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Turbo-Portierung für Slots: Hydrastack und Defy the Odds verkürzen Entwicklungszeit

Redaktionell geprüft von Lisa LustichLetzte Prüfung:
Turbo-Portierung für Slots: Hydrastack und Defy the Odds verkürzen EntwicklungszeitKI-GENERIERT

Hydrastack und Defy the Odds verkürzen die Portierung von Casinospielen auf sechs bis acht Wochen und senken Kosten um bis zu 50 Prozent.

Die Welt der Online-Casinos dreht sich immer schneller, doch hinter den Kulissen bremsten technische Hürden den Nachschub an neuen Spielen oft monatelang aus. Wenn ein Spielautomat in einer Spielbank ein Erfolg ist, wollen die Betreiber diesen Titel so schnell wie möglich auch im Internet anbieten. Bisher war das ein mühsamer Prozess, der oft einem Neubau des gesamten Spiels gleichkam. Das US-Startup Hydrastack verspricht nun eine Revolution durch Automatisierung und hat mit Defy the Odds (DTO) einen starken Partner an der Seite, um den regulatorischen Dschungel zu durchqueren.

Die Kooperation zielt darauf ab, die Go-to-Market-Strategie von Hydrastack zu schärfen und das Netzwerk von DTO im Bereich Sportwetten und Casino zu nutzen. Hydrastack wurde von Veteranen der Glücksspielbranche gegründet, die aus eigener Erfahrung wissen, wie frustrierend die langen Wartezeiten für die Portierung von Inhalten sind. Mit einer proprietären Plattform, die unter anderem auf fein abgestimmten KI-Modellen basiert, können Spiele zwischen verschiedenen Kanälen wie Class II, Class III, Online und Social Gaming verschoben werden, ohne den Code von Grund auf neu zu schreiben.

Zahlen und Fakten

Die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Technologie sind massiv. Traditionell dauert die Portierung eines landbasierten Titels für die Online-Welt etwa sechs bis acht Monate. Die Kosten belaufen sich dabei auf rund 500.000 US-Dollar pro Spiel. Hydrastack behauptet, diese Zeitspanne auf lediglich sechs bis acht Wochen verkürzen zu können. Das entspricht einer Verdreifachung der Geschwindigkeit bei der Markteinführung. Zudem sollen die technischen Portierungskosten um etwa 50 Prozent sinken.

David Dimas, CEO von Hydrastack, der zuvor zehn Jahre als Produktmanager bei WMS Gaming (heute Light & Wonder) tätig war, kennt die Problematik genau. Er beobachtete jahrelang, wie umsatzstarke Titel in den Regalen verstaubten, weil die Konvertierung zu teuer und zu langsam war. Das Unternehmen hat bereits Pilotprojekte mit einem der drei größten Glücksspiel-Hersteller weltweit gestartet, um zwei Titel testweise zu konvertieren.

„Wir haben unsere Karrieren damit verbracht, für Real-Money-Gaming-Hersteller und Betreiber zu arbeiten. Wir haben den Schmerz hautnah gespürt, wenn Studios bewährte, umsatzbereite Titel im Regal stehen haben, weil die Konvertierung über verschiedene Kanäle hinweg bedeutet, sie von Grund auf neu zu bauen.“ - David Dimas, CEO von Hydrastack

Hintergrund

Die technische Lösung von Hydrastack setzt an einem Punkt an, den Kavin Kaviarasan, Mitbegründer und CTO, als Zentralisierung von Stammeswissen beschreibt. In vielen Studios ist die Logik der Spielentwicklung oft undokumentiert oder auf verschiedene Teams verteilt. Die Plattform ermöglicht es, Grafik, Programmierung und Mathematik an einem Ort zu bündeln. Besonders wichtig ist dabei die Datensicherheit: Die verwendeten KI-Modelle sind für jeden Hersteller isoliert, sodass kein Wissen oder sensible Daten von einem Studio zum anderen gelangen können.

Defy the Odds bringt in diese Partnerschaft vor allem die regulatorische Expertise ein. Da der Glücksspielmarkt weltweit streng reguliert ist, müssen neue Technologien hohe Hürden nehmen, um zertifiziert zu werden. Kelly Kehn, Mitbegründerin von DTO, betonte, dass Hydrastack eine Lösung gebaut habe, welche die Industrie tatsächlich benötige. Die Unterstützung durch Institutionen wie die University of Chicago und die UNLV (University of Nevada, Las Vegas) unterstreicht die wissenschaftliche und branchenspezifische Fundierung des Projekts.

Was heißt das für deutsche Spieler?

Für Spieler in Deutschland könnte diese Technologie bedeuten, dass ihre Favoriten aus der lokalen Spielhalle deutlich schneller den Weg in legale deutsche Online-Casinos finden. Seit dem Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrags (GlüStV 2021) dürfen in Deutschland nur Anbieter mit einer Lizenz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) operieren. Die strengen technischen Anforderungen der GGL, wie der Anschluss an das LUGAS-System zur Überwachung des Einzahlungslimits von 1.000 Euro pro Monat und der OASIS-Sperrdatei, machen die Integration neuer Spiele komplex.

Wenn Hersteller durch Tools wie Hydrastack Zeit und Kosten sparen, können sie mehr Ressourcen in die Anpassung an die deutschen Sonderregeln investieren, wie etwa das Einsatzlimit von maximal 1 Euro pro Spielrunde oder die vorgeschriebene fünfsekündige Wartezeit zwischen den Spins. Für den deutschen Markt, der durch die GGL-Whitelist klar definiert ist, bedeutet eine effizientere Softwareentwicklung letztlich ein vielfältigeres und qualitativ hochwertigeres Angebot bei legalen Anbietern, während illegale Angebote ohne Lizenz weiter an Boden verlieren sollten.

Was das für GGL-Casinos heißt

Deutsche Casinos mit GGL-Lizenz stehen in einem harten Wettbewerb. Ein schnelles Portfolio-Update ist entscheidend, um Spieler langfristig zu binden. Die Automatisierung hilft den Betreibern, exklusive Inhalte, die bisher nur in landbasierten Spielstätten verfügbar waren, zeitnah online zu stellen. Da die GGL jede Spielveröffentlichung genau prüft, ist die von Defy the Odds angebotene regulatorische Strategieberatung für Hydrastack essenziell, um sicherzustellen, dass die konvertierten Spiele von Beginn an alle deutschen Compliance-Vorgaben erfüllen.

Häufige Fragen

Was genau macht die Partnerschaft zwischen Hydrastack und Defy the Odds?

Defy the Odds unterstützt Hydrastack strategisch dabei, ihre neue Software zur automatisierten Portierung von Casinospielen auf den Markt zu bringen. Dabei liegt der Fokus auf der Bewältigung regulatorischer Anforderungen und dem Ausbau des geschäftlichen Netzwerks zu lizenzierten Herstellern.

Wie viel Zeit und Geld spart die neue Technologie bei der Spieleentwicklung?

Die Portierung eines Spiels dauert statt der üblichen sechs bis acht Monate nur noch etwa sechs bis acht Wochen. Gleichzeitig werden die technischen Entwicklungskosten durch den Einsatz der KI-gestützten Plattform um rund 50 Prozent gesenkt.

Warum ist die Konvertierung von landbasierten Slots so schwierig?

Bisher mussten Spiele für Online-Plattformen oft komplett neu programmiert werden, da die Codebasis der physischen Automaten nicht kompatibel war. Hydrastack nutzt KI, um den bestehenden Code effizient zu übersetzen, ohne die Integrität des Spielgefühls zu gefährden.

Dürfen diese neuen Spiele auch in Deutschland angeboten werden?

Ja, sofern sie von einem Anbieter mit einer Lizenz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) bereitgestellt werden. Die Spiele müssen dabei alle deutschen Regeln wie das 1-Euro-Einsatzlimit und die Anbindung an LUGAS erfüllen.

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Über die Autorin

Lisa Lustich

Lisa Lustich

Chefredakteurin & Casino-Testerin

Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).

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Quellen & weiterführende Links

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