US-Finanzministerium sanktioniert mexikanische Rennbahn wegen Kartell-Verbindungen
KI-GENERIERTDie US-Behörde OFAC hat gegen den Club La Molienda und weitere 14 Akteure Sanktionen verhängt, da diese Gelder für das berüchtigte Cartel del Noreste waschen sollen.
Das US-Finanzministerium greift hart gegen die finanzielle Infrastruktur mexikanischer Drogenkartelle durch. Am 13. Oktober wurden umfassende Sanktionen gegen ein Netzwerk bekannt gegeben, das eng mit dem Cartel del Noreste (CDN) verknüpft ist. Diese kriminelle Vereinigung gilt als direkter Nachfolger der berüchtigten Los Zetas, die für einige der schlimmsten Gewalttaten in der jüngeren Geschichte Mexikos verantwortlich gemacht werden. Im Fokus der Ermittler steht insbesondere der Sektor der Pferderennen, der offenbar systematisch zur Verschleierung illegaler Herkunftsnachweise genutzt wird.
Die Maßnahmen des Office of Foreign Assets Control (OFAC) zielen darauf ab, den Geldfluss des Kartells zu unterbinden. Das Hauptquartier des CDN befindet sich in Nüvo Laredo, direkt gegenüber der texanischen Stadt Laredo. Da über diesen Grenzpunkt etwa 40 Prozent des gesamten kommerziellen Verkehrs zwischen den USA und Mexiko abgewickelt werden, besitzt die Organisation eine enorme strategische Macht. Durch die Kontrolle über Branchen wie das Transportwesen, den Bausektor und eben den Rennsport versucht das Kartell, seinen Einfluss zu zementieren und Gewinne aus dem Drogenhandel zu legitimieren.
Zahlen und Fakten
Insgesamt wurden vier Einzelpersonen und elf Unternehmen auf die schwarze Liste gesetzt. Prominentestes Ziel ist der Club La Molienda, eine Kombination aus Pferderennbahn, Restaurant und Bar am Rande von Nüvo Laredo. Die Einrichtung gehört laut Behördenangaben Miguel Ángel Treviño Morales, auch bekannt als Z-40. Obwohl sich Morales derzeit in den USA in Haft befindet, wird die Rennbahn weiterhin von seinen Vertrauten gesteuert. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Kartell hier massiv Gelder durch Eintrittsgelder und Wetten wäscht.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Ermittlungen betrifft die Zusammenarbeit mit dem Casino Centenario. Dieses Glücksspielhaus, das bereits zuvor wegen Verbindungen zum Drogenhandel und Berichten über Folterkammern sanktioniert wurde, soll Spielern ermöglicht haben, auf Rennen im Club La Molienda zu wetten. Damit schließt sich der Kreis einer komplexen Geldwäsche-Operation, die sowohl physische Rennbahnen als auch Casinostrukturen umfasst.
Hintergrund
Die Quarter-Horse-Industrie wird schon seit Jahren von kriminellen Organisationen missbraucht. Kartellmitglieder erwerben hochwertige Pferde, oft auch aus den Vereinigten Staaten, um diese bei Rennen wie in La Molienda antreten zu lassen. Unter den neu Sanktionierten befindet sich auch Gamaliel Garza García, ein Geschäftsmann, der in New Mexico und Kalifornien an Rennen teilnahm. Während die US-Rennbahnen selbst nicht beschuldigt werden, verdeutlicht dieser Fall die grenzüberschreitende Dimension der Kartellaktivitäten.
„Die heutige Maßnahme legt offen, wie das Cartel del Noreste den Pferderennsport ausnutzt, um illegale Erträge zu waschen und Kartelloperationen zu finanzieren.“ - Scott Bessent, Finanzminister der Vereinigten Staaten
Seit Beginn des Jahres 2025 hat das OFAC etwa 40 Aktionen gegen mehr als 500 Akteure durchgeführt. Die aktuelle Operation wurde durch eine gemeinsame Untersuchung mit der Homeland Security Task Force (HSTF) ermöglicht, an der unter anderem das FBI, die DEA und die Steuerbehörde IRS beteiligt waren.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Deutsche Spieler kommen mit solchen internationalen Sanktionen nur indirekt in Berührung, doch sie verdeutlichen, warum eine strenge Regulierung essenziell ist. In Deutschland bietet der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) einen Schutzschirm gegen kriminelle Verflechtungen. Während Anbieter auf Curacao oder in anderen Offshore-Jurisdiktionen oft kaum auf Geldwäsche geprüft werden, unterliegen GGL-lizenzierte Anbieter striktesten Kontrollen. Deutsche Kunden müssen sich an das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro halten, das über das LUGAS-System überwacht wird. Diese Maßnahmen dienen nicht nur dem Spielerschutz, sondern verhindern auch, dass deutsches Kapital in globale Geldwäschekreisläufe gerät, wie sie nun in Mexiko aufgedeckt wurden. Wer sicher und legal spielen möchte, sollte daher ausschließlich Anbieter wählen, die auf der offiziellen Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) stehen.
Was das für GGL-Casinos heißt
Für Betreiber mit einer GGL-Lizenz bedeuten solche Nachrichten eine Bestätigung ihrer strengen Compliance-Vorgaben. Geldwäscheprävention ist kein Selbstzweck, sondern schützt die Integrität des gesamten Marktes. Deutsche Anbieter müssen sicherstellen, dass ihre Zahlungsströme sauber sind und keine Verbindungen zu sanktionierten Entitäten bestehen. Die aktuellen US-Sanktionen gegen mexikanische Firmen zeigen, wie schnell scheinbar legitime Unternehmen in kriminelle Netzwerke verstrickt sein können. GGL-lizenzierte Casinos sind verpflichtet, die Herkunft der Mittel ihrer Spieler bei Verdacht genau zu prüfen, was den Standort Deutschland zu einem der sichersten, wenn auch am stärksten regulierten Märkte der Welt macht.
Häufige Fragen
Warum wurde der Club La Molienda sanktioniert?
Die Pferderennbahn wird beschuldigt, als Frontorganisation für das mexikanische Cartel del Noreste zu dienen. Durch Eintrittsgelder und Wetten sollen dort illegale Einnahmen aus dem Drogenhandel gewaschen werden.
Wer steckt hinter den sanktionierten Unternehmen?
Als Hauptverantwortlicher gilt Miguel Ángel Treviño Morales, der Anführer des Kartells, der jedoch derzeit in den USA inhaftiert ist. Das Netzwerk umfasst zudem Geschäftsleute wie Gamaliel Garza García, die im Rennsport aktiv sind.
Welche Folgen haben die US-Sanktionen für die Betroffenen?
Alle Vermögenswerte der sanktionierten Personen und Firmen in den USA werden eingefroren. Zudem ist es US-Bürgern und Unternehmen ab sofort untersagt, Geschäfte mit ihnen zu tätigen.
Gibt es eine Verbindung zu Casinos?
Ja, das Casino Centenario wurde ebenfalls sanktioniert, da es Wetten auf die Rennen im Club La Molienda ermöglichte. Das Casino war bereits früher wegen Drogenhandels und Gewaltverbrechen im Visier der Behörden.
Sind deutsche Online Casinos von diesen Kartell-News betroffen?
Direkt betroffen sind sie nicht, aber der Fall unterstreicht die Wichtigkeit der deutschen GGL-Lizenz. Deutsche Spieler sollten nur bei Anbietern auf der Whitelist spielen, um sicherzugehen, dass sie nicht unwissentlich kriminelle Strukturen unterstützen.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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