiber zu finden. Andrew Gellatly weist darauf hin, dass viele Märkte vor den gleichen Problemen stehen. Dazu gehören die Wahrung der Marktintegrität und ein gesundes Wachstum, das nicht auf Kosten der Sicherheit geht. Die Zusammenarbeit mit Organisationen wie der International Association of Gaming Regulators (IAGR) und den International Masters of Gaming Law (IMGL) soll dieses Vorhaben zusätzlich absichern.
„Das Advisory Board bietet die Möglichkeit, erfahrene Branchenführer zusammenzubringen, aufkommende regulatorische Herausforderungen zu identifizieren und einen konstruktiven Dialog zwischen Regulierungsbehörden und lizenzierten Betreibern zu fördern.“ - Andrew Gellatly, Vorsitzender des SBC Regulatory Advisory Board
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für deutsche Spieler ist diese Nachricht besonders relevant, da Deutschland seit dem Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrages (GlüStV 2021) eines der strengsten Regulierungssysteme der Welt besitzt. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) setzt harte Grenzen, wie das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro über das LUGAS-System oder das strikte Einsatzlimit von 1 Euro pro Spielrunde an virtuellen Automaten. Ein globaler Dialog, wie ihn SBC anstrebt, könnte dazu beitragen, dass deutsche Erfahrungen mit dem Spielerschutz in internationale Standards einfließen. Gleichzeitig könnten deutsche Regulierer von den Ansätzen anderer Länder lernen, um das Kanalisierungsziel zu erreichen und Spieler effektiver von unlizenzierten Schwarzmarkt-Angeboten wegzulenken. Eine bessere Abstimmung sorgt langfristig für ein sichereres Umfeld, in dem legale Anbieter wettbewerbsfähig bleiben können, ohne den Schutz der Verbraucher zu vernachlässigen.
Was das für GGL-Casinos heißt
Deutsche Casinos mit GGL-Lizenz stehen unter strenger Beobachtung und müssen hohe technische Hürden überwinden. Für sie bedeutet die Arbeit des neuen Boards, dass ihre Anliegen, wie etwa der faire Wettbewerb gegenüber Anbietern aus Malta oder Curacao, auf internationaler Bühne Gehör finden könnten. Da Entain, ein Mitglied des Boards, mit Marken wie bwin und Ladbrokes massiv im deutschen Markt vertreten ist, besteht eine direkte Verbindung zur hiesigen Realität. Wenn globale Standards für verantwortungsbewusstes Spielen (Responsible Gaming) harmonisiert werden, sinkt der administrative Aufwand für Unternehmen, die in mehreren regulierten Märkten tätig sind. Dies könnte mittelfristig dazu führen, dass die Spielauswahl und die Qualität der Plattformen trotz strenger deutscher Regeln weiter steigen, da die Rechtssicherheit für die Betreiber zunimmt.
Häufige Fragen
Wer leitet das neue Regulatory Advisory Board von SBC?
Der Vorsitzende des Gremiums ist Andrew Gellatly. Er war zuvor als Executive Director für die Alderney Gambling Control Commission (AGCC) tätig und bringt umfangreiche Erfahrung in der internationalen Regulierung mit.
Welche Unternehmen sind in dem Gremium vertreten?
Im Board sitzen Führungskräfte namhafter Firmen wie Entain, Playtech, Kaizen Gaming und OpenBet. Auch Experten von Allwyn und Super sowie ehemalige Regulierer aus Dänemark und Frankreich sind Teil des Teams.
Wann findet das erste große Treffen des Boards statt?
Das erste SBC Leaders Regulatory Forum ist für den 19. April 2027 in Amsterdam geplant. Es werden rund 350 Teilnehmer aus dem europäischen Raum erwartet, um über die Zukunft der Glücksspielregulierung zu diskutieren.
Welche Ziele verfolgt die SBC mit dieser Initiative?
Primäres Ziel ist die Stärkung des Dialogs zwischen Regulierungsbehörden und lizenzierten Anbietern. Es sollen gemeinsame Lösungen für Probleme wie Besteuerung, Spielerschutz und die Bekämpfung illegalen Glücksspiels erarbeitet werden.
Wie beeinflusst diese internationale Arbeit den deutschen Glücksspielmarkt?
Durch den Austausch von Experten, die auch für in Deutschland lizenzierte Unternehmen wie Entain arbeiten, fließen internationale Best Practices in die lokale Strategie ein. Deutsche Spieler profitieren indirekt von einer besseren Regulierung, die sich am GlüStV 2021 orientiert und die Sicherheit in GGL-lizenzierten Casinos stärkt.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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