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Circa Sports expandiert nach Arizona: Partnerschaft mit dem Paiute Stamm fix

Redaktionell geprüft von Lisa LustichLetzte Prüfung:
Circa Sports expandiert nach Arizona: Partnerschaft mit dem Paiute Stamm fixKI-GENERIERT

Der Buchmacher Circa Sports Arizona LLC hat die Genehmigung für den Marktstart in Arizona erhalten. Damit wird der Anbieter zur Nummer 15 im umkämpften Glücksspielmarkt des Bundesstaats.

Der Glücksspielmarkt in den USA bleibt in Bewegung und zeigt erneut, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen kommerziellen Anbietern und indigenen Gemeinschaften geworden ist. Circa Sports hat den nächsten großen Schritt gewagt und sich die offizielle Genehmigung für den Bundesstaat Arizona gesichert. Das Unternehmen, das vor allem für seine monumentalen Wettbüros in Las Vegas bekannt ist, erweitert damit seinen ökologischen Fußabdruck auf insgesamt sieben US-Bundesstaaten. Die behördliche Zustimmung des Arizona Department of Gaming markiert einen Wendepunkt für die Expansion des Anbieters, der sich als Circa Sports Arizona LLC auf dem dortigen Parkett bewegt.

Besonders interessant ist das Modell der Lizenzvergabe. Arizona gilt als Paradebeispiel für einen regulatorischen Mittelweg, bei dem die Interessen von Stammesregierungen und professionellen Sportteams gleichermaßen berücksichtigt werden. Insgesamt bietet der Staat Kapazitäten für 20 Sportwettenlizenzen an. Diese sind paritätisch aufgeteilt, sodass sowohl Stämme als auch Profi-Clubs zum Zuge kommen können. Mit dem Neuzugang Circa sind nun 15 dieser Plätze belegt, was den Wettbewerb in der Wüste massiv verschärft.

Zahlen und Fakten

Circa Sports Arizona LLC fungiert offiziell als Bevollmächtigter des San Juan Southern Paiute Tribe. Dieser Stamm hält die eigentliche Event-Wagering-Lizenz, die nun den Weg für digitale und physische Wettangebote ebnet. Das Unternehmen ist kein Neuling auf dem nationalen Parkett. Bereits jetzt besitzt Circa Lizenzen in Kentucky, Missouri, Nevada sowie Colorado, Illinois und Iowa. In Staaten wie Kentucky, Illinois und Nevada betreibt die Firma zudem landbasierte Wettbüros, die oft durch ihre schiere Größe und technische Ausstattung bestechen.

In Arizona trifft der Neuling auf eine harte Konkurrenz. Bisher dominieren 14 regulierte Betreiber das Geschehen, darunter Schwergewichte wie DraftKings, BetMGM und FanDül. Dennoch sieht das Management von Circa noch Potenzial, sich durch ein spezifisches Produktangebot abzuheben. Ein genauer Termin für den operativen Start wurde bisher zwar nicht verkündet, doch die Lizenzierung gilt als der entscheidende vorbereitende Schritt für den Roll-out.

Hintergrund

Die Einbindung der Stämme ist in den USA kein Zufall, sondern historisch und rechtlich tief verwurzelt. Seit dem Ende des Professional and Amateur Sports Protection Act (PASPA) im Jahr 2018 haben viele Stämme erkannt, dass Sportwetten eine notwendige Ergänzung zu ihrem klassischen Casino-Geschäft sind. Für Stammesbetreiber ist die Einführung von Sportwetten jedoch oft komplex, da sie die bestehenden Verträge mit den Bundesstaaten, die sogenannten Compacts, neu verhandeln müssen.

„Die Gründe für das Anbieten von Sportwetten im Indian Country unterscheiden sich nicht von denen kommerzieller Casinos. Sportwetten haben einen sehr geringen Hausvorteil und sind recht arbeitsintensiv.“ - John Cirrincione, CEO des Santa Ana Star Casino Hotels

Für viele Stämme geht es bei Sportwetten weniger um den direkten Profit aus den Wetten selbst, sondern um die Anziehungskraft als Zusatzangebot. Ein modernes Wettbüro bringt neue Zielgruppen in die Casinos, die dort Zeit verbringen und andere Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Circa nutzt diese Dynamik, um durch Partnerschaften den Zugang zu regulierten Märkten zu erhalten, in denen reine Online-Lizenzen oft limitiert oder teurer sind.

Was heißt das für deutsche Spieler?

Für Fans von Sportwetten in Deutschland hat die Nachricht aus Arizona vor allem eine beobachtende Relevanz. Während in den USA Partnerschaften mit Stämmen die Norm sind, unterliegt der deutsche Markt dem strengen Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021). Deutsche Spieler sollten darauf achten, ausschließlich bei Anbietern zu wetten, die auf der sogenannten Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) stehen. Marken wie Circa sind in Deutschland nicht lizenziert und somit für hiesige Kunden nicht legal zugänglich.

In Deutschland gelten zum Schutz der Spieler harte Regeln, die in den USA oft weniger strikt gehandhabt werden. Dazu gehört das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro über alle Anbieter hinweg, das durch das LUGAS-System überwacht wird. Zudem ist der Einsatz an virtuellen Automaten auf 1 Euro pro Spin begrenzt. Diese Maßnahmen dienen der Suchtprävention und sind ein wesentlicher Unterschied zum liberaleren US-Markt, in dem oft höhere Einsätze möglich sind.

Was das für GGL-Casinos heißt

Die Expansion von Marken wie Circa zeigt den Trend zur Professionalisierung und technischen Aufrüstung. GGL-lizenzierte Casinos in Deutschland stehen unter dem Druck, attraktive Angebote zu schaffen, während sie gleichzeitig die strengen IT-Anforderungen für das Sperrsystem OASIS und das Aktivitäts-Monitoring erfüllen müssen. Anbieter im deutschen Raum können von der US-Konkurrenz vor allem im Bereich User Experience lernen. Dennoch bleibt der deutsche Markt durch die Steuerlast und die strikten Werbeeinschränkungen ein ganz eigenes Pflaster. Ein Engagement von US-Riesen in Deutschland ist derzeit eher unwahrscheinlich, da die regulatorischen Hürden und die damit verbundenen Kosten viele abschrecken. Deutsche Spieler profitieren jedoch davon, dass durch die GGL ein hohes Maß an Rechtssicherheit und Spielerschutz garantiert ist, was bei Angeboten mit Lizenzen aus Curacao oder Malta oft nicht gegeben ist.

Häufige Fragen

In wie vielen Staaten ist Circa Sports nun lizenziert?

Nach der Genehmigung in Arizona hält das Unternehmen Lizenzen in insgesamt sieben US-Bundesstaaten. Dazu gehören Kentucky, Missouri, Nevada, Colorado, Illinois und Iowa.

Mit wem arbeitet Circa in Arizona zusammen?

Das Unternehmen hat eine strategische Partnerschaft mit dem San Juan Southern Paiute Tribe geschlossen. Circa fungiert dabei als offizieller Bevollmächtigter des Stammes für das Sportwettenangebot.

Wie viele Sportwettenanbieter gibt es insgesamt in Arizona?

Circa Sports ist der 15. regulierte Anbieter, der eine Lizenz in Arizona erhalten hat. Die gesetzliche Obergrenze liegt im Bundesstaat bei insgesamt 20 Lizenzen.

Dürfen deutsche Spieler bei Circa Sports wetten?

Nein, Circa Sports besitzt keine Lizenz der GGL und ist somit für Kunden mit Wohnsitz in Deutschland nicht legal verfügbar. Deutsche Nutzer müssen auf Anbieter der offiziellen Whitelist ausweichen.

Was sind die wichtigsten Regeln für Sportwetten in Deutschland?

Spieler müssen sich an das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro halten, das zentral über LUGAS kontrolliert wird. Zudem greift bei allen legalen Anbietern das bundesweite Sperrsystem OASIS zum Schutz vor Spielsucht.

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Über die Autorin

Lisa Lustich

Lisa Lustich

Chefredakteurin & Casino-Testerin

Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).

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Quellen & weiterführende Links

Erwähnte Unternehmen:Circa Sports

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