Lustich.de arbeitet nicht gewinnorientiert. Überschüsse fließen in gemeinnützige Projekte, zum Beispiel in den Bau von Schulen und Brunnen in Benin (Westafrika). Mehr erfahren
Alle RatgeberSteuern

Casino-Gewinne in Deutschland versteuern: Wann das Finanzamt kassiert

1. August 202612 Minvon Lisa Lustich
Redaktionell geprüft von Lisa LustichLetzte Prüfung:
Casino-Gewinne in Deutschland versteuern: Wann das Finanzamt kassiertKI-GENERIERT

Der Gewinn im Casino löst bei vielen Spielern unverzüglich die Frage nach dem Finanzamt aus. Die Rechtslage in der Bundesrepublik Deutschland zeigt sich in dieser Hinsicht vergleichsweise eindeutig. Wer bei einem lizenzierten Wettauszahlungsdienstleister oder in einer staatlich zugelassenen Spielbank Geld gewinnt, darf diese Summe in vollem Umfang behalten. Das deutsche Einkommensteuerrecht verfolgt einen klar definierten Katalog von Einkunftsarten. Ein reiner Glücksspielgewinn lässt sich in diese Kategorien schlichtweg nicht einordnen. Aus diesem Grund bleibt der plötzliche Reichtum aus einem Spielautomaten oder von einem Roulette-Tisch steuerfrei.

Das Einkommensteuergesetz (EStG) regelt in § 2 Abs. 1 genau, welche Einnahmen der staatlichen Abgabenpflicht unterliegen. Dazu gehören Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb, selbständiger Arbeit, nichtselbständiger Arbeit, Kapitalvermögen, Vermietung und Verpachtung sowie sonstige Einkünfte im Sinne des § 22 EStG. Glücksspielgewinne tauchen in diesem Aufzählungskatalog an keiner Stelle auf. Der Gesetzgeber bewertet den Gewinn im Casino als Resultat eines aleatorischen Rechtsgeschäfts. Das bedeutet: Der Ausgang hängt vom puren Zufall ab. Da Verluste beim privaten Glücksspiel steuerlich keineswegs als Sonderausgaben oder Werbungskosten geltend gemacht werden dürfen, verzichtet der Staat im Gegenzug auf die Besteuerung der Gewinne.

Die rechtliche Basis: Warum Casino-Gewinne grundsätzlich steuerfrei sind

Die rechtliche Einordnung von Spielgewinnen beruht auf einem historischen Prinzip des deutschen Steuerrechts. Steuerpflichtiges Einkommen setzt eine planmäßige Teilnahme am wirtschaftlichen Verkehr voraus. Bei einem Gelegenheitsspieler fehlt diese Voraussetzung vollständig. Ein Casinobesucher setzt eigenes Vermögen ein und setzt sich dem Verlustrisiko aus. Erbringt er dabei keine nachhaltige wirtschaftliche Leistung, bleibt der Ertrag steuerfrei. Dies gilt unabhängig von der Höhe des gewonnenen Betrags. Eine Auszahlung von 50 Euro unterliegt denselben rechtlichen Maßstäben wie ein Hauptgewinn von 2.000.000 Euro.

Diese Privilegierung schützt Spieler vor unerwarteten Forderungen durch die Finanzverwaltung. Sie gilt jedoch uneingeschränkt nur für Angebote, die im Einklang mit den nationalen Gesetzen stehen. Die Verteilung von Glücksspielangeboten regelt seit Juli 2021 der Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV 2021). Wer bei einem Betreiber spielt, der auf der offiziellen Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) geführt wird, bewegt sich im legalen Rahmen. Die dabei erzielten Erträge gelten vor den deutschen Finanzbehörden als ordnungsgemäß erlangt und bleiben einkommensteuerfrei. Gelegenheitsspieler müssen solche Summen folglich nicht einmal in ihrer jährlichen Steuererklärung erwähnen.

Die 5,3 Prozent Einsatzsteuer nach dem Rennwett- und Lotteriesteuergesetz

Auch wenn Gewinne für den Verbraucher steuerfrei bleiben, kassiert der Staat dennoch kräftig mit. Die Abgabenlast wird allerdings nicht beim Spieler erhoben, sondern direkt beim Betreiber des Glücksspiels angesetzt. Seit dem 1. Juli 2021 gilt in Deutschland eine Neuregelung des Rennwett- und Lotteriesteuergesetzes (RennwLottG). Nach § 36 RennwLottG wird auf jeden einzelnen Einsatz bei virtuellen Automatenspielen und Online-Poker eine Steuer von 5,3 Prozent fällig. Dieses Gesetz betrifft alle lizenzierten Online-Casinos, die ihre Dienste auf dem deutschen Markt anbieten.

Die Funktionsweise dieser Steuer unterscheidet sich grundlegend von einer Gewinnsteuer. Der Betreiber muss für jede Spielrunde 5,3 Cent pro eingesetztem Euro an das zuständige Finanzamt abführen. Es spielt dabei absolut keine Rolle, ob die jeweilige Spielrunde zu einem Gewinn oder zu einem Verlust führt. Um diese erhebliche Steuerlast auszugleichen, haben die lizenzierten Anbieter die Auszahlungsquoten (Return to Player, RTP) ihrer virtuellen Spielautomaten angepasst. Betrug der durchschnittliche RTP vor der Gesetzgebung noch rund 96 Prozent, liegt er bei Angeboten mit deutscher Lizenz häufig zwischen 88 und 90 Prozent. Der Spieler zahlt somit keine direkte Steuer, trägt jedoch indirekt die mathematische Last dieser Abgabe.

Die Abgrenzung: Wann wird ein Hobbyspieler zum Berufsspieler?

Die gesetzliche Steuerfreiheit stößt an ihre Grenzen, sobald die Grenze von der reinen Freizeitbeschäftigung zur gewerblichen Tätigkeit überschritten wird. Wenn ein Bürger das Glücksspiel mit der Absicht betreibt, dauerhaft seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, prüft das Finanzamt den Sachverhalt eingehend. In diesem Fall kann eine Einstufung als Gewerbebetrieb gemäß § 15 EStG erfolgen. Die Grenze zwischen einem passionierten Hobby und einer gewerblichen Ausübung verläuft in der Praxis oft fließend.

Für die steuerliche Bewertung zieht die Finanzverwaltung verschiedene Kriterien heran. Maßgebend sind die Nachhaltigkeit der Betätigung, die Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr und die Absicht, Gewinne zu erzielen. Bei reinen Glücksspielen wie Roulette, Baccarat oder Spielautomaten bleibt eine Einstufung als Gewerbe jedoch selbst bei täglichem Spiel nahezu ausgeschlossen. Der Grund liegt in der mathematischen Struktur dieser Spiele. Da das Casino langfristig über einen unumstößlichen Bankvorteil verfügt, kann der Spieler keine planbare Gewinnabsicht durch eigene Fähigkeiten realisieren. Gewinne bei reinen Zufallsspielen bleiben daher auch bei extrem hoher Frequenz steuerfrei.

Poker im Fokus der Finanzverwaltung und des Bundesfinanzhofs

Gänzlich anders bewertet die Rechtsprechung das Pokerspiel. Bei Online-Poker oder Turnierspielen treten die Teilnehmer nicht gegen das Haus, sondern gegeneinander an. Durch mathematisches Wissen, strategisches Geschick und Spielanalyse lässt sich der Zufallsfaktor langfristig minimieren. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat sich in mehreren Grundsatzurteilen intensiv mit der Abgrenzung beschäftigt. Er kam zu dem Schluss, dass Turnierpoker nicht als reines Glücksspiel einzustufen ist, wenn der Spieler über Jahre hinweg planmäßig und erfolgreich agiert.

Erreicht ein Pokerspieler durch planmäßiges Verhalten nachhaltige Überschüsse, bewertet die Finanzbehörde dies als gewerbliche Tätigkeit. Wer seinen Lebensunterhalt überwiegend aus Pokergewinnen bestreitet, muss diese Einnahmen als Einkünfte aus Gewerbebetrieb versteuern. In solchen Fällen entfällt die Steuerbefreiung vollständig. Sämtliche Nettörträge unterliegen dann der regulären Einkommensteuer gemäß dem persönlichen Steuersatz. Zudem werden die Einnahmen ab Überschreiten des Freibetrags von 24.500 Euro gewerbesteuerpflichtig.

Folgekosten der Steuerpflicht: Gewerbesteuer und Buchführung

Wird ein Spieler von den Finanzbehörden als Gewerbetreibender eingestuft, ergeben sich daraus umfangreiche bürokratische Pflichten. Der Betroffene muss ein Gewerbe bei der zuständigen Gemeinde anmelden und ist zur ordnungsgemäßen Buchführung verpflichtet. Sämtliche Einnahmen und Ausgaben müssen lückenlos belegt werden. Der Spieler darf in diesem Fall allerdings auch seine Betriebsausgaben steuerlich absetzen. Dazu gehören Turniergelegenheiten (Buy-ins), Reisekosten, Übernachtungen, Coaching-Gebühren sowie benötigte Software-Tools.

Die Ermittlung des steuerbaren Gewinns erfolgt durch den Vergleich des Betriebsvermögens oder eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung nach § 4 Abs. 3 EStG. Verlustphasen lassen sich im gewerblichen Bereich mit Gewinnen verrechnen. Auch ein Verlustvortrag in zukünftige Steuerjahre ist unter bestimmten Bedingungen möglich. Die steuerliche Belastung kann in diesem Segment inklusive Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag bis zu 45 Prozent des Reingewinns betragen. Wer professionell Poker spielt, sollte zwingend einen Steuerberater konsultieren.

Kapitalertragsteuer: Was passiert mit dem Geld auf dem Bankkonto?

Ein wichtiger Aspekt betrifft die Verwendung des gewonnenen Geldes. Selbst wenn der eigentliche Gewinn im Moment der Auszahlung komplett steuerfrei vereinnahmt wird, endet die rechtliche Sonderstellung an diesem Punkt. Sobald das Geld auf dem Girokonto, einem Tagesgeldkonto oder in Anlageformen angelegt wird, greifen die allgemeinen Regeln des Steuerrechts. Jegliche Erträge, die aus dem gewonnenen Vermögen erwirtschaften werden, sind steuerpflichtig.

Zinsen aus Festgeldanlagen, Dividenden aus gekauften Aktien oder Kursgewinne beim Verkauf von Wertpapieren fallen unter die Einkünfte aus Kapitalvermögen gemäß § 20 EStG. In Deutschland gilt für diese Erträge die Abgeltungsteuer in Höhe von 25 Prozent. Zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer ergibt sich eine Gesamtbelastung von knapp 26,37 bis 27,99 Prozent. Jeder Anleger verfügt über einen Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro pro Person und Jahr (2.000 Euro bei zusammenveranlagten Ehepaaren). Alle darüber hinausgehenden Kapitalerträge zieht die depotführende Bank automatisch an das Finanzamt ab.

Sachpreise und Autos aus Casino-Gewinnspielen

In vielen Spielbanken und Online-Casinos werden neben Bargeld auch Sachpreise verlost. Häufig handelt es sich dabei um Sportwagen, Luxusreisen, Goldbarren oder hochwertige Elektronikgeräte. Die steuerliche Behandlung von Sachgewinnen folgt denselben Grundsätzen wie die Auszahlung von Bargeld. Gewinnt ein Spielteilnehmer bei einer Verlosung eines lizenzierten Anbieters ein Fahrzeug, ist dieser Gewinn für den privaten Gewinner einkommensteuerfrei.

Der Ermittlung des Werts liegt der reine Marktpreis zum Zeitpunkt des Zuflusses zugrunde. Entscheidet sich der Gewinner dazu, das gewonnene Auto unmittelbar nach dem Erhalt privat zu verkaufen, bleibt dieser Verkaufserlös ebenfalls steuerfrei. Handelt es sich jedoch um Wirtschaftsgüter, die mit einer Veräußerungsfrist belegt sind oder als Spekulationsgeschäft nach § 23 EStG eingestuft werden können, muss genauer hingesehen werden. Beim Verkauf von physischem Gold innerhalb von einem Jahr nach dem Gewinn greift die Spekulationsfrist für private Veräußerungsgeschäfte, sofern ein Gewinn erzielt wird. Nach Ablauf eines Haltedauer-Jahres ist der Verkauf von Sachwerten wie Gold oder Kunstgegenständen wiederum vollkommen steuerfrei.

Gefahren bei unlizenzierten Anbietern aus Malta oder Curaçao

Das deutsche Glücksspielrecht unterscheidet strikt zwischen lizenzierten Plattformen und Anbietern ohne deutsche Konzession. Viele Online-Casinos operieren mit Lizenzen aus Malta (MGA), Curaçao oder anderen Übersee-Territorien. Wer als Bürger mit Wohnsitz in Deutschland bei diesen Anbietern spielt, nimmt an einem nicht erlaubten Glücksspiel teil. Das Teilnahmeverbot ergibt sich aus den Regelungen des Glücksspielstaatsvertrags sowie § 285 des Strafgesetzbuches (StGB).

Aus dieser Rechtslage ergeben sich erhebliche finanzielle Risiken. Die Finanzbehörden und Strafverfolgungsorgane arbeiten im Rahmen der Bekämpfung von Geldwäsche eng zusammen. Erlangt das Finanzamt Kenntnis von Gewinnen aus unlizenzierten Glücksspielquellen, kann eine Einziehung von Taterträgen nach § 73 StGB angeordnet werden. Der Staat zieht in diesem Fall nicht etwa nur eine Steuer ab, sondern beschlagnahmt im Extremfall die gesamte Gewinnsumme. Zudem greift § 40 der Abgabenordnung (AO): Die Besteuerung wird nicht dadurch ausgeschlossen, dass ein Verhalten gegen ein gesetzliches Verbot verstößt. Im schlimmsten Szenario drohen dem Spieler sowohl der Verlust des Geldes als auch ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren.

Das Geldwäschegesetz und Nachweispflichten bei Banküberweisungen

Hohe Bargeldeinzahlungen oder plötzliche Überweisungen von Online-Casinos auf ein privates deutsches Bankkonto lösen automatisierte Prüfprozesse aus. Kreditinstitute sind nach dem Geldwäschegesetz (GwG) verpflichtet, ungewöhnliche Transaktionen zu überwachen und ab gewissen Schwellenwerten die Mittelherkunft zu hinterfragen. Bei Überweisungen ab einer Höhe von 10.000 Euro verlangen Kreditinstitute in der Regel schriftliche Nachweise über die Herkunft des Geldes.

Verbrauchende sollten auf solche Abfragen vorbereitet sein. Es ist ratsam, sämtliche Kontoauszüge, Auszahlungsbestätigungen und Spielhistorien der lizenzierten Spielbank lückenlos aufzubewahren. Die Auszahlungsbestätigung eines Anbieters von der offiziellen GGL-Whitelist dient gegenüber der Bank und dem Finanzamt als eindeutiger Beleg dafür, dass das Geld aus einem legalen Glücksspiel stammt. Fehlen diese Nachweise, ist die Bank gesetzlich verpflichtet, das Konto vorübergehend zu sperren und eine Verdachtsanzeige bei der Financial Intelligence Unit (FIU) einzureichen.

Schenkungsteuer und Vererbung von Glücksspielgewinnen

Gewinner von Großgewinnen zeigen sich oft freigebig und unterstützen Verwandte oder Freunde. Bei der Weitergabe von Gewinnsummen greift umgehend das Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz (ErbStG). Während der ursprüngliche Casino-Gewinn beim Gewinner steuerfrei ankommt, stellt die unentgeltliche Zuwendung an eine dritte Person eine steuerpflichtige Schenkung dar.

Das Gesetz sieht für Schenkungen gestaffelte Freibeträge vor, die alle zehn Jahre erneut ausgeschöpft werden können. Ehepartner und eingetragene Lebenspartner genießen einen Freibetrag von 500.000 Euro. Für leibliche Kinder und Stiefkinder gilt ein Freibetrag von 400.000 Euro. Schenkungen an Enkelkinder bleiben bis zu 200.000 Euro steuerfrei. Bei Personen der Steuerklasse III, zu denen nicht verwandte Freunde, Lebensgefährten oder Geschwister gehören, liegt der persönliche Freibetrag lediglich bei 20.000 Euro. Jeder Betrag, der diesen Satz innerhalb des Zehnjahreszeitraums übersteigt, muss vom Beschenkten mit Sätzen zwischen 30 und 50 Prozent versteuert werden.

Praktischer Leitfaden für Gewinner und Spielerschutz

Wer einen signifikanten Betrag im Casino gewinnt, sollte strukturiert vorgehen. An erster Stelle steht die Sicherung aller Belege und Nachweise über den Gewinn. Dies verhindert Verzögerungen bei Auszahlungen durch die Hausbank. Eine Meldung an das Finanzamt ist bei normalen Gelegenheitsspielern nicht notwendig, da Glücksspielgewinne keine steuerbare Einnahme darstellen. Bei Beträgen über einer Million Euro empfiehlt sich die Konsultation einer auf Glücksspielrecht spezialisierten Kanzlei.

Ebenso wichtig wie die rechtliche Absicherung bleibt der verantwortungsvolle Umgang mit dem Glücksspiel. Ein hoher Gewinn kann zu überschwänglichem Spielverhalten verleiten und das Risiko einer Suchtentwicklung erhöhen. Das Spielen sollte stets der Unterhaltung dienen und nicht als verlässliche Einnahmequelle verstanden werden. Bei Fragen zur Spielsuchtprävention hilft die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) anonym und kostenfrei unter der Rufnummer 0800 1 372 700.

Häufig gestellte Fragen

Sind Online-Casino-Gewinne in Deutschland grundsätzlich steuerfrei?

Ja, Gewinne aus Online-Casinos sind für Gelegenheitsspieler in Deutschland nach § 2 EStG einkommensteuerfrei. Dies setzt voraus, dass das Spiel in einer staatlich konzessionierten Spielbank oder bei einem Anbieter mit deutscher GGL-Lizenz stattfindet. Der Gewinn muss nicht in der jährlichen Steuererklärung angegeben werden.

Muss ich eine Auszahlung vom Casino der Bank oder dem Finanzamt melden?

Dem Finanzamt muss ein gewöhnlicher Gewinn nicht gemeldet werden. Die Bank fordert jedoch bei Beträgen ab 10.000 Euro aufgrund des Geldwäschegesetzes einen Herkunftsnachweis. Dafür reicht die Vorlage der offiziellen Gewinnbestätigung des lizenzierten Casino-Betreibers aus.

Wer zahlt die 5,3 Prozent Steuer bei Online-Slots?

Die Einsatzsteuer nach § 36 RennwLottG wird direkt vom Casino-Betreiber an das Finanzamt abgeführt. Der Spieler muss diese Abgabe nicht selbst berechnen oder zahlen. Lizenzierte Betreiber passen allerdings oft ihre Auszahlungsquoten an, um diese Steuerlast gegenzufinanzieren.

Wann verlangt das Finanzamt Steuern von Pokerspielern?

Pokerspieler werden steuerpflichtig, wenn sie das Spiel nachhaltig, mit dauerhafter Gewinnabsicht und als Hauptquelle zur Bestreitung ihres Lebensunterhalts betreiben. Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs gelten diese Einnahmen dann als gewerblich (§ 15 EStG) und unterliegen der Einkommen- sowie der Gewerbesteuer.

Was passiert mit Gewinnen aus Casinos ohne deutsche Lizenz?

Gewinne aus Online-Casinos mit Lizenzen aus Curaçao oder Malta stammen aus illegalem Glücksspiel nach § 285 StGB. Es drohen strafrechtliche Konsequenzen sowie die vollständige Einziehung des gewonnenen Geldes durch die Ermittlungsbehörden gemäß § 73 StGB.

Fallen Steuern an, wenn ich meinen Casino-Gewinn an Familie verschenke?

Ja, bei der Weitergabe von Gewinnen an Dritte greift das Schenkungsteuergesetz. Schenkungen an Ehepartner sind bis 500.000 Euro und an Kinder bis 400.000 Euro steuerfrei. Für Freunde oder Geschwister gilt innerhalb von zehn Jahren nur ein Freibetrag von 20.000 Euro.

Verwandte Themen

Weitere Ratgeber

Aktuelle News