Afrikas Glücksspielmarkt im Fokus: SBC und Regulierungsforum GRAF schließen Allianz
KI-GENERIERTSBC und das Gaming Regulators Africa Forum (GRAF) kooperieren für die SBC Summit 2026. Bis zu 40.000 Branchenexperten werden in Lissabon zur strategischen Wissensvermittlung erwartet.
Die Welt des internationalen Glücksspiels richtet ihren Blick verstärkt auf den afrikanischen Kontinent, der durch eine enorme Dynamik und technologischen Fortschritt besticht. In diesem Kontext haben SBC und das Gaming Regulators Africa Forum (GRAF) eine weitreichende strategische Partnerschaft angekündigt. Diese Allianz soll den Dialog zwischen den Aufsichtsbehörden und der globalen Industrie nicht nur verbessern, sondern auf ein völlig neues Niveau heben. Es geht dabei vor allem um den Austausch von Fachwissen und die Harmonisierung regulatorischer Ansätze in einem Markt, der oft fälschlicherweise als monolithischer Block wahrgenommen wird.
Durch die Zusammenarbeit wird SBC die GRAF 2026 Konferenz unterstützen, die vom 14. bis 17. September 2026 im Joaquim Chissano International Conference Centre in Maputo, Mosambik, stattfindet. Im Gegenzug fungiert GRAF als Event-Partner für das African Gaming Forum, das im Rahmen des großen SBC Summit 2026 in Lissabon ausgetragen wird. Diese enge Verzahnung sorgt dafür, dass die spezifischen Anforderungen und Perspektiven der afrikanischen Regulierungsbehörden direkt in das Herz der internationalen Glücksspielbranche getragen werden. In Lissabon wird GRAF eine zentrale Rolle im regulatorischen Programm spielen und unter anderem ein Panel leiten, das die afrikanischen Märkte unter die Lupe nimmt.
Zahlen und Fakten
Das Ausmaß der Partnerschaft zeigt sich besonders an den Eckdaten des SBC Summit 2026. Die Veranstalter erwarten rund 40.000 Fachbesucher im Feira Internacional de Lisboa (FIL) und in der MEO Arena. Der Zeitraum für dieses globale Branchenereignis ist vom 29. September bis zum 1. Oktober 2026 festgesetzt. Das spezielle African Gaming Forum, das nur auf Einladung zugänglich ist, findet am Mittwoch, den 30. September, von 11:30 bis 19:00 Uhr im Myriad Hotel statt. Hier treffen sich hochrangige Vertreter wie Moruntshi Kemorwale (CEO der Gambling Authority Botswana) und Lungile Dukwana (CEO des National Gambling Board Südafrikas), um Themen wie Markteintritt, Besteuerung und Spielerschutz zu diskutieren.
„Afrika ist nicht ein einziger Glücksspielmarkt. Jede Jurisdiktion entwickelt sich in ihrem eigenen Tempo, mit unterschiedlichen regulatorischen Rahmenbedingungen, Prioritäten und Herausforderungen. Wenn wir sinnvolle Gespräche über die Zukunft des Glücksspiels auf dem Kontinent führen wollen, müssen die Regulierungsbehörden im Zentrum stehen." - Rasmus Sojmark, Gründer und CEO von SBC
Zusätzlich haben bereits Emmanül Siisi Quainoo (Gaming Commission of Ghana), Peter Maina Karimi (Kenya’s Gaming Regulatory Authority), Muchanankhwaye Mpuluka (Malawi Gaming & Lotteries Authority) und Bashir Are (Lagos State Lotteries and Gaming Authority) ihre Teilnahme zugesagt. Dies unterstreicht die breite Akzeptanz der Initiative quer über den Kontinent.
Hintergrund
Die GRAF bietet eine dedizierte Plattform für afrikanische Regulierer, um gemeinsame Herausforderungen anzugehen. Da der Kontinent technologisch, insbesondere im Bereich Mobile Payments, oft Sprünge macht, stehen die Behörden vor komplexen Aufgaben. Reuben Mabutho Zwane, Präsident der GRAF, betont, dass die Partnerschaft ein wichtiger Schritt sei, um die Stimme Afrikas im globalen Gespräch zu stärken. Es gehe darum, Erfahrungen auszutauschen und international Einfluss auf die Gespräche zu nehmen, die die Zukunft der Branche prägen. SBC wiederum sieht in Afrika eine Schlüsselregion für sein internationales Portfolio und möchte durch die Kooperation Brücken zwischen lokalen Akteuren und globalen Anbietern bauen.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für deutsche Spieler mag eine Kooperation in Afrika zunächst weit entfernt klingen, doch die globale Vernetzung der Regulierer hat direkte Auswirkungen auf die Standards, die wir auch hierzulande erleben. Der Wissensaustausch über Spielerschutz, Geldwäscheprävention und technische Überwachung zwischen Kontinenten führt oft zur Etablierung von Best Practices. In Deutschland gelten durch den Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) extrem strenge Regeln, wie das Einsatzlimit von 1 Euro pro Spin an virtuellen Automaten oder das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro über alle Anbieter hinweg. Die Überwachung dieser Limits erfolgt über das zentrale LUGAS-System. Wenn afrikanische Behörden nun von den Erfahrungen internationaler Partner lernen, orientieren sie sich oft an diesen strengen europäischen Modellen. Spieler aus Deutschland sollten darauf achten, ausschließlich bei Anbietern zu spielen, die auf der offiziellen Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) stehen, da nur dort die hohen deutschen Standards garantiert sind.
Was das für GGL-Casinos heißt
Für Betreiber, die eine deutsche Lizenz der GGL besitzen, bedeuten solche internationalen Partnerschaften eine Validierung hoher regulatorischer Hürden. Während in Märkten wie Curacao oder teilweise der MGA (Malta Gaming Authority) oft liberalere Regeln gelten, zeigt die Initiative von SBC und GRAF, dass der Trend weltweit in Richtung einer stärkeren und transparenteren Überwachung geht. GGL-lizenzierte Casinos investieren massiv in Compliance und Technik, um die strengen Vorgaben in Deutschland zu erfüllen. Ein globaler Dialog hilft dabei, diese Investitionen langfristig zu sichern, da regulatorische Wildwest-Zustände in anderen Regionen durch solche Kooperationen eingedämmt werden könnten. Die Konzentration auf verantwortungsbewusstes Glücksspiel, wie sie auch im Programm des African Gaming Forum vorgesehen ist, deckt sich eins zu eins mit den Kernzielen der deutschen Regulierung.
Häufige Fragen
Was ist das Ziel der Partnerschaft zwischen SBC und GRAF?
Die Kooperation soll den regulatorischen Austausch und den Wissensfluss zwischen afrikanischen Behörden und der globalen Glücksspielindustrie verbessern. Dies geschieht durch gemeinsame Veranstaltungen in Maputo und Lissabon im Jahr 2026.
Wann findet der SBC Summit 2026 statt?
Die Veranstaltung ist für den Zeitraum vom 29. September bis zum 1. Oktober 2026 in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon geplant. Es werden rund 40.000 Branchenteilnehmer aus aller Welt erwartet.
Welche afrikanischen Behörden nehmen am African Gaming Forum teil?
Bestätigt sind unter anderem Vertreter aus Botswana, Südafrika, Ghana, Kenia, Malawi und dem Bundesstaat Lagos in Nigeria. Diese hochrangigen Führungskräfte diskutieren über Markteintritt, Steuern und Spielerschutz.
Warum ist diese Entwicklung für die Glücksspielregulierung wichtig?
Die Partnerschaft erkennt an, dass Afrika aus vielen individuellen Märkten mit eigenen Gesetzen besteht. Ein strukturierter Dialog hilft dabei, internationale Standards für Sicherheit und Transparenz auch in aufstrebenden Märkten zu etablieren.
Was müssen Spieler in Deutschland bezüglich der Regulierung beachten?
In Deutschland ist nur das Spielen in Casinos erlaubt, die eine Lizenz der GGL besitzen und auf der offiziellen Whitelist stehen. Diese Anbieter müssen strenge Regeln wie das 1.000 Euro Einzahlungslimit und das LUGAS-Kontrollsystem einhalten, um den Jugend- und Spielerschutz zu gewährleisten.
Teilen
Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
Alle Artikel von Lisa Lustich →Quellen & weiterführende Links
Whitelist erlaubter Online-Anbieter
Redaktionsrichtlinien Lustich.de
BZgA Spielsucht-Hotline: 0800 1 372 700
Glücksspiel kann süchtig machen. Spielen Sie verantwortungsbewusst. Hilfe und Beratung unter 0800 1 372 700 (BZgA, kostenlos & anonym).
Verwandte Themen
Weiterführende Artikel
KI-GENERIERTSuperbet wehrt sich gegen kommunale Spielhallen-Verbote in Rumänien
Trotz neuer lokaler Verbote hält der Branchenriese Superbet an seinen 2.600 Mitarbeitern fest und wandelt betroffene Filialen in Fanzentren um.
KI-GENERIERTAustralien erzwingt Altersprüfung: Videospiele und Glücksspiel-Elemente unter Druck
Neue Gesetze in Australien zwingen Plattformen wie Steam und PlayStation zu strengen Altersnachweisen. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 49,5 Millionen Dollar.
KI-GENERIERTIrlands Pubs unter Druck: Behörden beenden informelle Wetten in Kneipen
Schluss mit Pferdewetten am Tresen: Irlands neue Regulierungsbehörde schließt Schlupflöcher gegen Geldwäsche. Ein Betreiber allein versorgte rund 400 Bars mit Wettsystemen.











