Neuseeland-Lizenz für SkillOnNet: PlayOJO drängt auf neuen Markt
KI-GENERIERTSkillOnNet sichert sich eine von nur 15 Lizenzen in Neuseeland und zahlt dafür 8,51 Millionen Dollar. Der Marktstart erfolgt unter strengen neuen Regeln.
SkillOnNet setzt seinen Expansionskurs konsequent fort und hat einen wichtigen Meilenstein im pazifischen Raum erreicht. Das Unternehmen gehört zu den ersten Glücksspielanbietern, die eine offizielle Zulassung im Rahmen des neuen neuseeländischen Regulierungssystems erhalten haben. Mit der Marke PlayOJO will der Konzern den Markt für Online-Casinos in Neuseeland grundlegend mitgestalten. Dieser Schritt ist von strategischer Bedeutung, da die Regierung in Wellington den bisher weitgehend unregulierten Sektor streng begrenzt und die Anzahl der Betreiberlizenzen auf insgesamt 15 Stück gedeckelt hat. SkillOnNet sicherte sich dabei den elften Platz im laufenden Verfahren.
Der Wettbewerb um den Marktzugang war intensiv. Insgesamt 32 Bieter reichten ihre Unterlagen ein, um an dem Auswahlprozess teilzunehmen. SkillOnNet musste für den Erhalt der Erlaubnis eine beachtliche Lizenzgebühr in Höhe von 8,51 Millionen Dollar entrichten. Zusätzlich fiel bereits für die Einreichung des Antrags eine nicht rückerstattbare Gebühr von 10.780 Dollar an. Das neue Gesetz, der Online Casino Gambling Act, trat im Mai 2026 in Kraft und bildet das Fundament für einen geschützten Binnenmarkt, der den Spielerschutz in den Vordergrund stellt und gleichzeitig Steuereinnahmen generieren soll.
Zahlen und Fakten
Die wirtschaftlichen Dimensionen des neuseeländischen Marktes sind beachtlich. Schätzungen gehen davon aus, dass Spieler aus dem Inselstaat jährlich mehr als 770 Millionen Dollar (etwa 442,54 Millionen US-Dollar laut ergänzenden Wirtschaftsdaten) bei ausländischen Anbietern ohne lokale Lizenz umsetzen. Um diesen Abfluss zu stoppen, sieht die neue Gesetzgebung eine Gaming Duty von 12 Prozent vor. Zusätzlich müssen lizenzierte Betreiber eine Garantie für Gemeinschaftsabgaben in Höhe von 4 Prozent ihres Gross Gaming Revenue (GGR) leisten. Die Behörden rechnen damit, dass allein im ersten Jahr zwischen 10 und 20 Millionen Dollar für soziale Zwecke generiert werden können.
Maor Nutkevitch, Leiter der Unternehmensentwicklung bei SkillOnNet, kommentierte den Erfolg positiv:
„Wir fühlen uns geehrt, die Möglichkeit erhalten zu haben, an der nächsten Phase des neuseeländischen Lizenzierungsprozesses teilzunehmen. Im Falle eines Erfolgs wäre dies ein Beweis für unsere umfassende Erfahrung und unsere bewährte Erfolgsbilanz in regulierten Märkten auf der ganzen Welt.“ - Maor Nutkevitch, Head of Corporate Development bei SkillOnNet
Hintergrund
Der Regulierungsprozess in Neuseeland verlief in mehreren Etappen. Nachdem der Lizenzierungsprozess offiziell im Juli 2026 gestartet war, blieben nach der Zuteilung an SkillOnNet nur noch vier freie Plätze im Kontingent übrig. Das zuständige Department of Internal Affairs hat klare Fristen gesetzt: Betreiber, die bis zum 1. Dezember 2026 keine Lizenz beantragt haben, müssen ihre Dienste für neuseeländische Kunden einstellen. Bei Zuwiderhandlung drohen empfindliche Strafen von bis zu 5 Millionen Neuseeland-Dollar. SkillOnNet festigt mit diesem Schritt seine globale Präsenz und verfügt nun über insgesamt 16 Lizenzen in Regionen wie dem Vereinigten Königreich, Deutschland sowie den kanadischen Provinzen Ontario und Alberta.
Parallel zur Expansion arbeitet das Unternehmen an seinem Portfolio. Kooperationen mit Anbietern wie Games Global, Amusnet, ODDSWork und Konami sollen sicherstellen, dass auch in Neuseeland ein vielfältiges Programm zur Verfügung steht. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf progressiven Jackpots und lokalen Inhalten, die speziell auf die Vorlieben der Spieler in der jeweiligen Region zugeschnitten sind. Der vollständige operative Betrieb des neuen Lizenzsystems in Neuseeland wird für das Jahr 2027 erwartet, wobei Übergangsbestimmungen bereits jetzt den Rahmen definieren.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für deutsche Casinofans ändert sich durch die Lizenzierung in Neuseeland direkt nichts an ihrem Spielalltag, doch zeigt die Entwicklung einen globalen Trend zur strengen Regulierung. SkillOnNet ist bereits auf der sogenannten Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) vertreten. In Deutschland gelten für diese Anbieter extrem strikte Regeln, die im Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) festgeschrieben sind. Dazu gehören das Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat über alle Anbieter hinweg sowie das Einsatzlimit von maximal 1 Euro pro Spielrunde an virtuellen Automaten.
Deutsche Spieler profitieren davon, dass Unternehmen wie SkillOnNet Erfahrung in hochregulierten Märkten sammeln. Die Einhaltung von Spielerschutzmaßnahmen, die durch Systeme wie LUGAS (Länderübergreifendes Glücksspielaufsichtssystem) und OASIS überwacht werden, ist für Betreiber mit internationalem Fokus mittlerweile Standard. Wer in Deutschland spielt, sollte zwingend darauf achten, nur bei Anbietern mit GGL-Lizenz aktiv zu werden, um rechtliche Sicherheit und Schutz vor Spielsucht zu genießen. Illegale Anbieter aus Curacao oder Malta bieten diesen Schutz oft nicht und agieren in Deutschland ohne rechtliche Grundlage.
Was das für GGL-Casinos heißt
Für Betreiber mit einer deutschen Lizenz der GGL verdeutlicht der Fall Neuseeland, dass der Wettbewerbsdruck auf internationaler Ebene zunimmt. Lizenzen werden weltweit immer teurer und sind an strengere soziale Auflagen gekoppelt. Der Fokus auf Harm Minimisation (Schadensminimierung) und Consumer Protection (Verbraucherschutz), den Neuseeland mit seinen neuen Regulations 2026 betont, spiegelt die deutsche Philosophie wider. Casinos müssen technisch aufrüsten, um Altersverifizierungen und Werbebeschränkungen präzise umzusetzen. Dies erhöht zwar die Betriebskosten, sichert aber langfristig die Stabilität des legalen Marktes gegenüber dem Schwarzmarkt.
Häufige Fragen
Wie viele Lizenzen vergibt Neuseeland insgesamt?
Die neuseeländische Regierung hat die Anzahl der Lizenzen für Online-Casinos auf insgesamt 15 begrenzt. SkillOnNet hat sich als elfter Anbieter einen dieser begehrten Plätze gesichert.
Wie viel kostet eine Lizenz in Neuseeland?
SkillOnNet hat eine Lizenzgebühr von 8,51 Millionen Dollar gezahlt, um den Zuschlag zu erhalten. Zusätzlich war eine nicht erstattbare Antragsgebühr von 10.780 Dollar fällig.
Welche Marke wird SkillOnNet in Neuseeland nutzen?
Das Unternehmen plant, den neuseeländischen Markt primär mit seiner bekannten Marke PlayOJO zu erschließen. PlayOJO soll dort zu einem der führenden Online-Casinos aufgebaut werden.
Welche Strafen drohen nicht lizenzierten Anbietern?
Betreiber, die ohne lokale Lizenz weiterhin Dienste in Neuseeland anbieten, riskieren Bußgelder von bis zu 5 Millionen Neuseeland-Dollar. Zudem droht der vollständige Ausschluss vom Markt.
Ist SkillOnNet auch in Deutschland legal?
Ja, SkillOnNet verfügt über eine offizielle Lizenz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) und steht auf der Whitelist. Das bedeutet, dass deutsche Spieler dort legal und unter Einhaltung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 spielen können.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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