Catena Media entlässt erneut Mitarbeiter: Fokus auf Kernmärkte verschärft
KI-GENERIERTDer Affiliate-Riese Catena Media streicht fünf Stellen im Team für regionale Webseiten und setzt damit seinen Sparkurs fort, der bereits zu Personalabbau von 25 Prozent führte.
Die Konsolidierung in der Welt der Glücksspiel-Affiliates geht in die nächste Runde. Catena Media hat eine weitere Welle von Stellenstreichungen durchgeführt, die diesmal gezielt das Team für regionale Webseiten trifft. Das Unternehmen bestätigte, dass fünf Positionen von dieser Maßnahme betroffen sind, wobei die entsprechenden Verantwortlichkeiten auf andere Gruppen innerhalb des Konzerns verteilt wurden. Dieser Schritt ist Teil einer langfristigen Strategie zur Straffung der betrieblichen Abläufe, nachdem das Unternehmen in den vergangenen Jahren mit erheblichen Herausforderungen zu kämpfen hatte.
Die jüngsten Personalentscheidungen sind keine isolierten Ereignisse. Vielmehr spiegeln sie den anhaltenden Druck wider, unter dem das in Malta ansässige Unternehmen steht. Seit 2024 gab es laut internen Kreisen bereits drei Entlassungswellen. Das Ziel ist klar definiert: Catena Media möchte sich von Randbereichen trennen und die Ressourcen auf die profitabelsten Kernprodukte konzentrieren. Dabei spielt vor allem die Neuausrichtung unter der Leitung von Manuel Stan eine zentrale Rolle, der das Geschäft auf ein stabileres Fundament stellen will.
Zahlen und Fakten
Die wirtschaftliche Situation von Catena Media lässt sich gut an den harten Fakten der letzten Geschäftsberichte ablesen. Im zweiten Quartal des vergangenen Jahres entließ das Unternehmen etwa 50 Mitarbeiter, was rund 25 Prozent der gesamten Belegschaft entsprach. Diese drastische Maßnahme betraf alle Ebenen des Managements und führte dazu, dass eine komplette Führungsebene ersatzlos gestrichen wurde. Das Ziel dieser Restrukturierung war eine jährliche Einsparung von 4,5 bis 5,0 Millionen Euro.
Ein Blick auf die Finanzen zeigt die Notwendigkeit dieser Schritte. Der Umsatz im dritten Quartal des Vorjahres sank von 33,1 Millionen Euro auf 32,3 Millionen Euro. Besonders deutlich war der Rückgang im Casino-Segment, wo die Einnahmen um 10 Prozent auf 17,9 Millionen Euro fielen. Im Gegensatz dazu konnte der Bereich Sportwetten um 12,9 Prozent auf 14,0 Millionen Euro zulegen. Die Personalkosten konnten im ersten Quartal 2026 bereits um 18 Prozent gesenkt werden, was den Erfolg der bisherigen Sparmaßnahmen unterstreicht.
Hintergrund
Der Niedergang ehemaliger Erfolgskennzahlen hat mehrere Ursachen. Zum einen haben Algorithmus-Updates von Google die Suchmaschinenoptimierung (SEO) vieler Affiliate-Seiten hart getroffen, was zu einem Einbruch der Nutzerzahlen führte. Zum anderen hatte sich Catena Media zu sehr auf den US-Markt und den Rollout neuer Bundesstaaten verlassen. Als dieser Wachstumsmotor stotterte, geriet das gesamte Konstrukt ins Wanken.
„Die Maßnahmen, die im Rahmen der strategischen Überprüfung ergriffen wurden und noch ergriffen werden, optimieren das Geschäft, um vom Wachstum der Online-Sportwetten und Casinos in Nordamerika zu profitieren.“ - Michael Daly, ehemaliger CEO von Catena Media
Interessant ist zudem die Rolle der Konkurrenz. Better Collective hat eine Position von mindestens 5 Prozent an Catena Media erworben, was Spekulationen über eine mögliche Übernahme oder engere Kooperation befeuerte. Gleichzeitig trennte sich Catena von bekannten Marken wie AskGamblers, die für 45 Millionen Euro an die Gaming Innovation Group (GiG) verkauft wurden, um frisches Kapital zu generieren und sich auf regulierte Märkte zu fokussieren.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für deutsche Spieler haben diese globalen Umwälzungen bei einem der größten Affiliate-Netzwerke direkte Auswirkungen auf die Informationslandschaft. Wenn Teams für regionale Seiten gestrichen werden, sinkt oft die Vielfalt an Testberichten und Vergleichen für den lokalen Markt. In Deutschland ist die Rechtslage durch den Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) sehr streng. Spieler sollten daher besonders darauf achten, nur Portalen zu vertrauen, die ausschließlich Casinos mit einer Lizenz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) empfehlen.
Die GGL führt eine sogenannte Whitelist, auf der alle legalen Anbieter gelistet sind. In Deutschland gelten strikte Regeln wie das Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat über alle Anbieter hinweg, das durch das System LUGAS überwacht wird. Zudem ist der maximale Einsatz bei Online-Slots auf 1 Euro pro Spielrunde begrenzt. Affiliate-Portale, die aufgrund von Sparmaßnahmen weniger regionalen Fokus haben, könnten dazu neigen, generische Inhalte zu publizieren, die diese spezifischen deutschen Schutzmechanismen nicht ausreichend berücksichtigen. Daher ist Wachsamkeit geboten, ob die beworbenen Boni und Bedingungen tatsächlich den deutschen Gesetzen entsprechen.
Was das für GGL-Casinos heißt
Für Betreiber von Online-Casinos mit GGL-Lizenz bedeutet die Schwächephase großer Affiliates eine Veränderung in der Akquise-Strategie. Wenn Schwergewichte wie Catena Media ihre Teams reduzieren, verschieben sich die Marktanteile im Bereich der Spielerzuführung. GGL-lizenzierte Casinos sind auf Partner angewiesen, die die komplexen deutschen Werberegeln verstehen und einhalten. Ein Rückzug regionaler Experten könnte dazu führen, dass weniger qualifizierter Traffic generiert wird. Gleichzeitig bietet es Chancen für kleinere, spezialisierte Portale, die sich exakt auf die deutschen Regularien wie die Panik-Taste, Spielersperren (OASIS) und Werbeverbote zwischen 6 und 21 Uhr konzentrieren können. Seriöse Anbieter werden weiterhin auf Affiliate-Partner setzen, die Transparenz über die Lizenzierung bieten, anstatt auf internationale Seiten ohne regionalen Fokus auszuweichen.
Häufige Fragen
Warum entlässt Catena Media schon wieder Mitarbeiter?
Das Unternehmen konsolidiert seine Technik- und Marketingteams, um die Betriebsabläufe zu straffen. Ziel ist es, sich auf profitablere Kernprodukte zu konzentrieren, nachdem Google-Updates und eine Abhängigkeit vom US-Markt den Umsatz belastet haben.
Welche Teams sind von den aktuellen Streichungen betroffen?
Betroffen ist konkret das Team für regionale Webseiten, wobei laut offiziellen Angaben fünf Stellen gestrichen wurden. Die Aufgaben dieser Mitarbeiter werden fortan von anderen Gruppen innerhalb des Unternehmens übernommen.
Wie viel Geld konnte Catena durch die Entlassungen einsparen?
Frühere Entlassungswellen, die etwa 25 Prozent der Belegschaft betrafen, zielten auf jährliche Einsparungen zwischen 4,5 und 5,5 Millionen Euro ab. In den Finanzberichten für 2026 wurde bereits ein Rückgang der Personalkosten um 18 Prozent verzeichnet.
Wer hat Anteile an Catena Media gekauft?
Der Konkurrent Better Collective hat eine Beteiligung von mindestens 5 Prozent an Catena Media erworben. Dies geschah im Rahmen einer strategischen Überprüfung, bei der Catena auch Marken wie AskGamblers für 45 Millionen Euro verkaufte.
Was bedeuten diese Änderungen für Spieler in Deutschland?
Deutsche Spieler sollten vorsichtig sein, da weniger regionales Fachpersonal bei großen Info-Portalen zu ungenauen Angaben führen kann. Es ist wichtig, nur Casinos zu nutzen, die auf der GGL-Whitelist stehen und die deutschen Regeln wie das 1.000 Euro Einzahlungslimit einhalten.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
Alle Artikel von Lisa Lustich →Quellen & weiterführende Links
- Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL): gluecksspiel-behoerde.de
- Whitelist erlaubter Online-Anbieter: GGL-Whitelist
- BZgA Spielsucht-Hotline: 0800 1 372 700 (kostenlos, anonym, 24/7)
- Redaktionelle Methodik: Redaktionsrichtlinien Lustich.de
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