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Technik

TG3 forciert Ausbau von Blockchain-Glücksspiel auf Etherlink-Basis

30. September 20266 Min.von Lisa Lustich
Redaktionell geprüft von Lisa LustichLetzte Prüfung:
TG3 forciert Ausbau von Blockchain-Glücksspiel auf Etherlink-BasisKI-GENERIERT

Die Investmentgesellschaft TG3 sucht neue Partner für ihr On-Chain-Ökosystem, um die Transparenz und Zahlungsabläufe im iGaming durch Blockchain-Technologie zu revolutionieren.

Die Welt des Online-Glücksspiels steht vor einem technologischen Umbruch, der weit über einfache Kryptowährungs-Zahlungen hinausgeht. Das Unternehmen TG3 treibt derzeit massiv den Ausbau eines vernetzten Ökosystems voran, das vollständig On-Chain operiert. Das Ziel ist es, eine Infrastruktur zu schaffen, in der sämtliche Prozesse von der Wette bis zur Auszahlung direkt auf der Blockchain abgebildet werden. Dieser Ansatz verspricht eine bisher ungekannte Transparenz und Sicherheit für Betreiber und Endkunden gleichermaßen.

Im Zentrum dieser Bestrebungen steht die Suche nach neuen Partnern und Gründern, die das bestehende Netzwerk ergänzen können. TG3 versteht sich dabei nicht nur als reiner Geldgeber, sondern als strategischer Architekt eines digitalen Raums, in dem verschiedene spezialisierte Firmen ineinandergreifen. Durch den Fokus auf On-Chain-Lösungen sollen Probleme wie mangelnde Sichtbarkeit von Transaktionen oder Zweifel an der Fairness von Spielalgorithmen der Vergangenheit angehören. Die Technologie ermöglicht es, jede einzelne Spielaktivität verifizierbar und manipulationssicher zu dokumentieren.

Zahlen und Fakten

Das Portfolio von TG3 umfasst bereits eine beeindruckende Riege spezialisierter Dienstleister. Dazu gehören der Infrastruktur-Provider DeGaming, der Betreiber BetMode sowie das Zahlungsunternehmen Stable Mint. Hinzu kommen die Verhaltensanalyse-Plattform theMiracle und der Streaming-Spezialist Streaming systems. Alle diese Unternehmen nutzen Etherlink als gemeinsame Blockchain-Basis. Laut Unternehmensangaben vom 28. September 2026 ist die Infrastruktur nicht mehr nur ein theoretisches Konzept, sondern bereits live geschaltet. Sie generiert aktiv Umsätze und verarbeitet reale Transaktionen. TG3 plant, die Präsenz auf dem SBC Summit in Lissabon zu nutzen, um gezielt nach weiteren Investitionsmöglichkeiten zu suchen, die den technologischen Vorsprung ausbauen.

Johan Lundberg, der CEO von TG3, betont die Relevanz dieser Entwicklung für die gesamte Branche:

„TG3 möchte starke Unternehmen unterstützen, die von dem profitieren können, was bereits vorhanden ist, und im Gegenzug etwas Wertvolles beisteuern. So wird das Ökosystem mit jeder Investition stärker. Die On-Chain-Technologie wird eine immer wichtigere Rolle im iGaming spielen."

Hintergrund

Die Entscheidung für Etherlink als technisches Fundament ist kein Zufall. Eine stabile und skalierbare Blockchain ist die Grundvoraussetzung, um hohe Transaktionsvolumina im Sekundentakt abzuwickeln, wie sie im Online-Casino-Bereich üblich sind. Die Vision von TG3 geht dahin, dass etablierte iGaming-Unternehmen die Blockchain-Technologie nicht mehr fürchten müssen, sondern sie als Werkzeug zur Effizienzsteigerung nutzen. Besonders die Bereiche Transaktionssichtbarkeit und verifizierbare Spielaktivität stehen hierbei im Fokus. Wenn ein Spieler sicher sein kann, dass das Ergebnis eines Spins oder einer Hand auf der Blockchain unveränderlich festgeschrieben ist, steigt das Vertrauen in die Plattform massiv.

Die Vernetzung der einzelnen Portfoliounternehmen sorgt zudem für Synergieeffekte. Während Stable Mint die Zahlungsströme optimiert, kann DeGaming die nötige technische Basis für neue Casinoseiten liefern. Die Datenanalyse durch theMiracle erlaubt es wiederum, das Spielverhalten besser zu verstehen und personalisierte Angebote zu erstellen, ohne die Privatsphäre durch klassische Tracking-Methoden zu verletzen. Es ist ein ganzheitlicher Ansatz, der die technologischen Hürden für den Einstieg in den Blockchain-Markt senken soll.

Was heißt das für deutsche Spieler?

Für Spieler in Deutschland ist die Situation komplexer. Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) setzt sehr enge Grenzen für technologische Experimente. Bisher gibt es in Deutschland keine legale Plattform, die vollständig On-Chain operiert oder Kryptowährungen direkt für Einsätze zulässt. Alle Anbieter auf der GGL-Whitelist müssen strenge Anforderungen erfüllen, die oft mit zentralisierten Systemen wie LUGAS (Länderübergreifendes Glücksspielaufsichtssystem) verknüpft sind. Ein deutsches Casino muss sicherstellen, dass das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro über alle Anbieter hinweg eingehalten wird. Dies lässt sich derzeit nur schwer mit der Anonymität oder Pseudonymität vieler Blockchain-Lösungen vereinbaren.

Dennoch könnten die von TG3 entwickelten Technologien zur Transaktionssichtbarkeit langfristig auch in regulierten Märkten Einzug halten. Wenn eine Blockchain-Lösung dazu dient, den Spielerschutz zu verbessern oder die Fairness eines Slots zweifelsfrei nachzuweisen, könnten deutsche Behörden Interesse zeigen. Aktuell bleibt es jedoch dabei: Deutsche Kunden sollten nur bei Anbietern spielen, die eine offizielle Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder besitzen. Dort greifen auch die Schutzmechanismen wie das Einsatzlimit von 1 Euro pro Spielrunde bei Slots und die verpflichtende Panik-Taste.

Was das für GGL-Casinos heißt

Casinos mit GGL-Lizenz beobachten solche technologischen Sprünge genau. Die Implementierung von Blockchain-Elementen könnte in Zukunft helfen, Berichtspflichten gegenüber der Behörde zu automatisieren. Wenn jede Transaktion On-Chain verifiziert wird, sinkt der administrative Aufwand für die Einhaltung von Anti-Geldwäsche-Richtlinien. Vorerst bleiben die Entwicklungen von TG3 jedoch eher ein Thema für den internationalen Markt, da die deutsche Regulierung sehr spezifische IT-Schnittstellen vorschreibt, die mit vielen dezentralen Lösungen noch nicht kompatibel sind. Die Innovationskraft von Firmen wie TG3 zeigt aber, wohin die Reise gehen könnte: Weg von Blackbox-Systemen hin zu beweisbarer Fairness durch Code.

Häufige Fragen

Was genau ist das Ziel des TG3-Ökosystems?

TG3 möchte ein vernetztes Netzwerk aus Blockchain-basierten Unternehmen schaffen, die gemeinsam Infrastrukturen für Online-Glücksspiele nutzen. Ziel ist eine höhere Transparenz bei Zahlungen und die Verifizierbarkeit von Spielaktivitäten direkt auf der Kette.

Welche Unternehmen gehören bereits zum Portfolio von TG3?

Zum aktuellen Portfolio zählen unter anderem DeGaming, BetMode, Stable Mint, theMiracle und Streaming systems. Diese Firmen decken Bereiche wie Casino-Infrastruktur, Zahlungsabwicklung und Verhaltensanalyse ab.

Welche technische Plattform nutzt TG3 für seine On-Chain-Lösungen?

Das gesamte Ökosystem basiert auf Etherlink, einer speziellen Blockchain-Infrastruktur. Diese ermöglicht laut TG3 bereits jetzt reale Transaktionen und die Generierung von Umsätzen.

Wie können neue Gründer Teil dieses Netzwerks werden?

TG3 sucht aktiv nach Gründern und etablierten Unternehmen, die das bestehende System ergänzen können. Das Management nutzt Branchenevents wie den SBC Summit in Lissabon für Erstgespräche und Akquisen.

Sind diese Blockchain-Casinos in Deutschland legal?

Aktuell verfügen Anbieter, die rein auf Blockchain-Basis wie dem TG3-Modell operieren, in der Regel nicht über eine deutsche GGL-Lizenz. Deutsche Spieler sollten sich an die Whitelist halten, um durch den GlüStV 2021 geschützt zu sein und Limits wie die 1.000-Euro-Grenze einzuhalten.

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Über die Autorin

Lisa Lustich

Lisa Lustich

Chefredakteurin & Casino-Testerin

Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).

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Quellen & weiterführende Links

Glücksspiel kann süchtig machen. Spielen Sie verantwortungsbewusst. Hilfe und Beratung unter 0800 1 372 700 (BZgA, kostenlos & anonym).

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