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Groupe Partouche meldet Umsatzplus durch starke Tischspiele in Frankreich

Redaktionell geprüft von Lisa LustichLetzte Prüfung:
Groupe Partouche meldet Umsatzplus durch starke Tischspiele in FrankreichKI-GENERIERT

Der französische Casinoriese Groupe Partouche steigert seinen Quartalsumsatz auf 120,3 Millionen Euro. Besonders die klassischen Tischspiele trieben das Wachstum im Heimatmarkt massiv voran.

Die französische Casinogruppe Groupe Partouche blickt auf ein erfolgreiches drittes Quartal zurück. Im Zeitraum von Mai bis Juli 2026 stieg der konsolidierte Umsatz auf 120,3 Millionen Euro, was einem Zuwachs von 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Dieser Trend setzt sich über das gesamte bisherige Geschäftsjahr fort, in dem das Unternehmen bereits 360,7 Millionen Euro umsetzen konnte. Besonders der französische Kernmarkt erwies sich als Wachstumsmotor, während internationale Projekte durch bauliche Veränderungen kurzzeitig ausgebremst wurden.

Der Bruttospielertrag (Gross Gaming Revenue, GGR) kletterte im dritten Quartal auf stolze 200 Millionen Euro. Dies markiert eine Steigerung von 5,8 Prozent im Vergleich zu den 189 Millionen Euro aus dem Vorjahr. Auffällig ist hierbei die Verschiebung innerhalb der Spielkategorien. Während Spielautomaten traditionell das Rückgrat bilden, erlebten die klassischen, nicht-elektronischen Tischspiele in Frankreich eine regelrechte Renaissance. Hier schoss der Ertrag um 76 Prozent nach oben, was die Attraktivität der physischen Spielbanken unterstreicht.

Zahlen und Fakten

Die detaillierte Betrachtung der Neunmonatsbilanz zeigt eine stabile Aufwärtskurve. Mit einem Gesamtumsatz von 360,7 Millionen Euro liegt die Gruppe 3,7 Prozent über dem Vorjahreswert. Der GGR für diesen Zeitraum beläuft sich auf 571,1 Millionen Euro. Davon entfallen 510,7 Millionen Euro auf die französischen Standorte, was einem Plus von 3,7 Prozent entspricht. Das internationale Geschäft steuerte 60,4 Millionen Euro bei, was einer Steigerung von 3,9 Prozent gleichkommt.

Im dritten Quartal selbst stieg der GGR in Frankreich auf 181,1 Millionen Euro. Ein wesentlicher Treiber war hier der Zuwachs bei den Tischspielen auf 28,2 Millionen Euro. Im Ausland sank der GGR jedoch um 5,1 Prozent auf 18,9 Millionen Euro. Der Grund liegt in der Schweiz, genauer gesagt im Casino Meyrin. Dort führten umfangreiche Renovierungsarbeiten zu einem Rückgang der Erträge aus Spielautomaten um 25,4 Prozent auf nur noch 6,5 Millionen Euro. Ohne Berücksichtigung der Neuerwerbungen in Cannes und Cotonou stieg der GGR auf vergleichbarer Basis um 6,1 Prozent auf 194,1 Millionen Euro.

Hintergrund

Groupe Partouche verfolgt eine konsequente Strategie der Modernisierung und Expansion. Die Übernahme des Casino Partouche Cannes 50 Croisette Ende Februar 2025 sowie die Eröffnung des Casinos in Cotonou, Benin, im Januar 2025 haben das Portfolio erweitert. Neben dem reinen Glücksspiel legt das Unternehmen zunehmend Wert auf soziale und ökologische Verantwortung. Zum fünften Mal in Folge wurde die nicht-finanzielle Leistung im Rahmen eines Impact-Darlehens bewertet. Das Ergebnis von 69 von 100 Punkten liegt deutlich über dem Marktdurchschnitt.

„Groupe Partouche hat eine Punktzahl von 69/100 erreicht – eine Steigerung um sechs Punkte im Vergleich zum Vorjahr und 10 Punkte über dem Benchmark-Wert.“ - Richard Hollis, Finanzredakteur bei InterGame

Diese positive Bewertung der Nachhaltigkeit spiegelt sich auch in der finanziellen Stabilität wider. Das Unternehmen profitiert von einer Erholung der Besucherzahlen nach schwierigen Phasen, die durch schlechtes Wetter oder politische Unsicherheiten geprägt waren. Die Investitionen in die Standorte Annemasse, Divonne und La Tour-de-Salvagny zahlen sich nun durch zweistellige Wachstumsraten aus.

Was heißt das für deutsche Spieler?

Für deutsche Spieler bleibt die Situation bei französischen Anbietern wie Partouche vorerst auf den landbasierten Bereich beschränkt. Wer in Deutschland legal online spielen möchte, muss zwingend auf die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) achten. Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 setzt hier enge Grenzen, um den Spielerschutz zu gewährleisten. Dazu gehören das anbieterübergreifende Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat sowie das Einsatzlimit von 1 Euro pro Spin an virtuellen Automaten. Diese Regeln dienen der Suchtprävention und werden über das LUGAS-System überwacht.

Ein direkter Zugang zu den Online-Angeboten der Groupe Partouche, wie sie etwa in der Schweiz oder Frankreich existieren, ist für Nutzer mit Wohnsitz in Deutschland ohne entsprechende deutsche Lizenz nicht legal möglich. Dennoch zeigen die Zahlen aus Frankreich, dass der Trend zum hochwertigen Live-Spiel ungebrochen ist. Deutsche Spieler, die das Flair klassischer Tischspiele suchen, finden in lizenzierten deutschen Spielbanken oder bei regulierten Online-Anbietern mit GGL-Zulassung sichere Alternativen. Der Schutz durch deutsche Gesetze verhindert zudem, dass Gewinne bei dubiosen MGA- oder Curacao-Anbietern einbehalten werden.

Was das für GGL-Casinos heißt

Deutsche Betreiber mit GGL-Lizenz können aus den Partouche-Zahlen lernen, dass die Nachfrage nach Tischspielen massiv ansteigt, wenn das Umfeld stimmt. Da in Deutschland das Online-Tischspiel (Roulette, Blackjack) Ländersache ist und oft staatlichen Spielbanken vorbehalten bleibt, entsteht hier eine Nische, die physische Standorte stärkt. GGL-lizenzierte Portale müssen sich weiterhin auf Slots konzentrieren, können aber durch Transparenz und soziale Verantwortung, ähnlich wie Partouche mit ihrem ESG-Score, das Vertrauen der Kunden gewinnen. Die Einhaltung der strengen deutschen Regeln ist hierbei kein Hindernis, sondern ein Qualitätsmerkmal im Wettbewerb gegen den Schwarzmarkt.

Häufige Fragen

Wie viel Umsatz hat Groupe Partouche im dritten Quartal 2026 gemacht?

Das Unternehmen erzielte einen konsolidierten Umsatz von 120,3 Millionen Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 5,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Warum ist das internationale Geschäft der Gruppe leicht zurückgegangen?

Der Rückgang von 5,1 Prozent im Ausland ist primär auf umfangreiche Renovierungsarbeiten im Schweizer Casino Meyrin zurückzuführen. Dort fielen die Erträge aus Spielautomaten um über 25 Prozent.

Welchen Einfluss haben Tischspiele auf das Gesamtergebnis?

In Frankreich stiegen die Erträge aus nicht-elektronischen Tischspielen im dritten Quartal um beeindruckende 76 Prozent auf 28,2 Millionen Euro. Dies war der Hauptfaktor für das starke Wachstum im Heimatmarkt.

Können deutsche Spieler legal bei Groupe Partouche online spielen?

Online-Angebote sind für deutsche Spieler nur dann legal, wenn der Anbieter auf der offiziellen Whitelist der GGL steht. Aktuell konzentriert sich Partouche auf den physischen Markt in Frankreich und lizenzierte Online-Märkte wie die Schweiz, verfügt aber über keine deutsche Online-Lizenz.

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Über die Autorin

Lisa Lustich

Lisa Lustich

Chefredakteurin & Casino-Testerin

Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).

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Quellen & weiterführende Links

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