Ex-DraftKings-Angestellter in Wettbetrug mit College-Basketball verwickelt
KI-GENERIERTEin früherer Sport-Trader von DraftKings wurde in Nevada wegen eines mutmaßlichen Wettbetrugs angeklagt. Dabei sollen absichtlich schlechte Leistungen eines Fresno State Basketballspielers zu Wetteinnahmen von rund 15.950 US-Dollar geführt haben.
In Nevada sind schwere Anschuldigungen gegen einen ehemaligen Sport-Trader des bekannten Anbieters DraftKings erhoben worden. Samuel Silverman wird beschuldigt, sich an einem Wettbetrug beteiligt zu haben, bei dem ein früherer Basketballspieler der Fresno State absichtlich schlecht gespielt haben soll. Ziel war es, aus bestimmten Wetten Profit zu schlagen. Die Verhaftung erfolgte am 5. Mai in Las Vegas.
Silverman wurden zwei Straftaten zur Last gelegt: die Begehung einer betrügerischen Handlung in einer Glücksspieleinrichtung und die Verschwörung zum Betrug bei einem Glücksspiel. Beide gelten nach dem Recht Nevadas als Schwerverbrechen der Klasse C. Er plädiert auf nicht schuldig. Der Fall zeigt einmal mehr die anhaltenden Herausforderungen bei der Integrität von Sportwetten im College-Bereich, insbesondere bei sogenannten Spieler-Prop-Wetten.
Zahlen und Fakten
Die Ermittlungen des Nevada Gaming Control Board (NGCB) deckten auf, dass Samuel Silverman angeblich mit dem ehemaligen Fresno State Spieler Mykell Robinson, dessen Teamkollegen Steven Vasquez und dem früheren DraftKings Sport-Trader Matthew Martin zusammenarbeitete. Martin soll am 7. Januar 2025 drei sogenannte Same-Game-Parlay-Wetten im Wert von 2.200 US-Dollar auf Robinsons Unterleistung in den Kategorien Punkte, Rebounds, Assists und Dreipunktwürfe platziert haben. Robinson spielte nur 21 Minuten und erreichte drei Punkte, zwei Rebounds und keine Assists. Aus diesem Wettbetrug wurden etwa 15.950 US-Dollar an Gewinnen erzielt.
Silverman wird vorgeworfen, bei der Verteilung der Wettgewinne geholfen zu haben. Etwa 11.325 US-Dollar der Erlöse wurden Martin zugeordnet, 3.000 US-Dollar Silverman, 1.425 US-Dollar Robinson und 200 US-Dollar Vasquez. Die NCAA verhängte bereits im September 2025 lebenslange Sperren gegen Robinson, Vasquez und den ehemaligen Spieler Jalen Weaver wegen Verstoßes gegen NCAA-Glücksspielregeln.
Hintergrund
Die Vorwürfe sind nicht neu, aber die gerichtliche Verfolgung eines ehemaligen Mitarbeiters eines Sportwettenanbieters ist ein signifikanter Schritt. Die NCAA, der Dachverband des College-Sports in den USA, hat sich wiederholt dafür eingesetzt, Spieler-Prop-Wetten im College-Sport zu verbieten. Dies liegt daran, dass solche Wetten ein hohes Risiko für die Manipulation von Spielen bergen. Einzelne Athleten könnten leichte Handhabe haben, statistische Ergebnisse zu beeinflussen, ohne zwangsläufig das Gesamtergebnis eines Spiels zu verändern. Dies wird als eine große Gefahr für die Integrität des Sports gesehen.
Mike Dreitzer, Vorsitzender des NGCB, bestätigte, dass die Behörde weiterhin aggressiv gegen Aktivitäten vorgehen werde, die die Integrität des regulierten Sportwettgeschäfts gefährden. Die Ermittlungen des NGCB zu verdächtigen Wettaktivitäten rund um die Basketballspiele der Fresno State Men im Zeitraum 2024 und 2025 wurden im Juni abgeschlossen. Es wurde eine Verhaftung bestätigt, und weitere Verdächtige werden aktiv verfolgt.
„Wir werden Herrn Silverman vor Gericht energisch verteidigen, basierend auf Beweisen und Fakten – nicht im Gerichtshof der öffentlichen Meinung, der durch Voreingenommenheit, Spekulationen und Gerüchte verunreinigt ist.“ - Michael D. Pariente, Anwalt von Samuel Silverman
Dieses Zitat seines Anwalts zeigt, dass die Verteidigung die Anschuldigungen entschieden zurückweist und eine öffentliche Vorverurteilung ablehnt.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für deutsche Spieler, die ihre Wetten bei lizenzierten Anbietern in Deutschland platzieren, haben solche Vorfälle in den USA keine direkten Auswirkungen auf ihre Wettmöglichkeiten oder die Sicherheit ihrer Einlagen. Der deutsche Glücksspielmarkt unterliegt dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) und wird von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) streng reguliert. Diese Regulierung zielt darauf ab, Spielmanipulation und Betrug zu verhindern und den Spielerschutz zu gewährleisten. Sportwettenanbieter in Deutschland mit einer GGL-Lizenz müssen strenge Auflagen erfüllen.
Das schließt Maßnahmen wie das Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat über das LUGAS-System ein, das Spieler vor übermäßigen Ausgaben schützt. Auch Einsätze werden überwacht, wenn auch nicht so strikt wie bei Automatenspielen mit dem 1 Euro pro Spin Limit. Die GGL-Whitelist listet alle legalen Anbieter in Deutschland auf. Spieler sollten immer darauf achten, nur bei diesen Anbietern zu spielen, um sicherzustellen, dass sie in einem regulierten und sicheren Umfeld agieren. Der Fall in den USA unterstreicht die Notwendigkeit robuster Kontrollmechanismen, die in Deutschland zum Glück bereits implementiert sind.
Was das für GGL-Casinos heißt
Obwohl dieser Fall speziell Sportwetten betrifft, wirken sich die zugrunde liegenden Integritätsfragen indirekt auch auf die Wahrnehmung des gesamten Glücksspielmarktes aus. Für Betreiber von Online-Casinos mit GGL-Lizenz bedeutet dies, dass das Vertrauen der Spieler oberstes Gut bleibt. Jede Verfehlung in einem Teilbereich des Glücksspiels kann das Vertrauen der Öffentlichkeit in die gesamte Branche untergraben.
GGL-lizenzierte Casinos unterliegen strengen Auflagen, die unter anderem die Fairness der Spiele garantieren sollen. Regelmäßige Audits und unangekündigte Kontrollen sind hier Standard. Fall wie der von DraftKings zeigen, dass Betrugsversuche nicht nur von außen kommen können, sondern auch interne Akteure involviert sein können. Die klare Kommunikation und die strikte Einhaltung der Vorschriften seitens der GGL-Anbieter sind daher essenziell, um das Vertrauen der deutschen Spieler zu sichern und sich klar von unseriösen Anbietern, etwa auf Curacao oder Malta, abzugrenzen.
Häufige Fragen
Wer wurde im Zusammenhang mit dem Wettbetrug in Nevada angeklagt?
Samuel Silverman, ein ehemaliger Sport-Trader von DraftKings, wurde in Nevada angeklagt. Ihm wird vorgeworfen, sich an einem Wettbetrug beteiligt zu haben, bei dem ein Spieler absichtlich schlecht gespielt haben soll.
Welche Verbrechen werden Samuel Silverman zur Last gelegt?
Silverman werden zwei Straftaten zur Last gelegt: die Begehung einer betrügerischen Handlung in einer Glücksspieleinrichtung und die Verschwörung zum Betrug bei einem Glücksspiel. Beide gelten in Nevada als Schwerverbrechen der Klasse C.
Wer waren angeblich an dem Wettbetrug beteiligt?
Die Ermittlungen deuten auf eine Zusammenarbeit zwischen Samuel Silverman, dem ehemaligen Fresno State Spieler Mykell Robinson, dessen Teamkollegen Steven Vasquez und dem früheren DraftKings Sport-Trader Matthew Martin hin.
Wie hoch war der erzielte Gewinn durch den Wettbetrug?
Durch den Wettbetrug, der auf die Unterleistung von Mykell Robinson abzielte, wurden Gewinne von etwa 15.950 US-Dollar erzielt. Die Wettgewinne wurden unter den Beteiligten aufgeteilt.
Welche Maßnahmen hat die NCAA gegen die beteiligten Spieler ergriffen?
Die NCAA verhängte lebenslange Sperren gegen die ehemaligen Spieler Mykell Robinson, Steven Vasquez und Jalen Weaver. Grund waren Verstöße gegen die NCAA-Glücksspielregeln im Zusammenhang mit den Wettaktivitäten.
Welche Auswirkungen hat dieser Fall auf deutsche Spieler und GGL-lizenzierte Casinos?
Für deutsche Spieler bei GGL-lizenzierten Anbietern hat der Fall keine direkten Auswirkungen, da der deutsche Markt streng reguliert ist. Er unterstreicht jedoch die Notwendigkeit robuster Kontrollen und kann das Vertrauen in die gesamte Branche beeinflussen, was GGL-Casinos zu strikter Einhaltung ihrer Auflagen zwingt.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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