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Light & Wonder warnt vor britischen Steuererhöhungen trotz starkem iGaming-Wachstum

Redaktionell geprüft von Lisa LustichLetzte Prüfung:
Light & Wonder warnt vor britischen Steuererhöhungen trotz starkem iGaming-WachstumKI-GENERIERT

Im zweiten Quartal 2026 stieg der Reingewinn von Light & Wonder um 26 Prozent auf 120 Millionen Dollar an, doch neue Steuerregeln im Vereinigten Königreich trüben die Prognosen.

Die Glücksspielbranche blickt gespannt auf die neuesten Quartalszahlen von Light & Wonder, einem der Schwergewichte im Bereich der Casino-Technologie und digitalen Spiele. Im zweiten Quartal 2026 konnte das Unternehmen seinen Gruppenumsatz auf 828 Millionen Dollar steigern, was einem Plus von 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Besonders hervorzuheben ist die Sparte iGaming, die mit einem Zuwachs von 14 Prozent auf 92 Millionen Dollar glänzte. Damit setzt sich der Trend fort, den wir bereits zu Beginn des Jahres beobachtet haben, als das Online-Segment massiv an Bedeutung gewann.

Dennoch herrscht in den Chefetagen in Las Vegas nicht nur pure Freude. Während das bereinigte EBITDA um 9 Prozent auf 383 Millionen Dollar kletterte, gibt es am Horizont dunkle Wolken. Diese ziehen vor allem über dem britischen Markt auf, wo drastische steuerliche Änderungen das operative Geschäft erschweren. Der Anbieter sieht sich mit einer Erhöhung der Remote Gaming Duty konfrontiert, die bereits im April von 21 Prozent auf satte 40 Prozent angehoben wurde. Für das kommende Jahr steht zudem eine neue Wettsteuer von 25 Prozent im Raum, was die Margen im Vereinigten Königreich erheblich unter Druck setzt.

Zahlen und Fakten

Ein Blick in die Bilanz zeigt die Divergenz zwischen den verschiedenen Geschäftsbereichen. Das klassische Gaming-Segment, also das Geschäft mit physischen Automaten und Systemen, bleibt mit 554 Millionen Dollar Umsatz das wichtigste Standbein und wuchs um 5 Prozent. Demgegenüber steht die Social-Casino-Sparte SciPlay, die einen Umsatzrückgang von 9 Prozent auf 182 Millionen Dollar hinnehmen musste. Light & Wonder führt dies auf eine allgemeine Marktsättigung im Bereich der sozialen Glücksspiele zurück. Trotzdem konnte das Unternehmen den Reingewinn im Quartal um beeindruckende 26 Prozent auf 120 Millionen Dollar steigern, was vor allem an einer effizienten Kostenkontrolle lag.

„Wir haben ein weiteres Quartal mit einer starken finanziellen Performance abgeliefert. Die Ergebnisse spiegeln unseren Fokus auf wiederkehrende Einnahmen, die verbesserte Profitabilität im gesamten Unternehmen und die Stärke unserer Cashflow-Generierung wider." - Matthew Wilson, Präsident und CEO von Light & Wonder

Für das gesamte erste Halbjahr 2026 beläuft sich der Umsatz auf 1,62 Milliarden Dollar. Auffällig ist jedoch, dass der operative Gewinn im Halbjahr um 5 Prozent auf 352 Millionen Dollar sank, was unter anderem auf höhere Rechtskosten und Vergleichszahlungen in Höhe von rund 50 Millionen Dollar aus dem ersten Quartal zurückzuführen ist. Die bereinigte EBITDA-Marge bleibt dennoch stabil, da das Unternehmen verstärkt auf Lizenzgebühren und langfristige Serviceverträge setzt.

Hintergrund

Die Warnung von CEO Matthew Wilson bezüglich der britischen Steuern ist für die Branche ein wichtiges Signal. Große Anbieter wie Light & Wonder müssen ihre Strategien anpassen, wenn klassische Märkte wie das Vereinigte Königreich ihre Abgabenlast verdoppeln. Wilson erwartet, dass sich das Wachstum im iGaming in der zweiten Jahreshälfte moderater gestalten wird. Ein Ausgleich soll durch die steigende Nachfrage nach exklusiven Spieleinhalten (Proprietary Games) und die Expansion in Nordamerika geschaffen werden. Dort konnte das Unternehmen bereits das 23. Quartal in Folge die Basis seiner Premium-Geräte erweitern.

Was heißt das für deutsche Spieler?

Die Entwicklungen bei einem globalen Akteur wie Light & Wonder haben indirekte, aber spürbare Auswirkungen auf den deutschen Markt. In Deutschland ist die Regulierung durch den Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) besonders streng. Spieler dürfen monatlich maximal 1.000 Euro einzahlen, was durch das zentrale LUGAS-System überwacht wird. Zudem gilt an virtuellen Automaten das Einsatzlimit von 1 Euro pro Spielrunde. Wenn große Spieleentwickler wie Light & Wonder unter steuerlichem Druck in anderen Märkten leiden, konzentrieren sie sich oft verstärkt auf regulierte Märkte mit stabilen Rahmenbedingungen wie Deutschland.

Deutsche Kunden profitieren davon, wenn Unternehmen ihre hochwertigen Titel verstärkt in Casinos mit GGL-Lizenz (Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder) platzieren. Die Sicherheit der Gelder und der Schutz vor Spielsucht stehen hier an erster Stelle. Anbieter, die auf der offiziellen Whitelist stehen, bieten zertifizierte Spiele an, die faire Gewinnchancen garantieren. Wer in Deutschland spielt, sollte daher stets darauf achten, dass das Casino eine deutsche Lizenz besitzt, um nicht in die Falle illegaler Angebote aus Übersee zu tappen.

Was das für GGL-Casinos heißt

Für lizenzierte Casinos in Deutschland bedeutet der Fokus von Light & Wonder auf iGaming eine stetige Versorgung mit neuen Inhalten. Da das Unternehmen sein Portfolio an First-Party-Content massiv ausbaut, können deutsche Betreiber ihren Kunden exklusive Slots anbieten, die speziell auf die Anforderungen des GlüStV 2021 angepasst sind. Die steuerliche Belastung in Großbritannien könnte dazu führen, dass technologische Innovationen und neue Spielmechaniken schneller für den EU-Markt und damit auch für deutsche Lizenznehmer ausgerollt werden, um die dortigen Umsatzeinbußen zu kompensieren.

Häufige Fragen

Wie haben sich die Finanzen von Light & Wonder im zweiten Quartal 2026 entwickelt?

Der Umsatz stieg auf 828 Millionen Dollar, was einem Zuwachs von 2 Prozent entspricht. Der Nettogewinn kletterte deutlich um 26 Prozent auf 120 Millionen Dollar im Vergleich zum Vorjahr.

Welchen Einfluss hat die britische Steuererhöhung auf das Unternehmen?

Die Remote Gaming Duty stieg im April von 21 Prozent auf 40 Prozent. CEO Matthew Wilson warnt daher vor einem langsameren Wachstum in der zweiten Jahreshälfte 2026.

Warum ist der Bereich SciPlay im Umsatz gesunken?

Der Umsatz von SciPlay fiel um 9 Prozent auf 182 Millionen Dollar. Dies liegt laut Unternehmen an einer allgemeinen Marktsättigung im Bereich der sozialen Casino-Spiele.

Wie erfolgreich ist die iGaming-Sparte von Light & Wonder?

Das iGaming-Segment wuchs im zweiten Quartal 2026 um 14 Prozent auf einen Umsatz von 92 Millionen Dollar. Damit bleibt es einer der wichtigsten Wachstumstreiber des Konzerns.

Was sollten deutsche Spieler bei der Auswahl eines Online-Casinos beachten?

Spieler in Deutschland sollten nur in Casinos spielen, die eine offizielle Lizenz der GGL besitzen und auf der Whitelist stehen. Dies garantiert die Einhaltung des 1.000 Euro Einzahlungslimits und des Einsatzlimits von 1 Euro pro Spin.

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Über die Autorin

Lisa Lustich

Lisa Lustich

Chefredakteurin & Casino-Testerin

Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).

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Quellen & weiterführende Links

Erwähnte Unternehmen:Light & Wonder

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