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International

Todesstrafe droht: Prince Group Gründer Chen Zhi nach China ausgeliefert

29. Juli 20266 Min.von Lisa Lustich
Redaktionell geprüft von Lisa LustichLetzte Prüfung: 29. Juli 2026
Todesstrafe droht: Prince Group Gründer Chen Zhi nach China ausgeliefertKI-GENERIERT

Dem Gründer der Prince Group, Chen Zhi, droht in China die Hinrichtung. Ihm werden illegales Glücksspiel und Menschenhandel in kambodschanischen Scam-Centern vorgeworfen.

TL;DR · Das Wichtigste auf einen Blick

Chen Zhi, der Kopf hinter dem Mischkonzern Prince Group, wurde von Kambodscha an China ausgeliefert und steht dort vor einer möglichen Todesstrafe wegen organisierter Kriminalität. Ihm wird vorgeworfen, in Kambodscha gewaltige Lager für Online-Betrug und illegales Glücksspiel betrieben zu haben, in denen Menschen unter Zwang arbeiteten. Die US-Justizbehörden haben zudem Anklage wegen Geldwäsche erhoben und Rekordsummen von rund 15 Milliarden US-Dollar in Bitcoin sichergestellt. Dieser Fall markiert einen drastischen Schlag gegen das kriminelle Ökosystem in Südostasien, das mit Fake-Casinos und Krypto-Betrug operiert.

Die Welt des illegalen Online-Glücksspiels in Südostasien steht vor einem juristischen Trümmerhaufen. Chen Zhi, der einflussreiche Gründer der Prince Group, wurde zu Beginn des Jahres 2026 von Kambodscha an die Volksrepublik China ausgeliefert. Ihm droht dort nun die Todesstrafe. Die Vorwürfe wiegen schwer, denn es geht nicht nur um das Betreiben unerlaubter Glücksspiel-Netzwerke, sondern auch um vorsätzliche Körperverletzung und die massive Ausbeutung von Menschen in sogenannten Scam-Centern.

Das Konstrukt hinter der Prince Group war nach außen hin ein seriöser Mischkonzern, der in den Bereichen Immobilien, Finanzdienstleistungen und Luftfahrt agierte. Doch hinter der Fassade verbarg sich laut Ermittlungen ein gigantisches Netzwerk für Online-Betrug und illegales Glücksspiel. Diese Aktivitäten wurden primär über die Jinbei Group abgewickelt, die gezielt chinesische Staatsbürger ins Visier nahm. In Kambodscha sind solche Produkte für Einheimische illegal, doch das System florierte jahrelang durch Korruption und Zwangsarbeit.

Zahlen und Fakten

Die Dimensionen dieses Falles sprengen bisherige Rekorde der internationalen Strafverfolgung. Die US-Justizbehörden haben eine Zivilklage auf Einziehung von rund 127.271 Bitcoin eingereicht, was einem aktuellen Marktwert von etwa 15 Milliarden US-Dollar entspricht. Diese Summe stellt die größte Beschlagnahmung in der Geschichte des US-Justizministeriums dar. Chen Zhi, der auch unter dem Namen Vincent bekannt ist, soll diese Mittel durch Betrugsmaschen wie das sogenannte Pig Butchering generiert haben, bei dem Opfern weltweit über Krypto-Investitionen das Geld aus der Tasche gezogen wird.

In China droht ihm laut Gesetz für den Tatbestand der vorsätzlichen Körperverletzung eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren oder die Todesstrafe. Dass dies keine leere Drohung ist, zeigt die jüngste Vergangenheit. Vor wenigen Monaten ließ China fast ein Dutzend Mitglieder einer kriminellen Gruppe hinrichten, die ähnliche Scam-Center in Myanmar betrieben hatten. Dort standen Delikte wie Menschenhandel und vorsätzliche Tötung im Zentrum der Anklage.

„Die heutige Maßnahme stellt einen der bedeutendsten Schläge dar, die jemals gegen die weltweite Plage des Menschenhandels und des computergestützten Finanzbetrugs geführt wurden.“ - Pamela Bondi, Generalstaatsanwältin der Vereinigten Staaten

Hintergrund

Die Festnahme von Chen Zhi ist das Ergebnis einer jahrelangen, länderübergreifenden Zusammenarbeit zwischen chinesischen und kambodschanischen Behörden. Auch in Japan gab es bereits Festnahmen im Umfeld der Prince Group, darunter Hu Shi, der ebenfalls in die Betrugsoperationen verwickelt sein soll. Der Mitstreiter Liu Ren wurde bereits vor Chen nach China überstellt. Die Prince Group nutzte ihre scheinbar legitimen Geschäftszweige, um Milliardenbeträge zu waschen, die aus den illegalen Casinos und Betrugs-Plattformen stammten.

Kambodscha geriet international immer stärker unter Druck, gegen die Zentren für Internetkriminalität vorzugehen. Diese Zentren wurden oft als Industriekomplexe getarnt, in denen Tausende Menschen gegen ihren Willen festgehalten und gezwungen wurden, Online-Betrug zu begehen. Die Beteiligung der US-Behörden, insbesondere des FBI und der DEA, unterstreicht die globale Tragweite des Netzwerks. Chen Zhi saß in der Falle, als die Beweise für Wire Fraud und Geldwäsche unumstößlich wurden.

Was heißt das für deutsche Spieler?

Für deutsche Spieler ist dieser Fall eine eindringliche Warnung vor Anbietern, die keine Lizenz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) vorweisen können. Plattformen, die unter Namen wie Jinbei oder ähnlichen asiatischen Marken firmieren und keine deutsche Regulierung besitzen, stehen oft im Verdacht, Teil solcher kriminellen Strukturen zu sein. Wer in Deutschland spielt, sollte zwingend auf die GGL-Whitelist achten, um sicherzustellen, dass er nicht unbeabsichtigt Netzwerke finanziert, die mit Menschenhandel und Krypto-Betrug in Verbindung stehen.

Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) schützt Spieler in Deutschland durch strenge Regeln wie das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro und das Einsatzlimit von 1 Euro pro Spin bei Online-Slots. Zudem gewährleistet das LUGAS-System, dass das Spielverhalten über verschiedene Anbieter hinweg überwacht wird, um Suchtgefährdung zu minimieren. Ein solcher Schutz existiert bei den illegalen Anbietern der Prince Group nicht. Dort riskieren Nutzer nicht nur ihr Geld, sondern machen sich unter Umständen der Geldwäsche mitschuldig, wenn sie Gewinne von unregulierten Plattformen auf deutsche Konten transferieren.

Was das für GGL-Casinos heißt

Casinos mit GGL-Lizenz profitieren von der Zerschlagung solcher kriminellen Imperien, da der unfaire Wettbewerb durch illegale Schwarzmarkt-Riesen geschwächt wird. Seriöse Anbieter müssen hohe Standards bei der IT-Sicherheit und dem Spielerschutz erfüllen, was mit erheblichen Kosten verbunden ist. Illegale Netzwerke in Kambodscha können Quoten und Boni anbieten, die mathematisch nur möglich sind, weil sie keine Steuern zahlen und keine Regulatorik einhalten. Die harte Gangart der chinesischen und US-amerikanischen Behörden sorgt langfristig für eine Bereinigung des Marktes.

Legale Anbieter in Deutschland zeigen, dass Glücksspiel als Freizeitvergnügen in einem sicheren Rahmen funktionieren kann. Der Fall Chen Zhi illustriert das hässliche Gesicht des globalen Schwarzmarktes. Es ist davon auszugehen, dass weitere Sanktionen gegen verbundene Unternehmen der Prince Group folgen werden. Dies sollte als Signal an die gesamte Branche verstanden werden: Die Zeit der rechtsfreien Räume in Südostasien neigt sich dem Ende zu, während die staatliche Aufsicht in Europa immer engmaschiger wird.

Kurz & Knapp

  • Chen Zhi, Gründer der Prince Group, droht in China die Todesstrafe.
  • US-Behörden fordern die Einziehung von Bitcoin im Wert von rund 15 Milliarden US-Dollar.
  • Die Prince Group soll ein Netzwerk für Online-Betrug und illegales Glücksspiel betrieben haben.
  • Kambodscha lieferte Chen Zhi Anfang 2026 an China aus.
  • Illegale Anbieter ohne GGL-Lizenz stellen ein Risiko für deutsche Spieler dar.

Häufige Fragen

Wer ist Chen Zhi und wofür ist er bekannt?

Chen Zhi ist der Gründer der Prince Group, einem Mischkonzern, der vorgibt, in den Bereichen Immobilien, Finanzdienstleistungen und Luftfahrt tätig zu sein. Hinter dieser Fassade soll sich ein riesiges Netzwerk für Online-Betrug und illegales Glücksspiel verborgen haben, das hauptsächlich über die Jinbei Group abgewickelt wurde.

Welche Vorwürfe werden Chen Zhi gemacht?

Chen Zhi werden das Betreiben unerlaubter Glücksspiel-Netzwerke, vorsätzliche Körperverletzung und die massive Ausbeutung von Menschen in sogenannten Scam-Centern vorgeworfen. Es wird vermutet, dass er Mittel durch Betrugsmaschen wie das 'Pig Butchering' generiert hat.

Was sind die Konsequenzen für Chen Zhi in China?

In China droht Chen Zhi für die Vorwürfe der vorsätzlichen Körperverletzung eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren oder die Todesstrafe. Dies ist keine leere Drohung, da China kürzlich Mitglieder einer ähnlichen kriminellen Gruppe hinrichten ließ.

Welche Rolle spielen die US-Behörden in diesem Fall?

Die US-Justizbehörden haben eine Zivilklage auf Einziehung von rund 127.271 Bitcoin eingereicht, was einem Wert von etwa 15 Milliarden US-Dollar entspricht. Dies ist die größte Beschlagnahmung in der Geschichte des US-Justizministeriums.

Welche Bedeutung hat dieser Fall für Spieler in Deutschland?

Für deutsche Spieler ist dieser Fall eine Warnung vor Anbietern ohne Lizenz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL). Plattformen ohne deutsche Regulierung könnten Teil solcher kriminellen Strukturen sein und sollten gemieden werden, um nicht unbeabsichtigt solche Netzwerke zu finanzieren.

Wie schützt der Glücksspielstaatsvertrag 2021 deutsche Spieler?

Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) schützt Spieler durch strenge Regeln wie ein monatliches Einzahlungslimit von 1.000 Euro und ein Einsatzlimit von 1 Euro pro Spin bei Online-Slots. Das LUGAS-System überwacht das Spielverhalten zur Minimierung von Suchtrisiken, was bei illegalen Anbietern fehlt.

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Über die Autorin

Lisa Lustich

Lisa Lustich

Chefredakteurin & Casino-Testerin

Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).

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