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Solaire-Mutter Bloomberry: Online-Gaming soll 20 Prozent vom GGR ausmachen

21. September 20266 Min.von Lisa Lustich
Redaktionell geprüft von Lisa LustichLetzte Prüfung:
Solaire-Mutter Bloomberry: Online-Gaming soll 20 Prozent vom GGR ausmachenKI-GENERIERT

Bloomberry Resorts strebt bis 2027 einen Online-Anteil von 20 % am gesamten Bruttospielertrag an und setzt dabei auf eine neue, hauseigene Plattform.

Die Glücksspielwelt in Asien steht vor einem Umbruch, und Bloomberry Resorts Corp übernimmt dabei eine Vorreiterrolle. Der Mutterkonzern der philippinischen Luxusmarke Solaire hat sich zum Ziel gesetzt, das digitale Geschäft massiv auszubauen. Während stationäre Casinos in Metropolen wie Manila traditionell das Rückgrat der Branche bilden, verschieben sich die Gewichte immer deutlicher in Richtung Internet. Greg Hawkins, President und Chief Operating Officer von Bloomberry, machte während des IAG Academy Summits in Manila deutlich, wohin die Reise gehen soll. Das Unternehmen strebt an, dass Online-Gaming bis zum Ende des Jahres 2027 satte 20 Prozent des gesamten Bruttospielertrags (Gross Gaming Revenue, GGR) ausmacht.

Diese Entwicklung kommt nicht von ungefähr. Der stationäre Markt, insbesondere das prestigeträchtige VIP-Segment, kämpft derzeit mit Gegenwind. Enrique K. Razon Jr., der milliardenschwere CEO von Bloomberry, wies bereits darauf hin, dass das Jahr 2026 für die Flaggschiff-Resorts schwierig bleiben könnte. Ein schleppender Tourismus und eine allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit dämpfen die Ausgabenfreudigkeit der High Roller. In diesem Umfeld wird das Online-Geschäft vom netten Zusatzverdienst zum existenziellen Standbein. Bloomberry setzt dabei auf eine Doppelstrategie mit den Marken FUNaloMAX für den Massenmarkt und Solaire Online als Premium-Angebot.

Zahlen und Fakten

Im Zentrum der neuen Strategie steht der Aufbau einer eigenen technologischen Basis. Bloomberry hat sich bewusst gegen das in der Branche übliche Modell des Outsourcings oder des GGR-Sharings entschieden. Stattdessen wurde eine proprietäre iGaming-Plattform entwickelt. Hawkins betonte, dass der Übergang zum intern entwickelten System erfolgreich verlaufen sei. Das Produkt FUNaloMAX wurde bereits vor einigen Monaten auf dieser neuen Plattform neu gestartet. Ein interessantes Detail: FUNaloMAX nutzt den Namen Solaire bewusst nicht, um eine eigenständige Datenbank für den Massenmarkt aufzubauen.

„Das Ziel von 20 Prozent setzt eine klare Zielvorgabe für das Unternehmen, während wir unser Online-Glücksspielgeschäft weiterentwickeln.“ - Greg Hawkins, President und COO bei Bloomberry Resorts Corp

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Vermarktung. Bisher wurde Solaire Online, das Premium-Produkt des Hauses, kaum aktiv beworben, obwohl es bereits solide Gewinne abwarf. Das soll sich in Kürze ändern. Bloomberry plant, innerhalb des nächsten Monats mit aggressiven Marketingmaßnahmen für Solaire Online zu beginnen. Parallel dazu beobachtet die Konkurrenz den Vorstoß genau. Rod Hackman von Hann Casino Resorts bestätigte, dass auch sein Haus überlege, die bisher an PhilWeb Corp ausgelagerte Plattform in den nächsten 6 bis 12 Monaten intern zu übernehmen.

Hintergrund

Die Philippinen haben sich in den letzten Jahren zu einem Zentrum für reguliertes Online-Glücksspiel in Asien entwickelt. Anders als in vielen Nachbarstaaten ist der Betrieb von Online-Plattformen für lokale Resort-Betreiber unter strengen Auflagen erlaubt. Bloomberry nutzt diesen regulatorischen Rahmen, um die Abhängigkeit von physischen Besuchen in den Resorts Solaire Resort Entertainment City und Solaire Resort North zu verringern. Letzteres wurde erst kürzlich in Quezon City erweitert, um neue Kundengruppen zu erschließen. Dennoch bleibt die digitale Expansion der wichtigste Wachstumstreiber für die Jahre 2026 und 2027.

„Das Erreichen von 20 Prozent des GGR wäre ein signifikantes Ergebnis.“ - Rod Hackman, Vice President of Gaming Operations bei Hann Casino Resorts

Die Umstellung auf eine eigene Plattform ist auch eine Reaktion auf technische Hürden der Vergangenheit. Das Massenmarkt-Produkt, das ursprünglich als MegaFUNalo bekannt war, litt unter Kinderkrankheiten und wurde schließlich als FUNaloMAX neu erfunden. Solche Erfahrungen unterstreichen, wie wichtig die technische Souveränität für große Casino-Konzerne geworden ist. Wer die Kontrolle über die Daten und das Nutzererlebnis behält, kann schneller auf Marktveränderungen reagieren.

Was heißt das für deutsche Spieler?

Für deutsche Glücksspielfans ist die Nachricht aus Manila ein interessantes Fallbeispiel für globale Markttrends, hat aber keine direkten Auswirkungen auf den hiesigen Alltag. Spieler in Deutschland unterliegen den strengen Regeln des Glücksspielstaatsvertrags (GlüStV 2021). Das bedeutet, dass Angebote wie Solaire Online oder FUNaloMAX hierzulande nicht legal zugänglich sind, da sie keine Lizenz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) besitzen. In Deutschland gilt eine strikte Trennung: Nur Anbieter, die auf der offiziellen Whitelist stehen, dürfen ihre Dienste legal anbieten.

Deutsche Kunden profitieren von Mechanismen wie dem anbieterübergreifenden Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat und dem zentralen Sperrsystem LUGAS. Während Bloomberry in Asien auf Expansion setzt, steht in Deutschland der Spielerschutz im Vordergrund. Der Einsatz an virtuellen Spielautomaten ist hier auf 1 Euro pro Spin begrenzt, und Tischspiele wie Roulette oder Blackjack sind im Internet meist den staatlichen Anbietern vorbehalten oder stark eingeschränkt. Wer in Deutschland sicher spielen möchte, sollte daher zwingend auf GGL-lizenzierte Portale setzen und Angebote aus Übersee, die mit MGA- oder Curacao-Lizenzen werben, konsequent meiden.

Was das für GGL-Casinos heißt

Deutsche Casinobetreiber mit GGL-Lizenz können aus dem asiatischen Markt lernen, dass die technische Unabhängigkeit ein riesiger Wettbewerbsvorteil ist. Viele deutsche Anbieter nutzen noch White-Label-Lösungen oder Plattformen großer Tech-Giganten. Bloomberry zeigt, dass die Investition in eine eigene IT-Infrastruktur zwar kurzfristig teuer ist, aber langfristig die Marge erhöht, da keine Anteile am Bruttospielertrag (GGR) an Plattformbetreiber abgegeben werden müssen. Für den deutschen Markt könnte dies bedeuten, dass größere Player künftig ebenfalls verstärkt auf Eigenentwicklungen setzen, um die strengen deutschen IT-Sicherheitsauflagen und LUGAS-Anbindungen effizienter umzusetzen.

Häufige Fragen

Was ist das Ziel von Bloomberry Resorts bis 2027?

Das Unternehmen möchte, dass seine Online-Glücksspielsparte bis zum Ende des Jahres 2027 rund 20 Prozent des gesamten Bruttospielertrags der Gruppe erwirtschaftet. Dieses Ziel wurde von Greg Hawkins auf einem Branchengipfel in Manila verkündet.

Welche Online-Marken betreibt Solaire?

Bloomberry führt zwei unterschiedliche Online-Produkte: FUNaloMAX, das sich an den Massenmarkt richtet, und Solaire Online, welches als Premium-Angebot positioniert ist. Beide Marken nutzen mittlerweile eine eigens entwickelte technische Plattform.

Warum setzt Bloomberry auf eine eigene Plattform statt auf Partner?

Durch die interne Entwicklung behält das Unternehmen die volle Kontrolle über das Nutzererlebnis und die Kundendaten. Zudem entfallen GGR-Abgaben an externe Plattformbetreiber, was die Profitabilität langfristig steigern soll.

Darf ich als deutscher Spieler bei Solaire Online spielen?

Nein, das Angebot von Solaire verfügt über keine deutsche Lizenz der GGL und ist somit für Spieler mit Wohnsitz in Deutschland illegal. Deutsche Spieler müssen sich an Anbieter halten, die im Einklang mit dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 reguliert sind.

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Über die Autorin

Lisa Lustich

Lisa Lustich

Chefredakteurin & Casino-Testerin

Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).

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Quellen & weiterführende Links

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