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Las Vegas in der Krise: Casinobosse fordern Hilfe von Präsident Trump

Redaktionell geprüft von Lisa LustichLetzte Prüfung:
Las Vegas in der Krise: Casinobosse fordern Hilfe von Präsident TrumpKI-GENERIERT

Internationale Besucherzahlen in Las Vegas sanken 2025 um 14,7 Prozent. MGM-Chef Bill Hornbuckle fordert nun ein direktes Eingreifen der US-Regierung.

Die Glitzermetropole Las Vegas kämpft mit einem ernsthaften Problem: Die internationalen Touristen bleiben aus. Was früher ein Selbstläufer war, entwickelt sich im laufenden Jahr 2026 zu einer wirtschaftlichen Herausforderung für die größten Casinobetreiber der Welt. Bei einem hochrangig besetzten Treffen im Weißen Haus trugen Führungskräfte von MGM Resorts, Caesars Entertainment und Hard Rock International ihre Sorgen direkt dem US-Präsidenten Donald Trump vor. Sie fordern eine nationale Strategie, um den Abwärtstrend zu stoppen und die USA wieder zum attraktivsten Reiseziel der Welt zu machen.

Die Stimmung in der Branche ist angespannt, obwohl die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 im Juni für einen kurzzeitigen Rekordwert bei den Reiseausgaben von 122,1 Milliarden US-Dollar sorgte. Dieser Effekt verpuffte jedoch schnell. Die strukturellen Probleme wie lange Wartezeiten bei Visum-Interviews und die Auswirkungen von Zöllen wiegen schwerer. Besonders der Nachbar Kanada bereitet Sorgen, da dort die Besucherzahlen massiv zurückgingen. Die Casinobosse machen deutlich, dass ohne eine Kehrtwende in der Einreise- und Handelspolitik Zehntausende Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen.

Zahlen und Fakten

Die statistische Auswertung des vergangenen Jahres zeichnet ein düsteres Bild für die Glücksspielhauptstadt. Der Tourismus in Las Vegas schwächte sich 2025 deutlich ab, wobei die Gesamtbesucherzahlen um 7,5 Prozent sanken. Besonders dramatisch ist die Entwicklung bei den Gästen aus dem Ausland: Hier verzeichnete die Stadt einen Rückgang von 14,7 Prozent auf nur noch 2,2 Millionen Reisende. Damit rutschte Las Vegas im nationalen Vergleich der US-Reiseziele auf den sechsten Platz ab, weit hinter New York mit 8,9 Millionen und Miami mit 5,1 Millionen Besuchern aus Übersee.

Bill Hornbuckle, Präsident und CEO von MGM Resorts, fand bei dem Treffen deutliche Worte für die Notwendigkeit politischer Führung. Er betonte, dass die Branche auf Hilfe angewiesen sei, um das ambitionierte Ziel von 100 Millionen ausländischen Besuchern pro Jahr zu erreichen. Derzeit empfingen die USA im Jahr 2025 insgesamt 68,3 Millionen Gäste, was bereits ein Minus von 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutete. Bis Juli 2026 sanken die Ankünfte laut Handelsministerium um weitere 4,7 Prozent.

„Reisen ist schwierig. Reisen braucht Ihre Führung. Wenn wir 100 Millionen erreichen wollen, brauchen wir Ihre Hilfe, Ihr direktes Engagement. Wenn wir das schaffen, bedeutet das 400,000 zusätzliche Arbeitsplätze.“ - Bill Hornbuckle, Präsident und CEO von MGM Resorts

Hintergrund

Ein wesentlicher Grund für den Unmut in der Branche sind die regulatorischen Hürden, die unter der Trump-Regierung teils verschärft wurden. Geoff Freeman, Präsident der US Travel Association, kritisierte insbesondere die Bürgschaftspflichten für Reisende aus 50 Ländern. In diesen Märkten seien die Ankünfte um bis zu 80 Prozent eingebrochen. Hinzu kommen Proteste kanadischer Bürger gegen Trumps Zölle und Annexionsbestrebungen, was zu einem 20-prozentigen Rückgang der kanadischen Gäste führte. Die Casinobetreiber hoffen nun, dass der Präsident seine eigene Vergangenheit als Casino-Besitzer in Atlantic City nutzt, um die Branche zu stützen.

Ein Lichtblick für die Beschäftigten ist die Initiative „Keine Steuer auf Trinkgelder“. Diese Regelung erlaubt es Angestellten im Servicebereich, bis zu 25.000 US-Dollar an Trinkgeldern steuerfrei zu behalten. Trump versprach, diese Maßnahme als Teil des „One Big Beautiful Bill“ der Republikaner durchzusetzen. Während dies die Personalnot lindern könnte, löst es jedoch nicht das Problem der fehlenden internationalen High Roller an den Spieltischen von Las Vegas.

Was heißt das für deutsche Spieler?

Für deutsche Glücksspielfreunde, die gerne einen Trip nach Nevada planen, bedeuten diese Entwicklungen vor allem eines: mehr Bürokratie und potenziell höhere Kosten. Die strengen Einwanderungsbestimmungen und biometrischen Kontrollen erschweren die Einreise. Während Las Vegas mit sinkenden Zahlen kämpft, bleibt der deutsche Markt durch den Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) stark reguliert. Deutsche Spieler profitieren hierzulande von einem hohen Schutzniveau, das in den USA oft weniger ausgeprägt ist. Wer in Deutschland spielt, muss sich an das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro über alle Anbieter hinweg halten, das über das LUGAS-System überwacht wird.

Im Vergleich zu den laxen Regeln in Nevada bietet Deutschland durch die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) eine sicherere Umgebung. Die 1-Euro-Limitierung pro Spin an virtuellen Automaten mag zwar weniger spektakulär wirken als die riesigen Casinos in Vegas, sorgt aber für ein nachhaltiges Spielvergnügen. Wer dennoch den Weg über den Atlantik wagt, sollte die aktuellen Visa-Wartezeiten genau prüfen, da diese laut Branchenvertretern derzeit eines der größten Hindernisse für den internationalen Tourismus darstellen.

Was das für GGL-Casinos heißt

Die Schwächephase in Las Vegas könnte indirekt den lizenzierten deutschen Online-Casinos zugutekommen. Wenn Reisen in die USA komplizierter und teurer werden, rücken lokale Angebote stärker in den Fokus. Anbieter auf der GGL-Whitelist bieten legale Alternativen, die rechtssicher und kontrolliert sind. Während in den USA über Bürgschaften und biometrische Schnellspuren gestritten wird, setzt Deutschland auf Transparenz durch das OASIS-Sperrsystem. Der Fokus auf Spielerschutz bleibt das entscheidende Alleinstellungsmerkmal gegenüber internationalen Destinationen wie Curacao oder Malta, die oft als Negativbeispiele für mangelnde Aufsicht dienen.

Häufige Fragen

Warum sinken die Besucherzahlen in Las Vegas?

Die Hauptgründe sind strengere Einreisebestimmungen, lange Wartezeiten bei Visum-Interviews und diplomatische Spannungen mit Kanada. Zudem wirken sich Zölle und höhere Flugpreise negativ auf die Reisebereitschaft ausländischer Touristen aus.

Welche Rolle spielt die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 für die Branche?

Die Weltmeisterschaft sorgte im Juni 2026 für einen kurzzeitigen Anstieg der Reiseausgaben auf 122,1 Milliarden US-Dollar. Allerdings konnte dieser Effekt den allgemeinen Abwärtstrend der internationalen Besucherzahlen im restlichen Jahr bisher nicht dauerhaft umkehren.

Was beinhaltet die Initiative „Keine Steuer auf Trinkgelder“?

Es handelt sich um einen Plan der Republikaner, der es Servicekräften ermöglicht, bis zu 25.000 US-Dollar ihrer Trinkgeldeinnahmen von der Bundeseinkommensteuer abzuziehen. Dies soll vor allem die wirtschaftliche Situation der Angestellten in der Gastronomie und Casino-Branche verbessern.

Wie sicher ist das Online-Glücksspiel in Deutschland im Vergleich zu den USA?

In Deutschland bietet die GGL-Lizenzierung durch strenge Regeln wie das 1.000-Euro-Einzahlungslimit und die Anbindung an LUGAS ein sehr hohes Schutzniveau. In den USA variiert die Regulierung stark je nach Bundesstaat, wobei der Fokus in Las Vegas eher auf dem landbasierten Tourismus liegt.

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Über die Autorin

Lisa Lustich

Lisa Lustich

Chefredakteurin & Casino-Testerin

Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).

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Quellen & weiterführende Links

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