Milliardenverluste: Kalifornien und Texas verzichten auf Glücksspielsteuern
KI-GENERIERTKalifornien und Texas lassen sich jährlich Einnahmen in Milliardenhöhe entgehen, da sie Online-Glücksspiel nicht regulieren. Allein Kalifornien verliert über 1 Milliarde Dollar Steuern.
Die Debatte um die Legalisierung von Online-Glücksspielen in den Vereinigten Staaten erreicht im Oktober 2026 einen neuen Siedepunkt. Während immer mehr Bundesstaaten ihre Gesetze lockern, um von den sprudelnden Steuereinnahmen zu profitieren, verharren zwei der wirtschaftlich stärksten Schwergewichte in einer abwartenden Haltung. Kalifornien und Texas, die bevölkerungsreichsten Staaten der USA, lehnen eine Marktöffnung konsequent ab. Diese Entscheidung hat weitreichende Konsequenzen für die Staatskassen, da Experten vorrechnen, wie viel Geld den Bürgern durch diese Blockadehaltung verloren geht.
Die Zurückhaltung ist besonders deshalb bemerkenswert, weil der Bedarf an regulierten Angeboten offensichtlich existiert. Spieler in Los Angeles oder Houston weichen massiv auf Offshore-Anbieter aus, die weder Spielerschutz bieten noch Steuern abführen. Damit bleibt das Potenzial für eine sichere Spielumgebung ungenutzt, während illegale Betreiber florieren. Die aktuelle Datenlage verdeutlicht, dass hier nicht nur über Ideologien gestritten wird, sondern über handfeste wirtschaftliche Realitäten, die das Budget der Bundesstaaten massiv entlasten könnten.
Zahlen und Fakten
Die ökonomischen Prognosen für einen regulierten Markt sind beeindruckend. Kalifornien könnte theoretisch einen Markt für Online-Glücksspiele unterstützen, der jährlich etwa 12 Milliarden Dollar wert ist. Bei einer entsprechenden Besteuerung würde dies dem Bundesstaat jedes Jahr mehr als 1 Milliarde Dollar an reinen Steuereinnahmen einbringen. Texas steht dem kaum nach. Dort wird der potenzielle Markt auf rund 9,5 Milliarden Dollar geschätzt. Zusammen bilden diese beiden Staaten ein Marktpotenzial, das zu den größten in ganz Amerika zählen würde. Dennoch haben beide Regierungen es wiederholt abgelehnt, einen entsprechenden rechtlichen Rahmen zu schaffen.
Neben Kalifornien und Texas gibt es insgesamt fünf Staaten, die signifikante Summen auf dem Tisch liegen lassen. Diese mangelnde Beteiligung an einem regulierten Markt verhindert nicht nur Einnahmen, sondern auch die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Technologie- und Dienstleistungsbranche. Die American Gaming Association (AGA) beobachtet diese Entwicklung genau, da die Diskrepanz zwischen dem Erfolg regulierter Märkte in Staaten wie New Jersey oder Pennsylvania und der Stagnation in den großen West- und Südstaaten immer deutlicher wird.
Hintergrund
Warum sträuben sich diese Giganten gegen eine Regulierung? In Kalifornien spielt die komplexe politische Landschaft eine entscheidende Rolle. Die einheimischen Stämme, die das Monopol auf landbasiertes Glücksspiel halten, wachen eifersüchtig über ihre Rechte. Jede Initiative für Online-Glücksspiel muss deren Interessen berücksichtigen, was in der Vergangenheit zu gescheiterten Referenden führte. In Texas hingegen sind es oft moralisch-konservative Vorbehalte der Legislative, die eine Modernisierung der Glücksspielgesetze verhindern.
„Kalifornien könnte plausibel einen regulierten Online-Glücksspielmarkt im Wert von etwa 12 Milliarden Dollar pro Jahr unterstützen. Das würde dem Staat jedes Jahr mehr als 1 Milliarde Dollar an Steuereinnahmen bringen.“ - Unbenannter Analyst in Wirtschaftsbericht
Diese Blockadehaltung führt dazu, dass die USA in Bezug auf den Verbraucherschutz gespalten bleiben. Während in legalisierten Staaten strenge Regeln für Einzahlungslimits und Identitätsprüfungen gelten, bleibt den Bewohnern von Texas und Kalifornien oft nur der Weg zu riskanten Alternativen. Die Debatte wird also nicht nur durch Geld, sondern auch durch die Frage nach der staatlichen Verantwortung für den Spielerschutz getrieben.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für deutsche Spieler zeigt das Beispiel der USA, wie wichtig ein klar definierter rechtlicher Rahmen ist. In Deutschland regelt der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) den Markt. Im Gegensatz zu Texas oder Kalifornien hat Deutschland erkannt, dass ein Verbot den Schwarzmarkt nur stärkt. Deshalb gibt es die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL), die eine Whitelist führt. Für Nutzer hierzulande bedeutet das Sicherheit: Es gilt ein anbieterübergreifendes Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat, das über das System LUGAS überwacht wird. Zudem ist der Einsatz an Online-Spielautomaten auf 1 Euro pro Spin begrenzt. Diese Maßnahmen dienen dem Schutz vor Spielsucht und sind in unregulierten US-Staaten völlig unbekannt. Wer in Deutschland bei einem lizenzierten Anbieter spielt, kann sicher sein, dass Gewinne ausgezahlt werden und faire Gewinnchancen bestehen.
Was das für GGL-Casinos heißt
Die Situation in den USA unterstreicht die Stabilität des deutschen Lizenzmodells. Casinos mit GGL-Lizenz müssen strenge Auflagen erfüllen, bieten dafür aber Rechtssicherheit. Während US-Anbieter in Kalifornien und Texas Milliardenumsätze im Verborgenen machen, operieren deutsche Firmen im Licht der Legalität. Das schafft Vertrauen bei Investoren und Kunden gleichermaßen. Für die Betreiber bedeutet das zwar höhere Kosten durch Steuern und Compliance-Anforderungen, aber eben auch Schutz vor Strafverfolgung und den Zugang zu seriösen Zahlungshilfen. Die GGL-Whitelist ist hierbei das zentrale Qualitätsmerkmal für den legalen Betrieb im Jahr 2026.
Häufige Fragen
Warum regulieren Kalifornien und Texas das Online-Glücksspiel nicht?
In Kalifornien verhindern Interessenkonflikte mit den Ureinwohner-Stämmen eine Einigung, während in Texas politische und moralische Vorbehalte dominieren. Beide Staaten haben entsprechende Gesetzesentwürfe in der Vergangenheit wiederholt abgelehnt.
Wie viel Geld verlieren diese Staaten durch die fehlende Regulierung?
Kalifornien entgehen jährlich geschätzt 1 Milliarde Dollar an Steuereinnahmen bei einem Marktvolumen von 12 Milliarden Dollar. Texas verpasst einen Marktumsatz von etwa 9,5 Milliarden Dollar.
Gibt es in diesen Staaten gar kein Glücksspiel?
Es gibt landbasierte Casinos und Stammes-Glücksspiel, aber der Online-Sektor für Slots und Sportwetten bleibt offiziell untersagt oder unreguliert. Dies führt dazu, dass viele Bürger auf illegale Offshore-Seiten ausweichen.
Welche Vorteile hätte eine Regulierung für die Bürger?
Neben den Steuereinnahmen für Bildung und Infrastruktur würde eine Regulierung staatliche Aufsicht und Spielerschutzmaßnahmen ermöglichen. Dies würde den Schwarzmarkt austrocknen und für fairere Bedingungen sorgen.
Ist Online-Glücksspiel in Deutschland sicherer als in den USA?
Ja, in Deutschland sorgt die GGL-Lizenzierung für strenge Regeln wie das 1.000 Euro Einzahlungslimit und die LUGAS-Überwachung. Spieler in unregulierten US-Staaten haben keinen vergleichbaren gesetzlichen Schutz durch staatliche Behörden.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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