Wynn Al Marjan Island: Eröffnung in den Emiraten verzögert sich bis 2027
KI-GENERIERTWynn Resorts verschiebt die Eröffnung des ersten Casinos in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf September 2027 und erhöht das Budget um 600 Millionen US-Dollar.
Die Pläne für das gigantische Casino-Resort Wynn Al Marjan Island in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) haben einen Dämpfer erhalten. Während der Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des zweiten Quartals verkündete Wynn Resorts CEO Craig Billings, dass der ursprünglich für das Frühjahr geplante Termin nicht mehr haltbar ist. Die Pforten sollen nun erst im September 2027 öffnen. Dieser neue Zeitplan ist kein Zufall, da der September traditionell den Beginn der Hauptsaison für den Tourismus in der Region markiert. Dennoch werfen die Gründe für die Verzögerung ein Licht auf die komplexen geopolitischen Herausforderungen, denen sich internationale Betreiber derzeit stellen müssen.
Neben der zeitlichen Verschiebung kämpft das Projekt mit einer massiven Budgetüberschreitung. Die Kosten für das erste integrierte Resort dieser Art im Nahen Osten sind um rund 600 Millionen US-Dollar gestiegen. Damit summiert sich das Gesamtinvestment auf über 5 Milliarden US-Dollar. Billings erklärte offen, dass etwa die Hälfte dieser Mehrkosten unmittelbar mit den regionalen Konflikten im Nahen Osten und am Persischen Golf zusammenhängt. Diese Spannungen haben nicht nur die globalen Lieferketten gestört, sondern auch die Versicherungsmärkte für Großprojekte erheblich beeinflusst. Um den Baufortschritt überhaupt zu sichern, mussten Materialien und Ausrüstungen teuer umgeleitet oder mit Express-Zuschlägen beschafft werden.
Zahlen und Fakten
Die finanziellen Details des Quartalsberichts zeigen ein gemischtes, aber dennoch robustes Bild des Konzerns. In Las Vegas erzielte Wynn im zweiten Quartal ein bereinigtes Ergebnis von 215 Millionen US-Dollar. Die Casino-Einnahmen stiegen dort um 5 Prozent, was auf ein höheres Spielvolumen zurückzuführen ist. Auch der Bereich Macau lieferte mit 306 Millionen US-Dollar ein solides bereinigtes Ergebnis ab, obwohl ungünstige Gewinnquoten im VIP-Bereich das Resultat um fast 9 Millionen US-Dollar schmälerten. In Boston konnte das Encore Harbor Resort mit 56 Millionen US-Dollar glänzen und Rekorde bei den Zimmerpreisen für ein zweites Quartal aufstellen.
Für das Projekt in den VAE bleibt Billings trotz der Mehrkosten optimistisch. Er beschrieb das Bauvorhaben als einzigartig und betonte die außerordentliche Qualität der Arbeit vor Ort. Die Entscheidung für Ras Al Khaimah als Standort beruhte laut Billings nicht auf der Annahme eines Null-Risikos, sondern auf dem Vertrauen in die Fähigkeit des Landes, auch unter Druck stabil zu bleiben. Er verwies darauf, dass der Flughafen Dubai seine Kapazitäten zuletzt sogar ausbauen konnte und das tägliche Leben in den Emiraten weitgehend normal verlaufe.
„Bei der Entwicklung von Wynn Al Marjan Island kam es zunächst zu Störungen durch regionale Konflikte, die die globalen Lieferketten beeinträchtigten und weiterhin Auswirkungen auf die sich wandelnden Versicherungsmärkte haben. Dies erforderte die Neubeschaffung, Umleitung oder Beschleunigung bestimmter Materialien und Ausrüstungen, um den Bauzeitplan des Projekts sicherzustellen." - Craig Billings, CEO von Wynn Resorts
Hintergrund
Die restlichen 300 Millionen US-Dollar der Budgeterhöhung, die nicht direkt dem Konflikt zugeschrieben werden, entfallen auf allgemeine Baukostenanpassungen, die Koordination der Gewerke und Remessungen, wie sie bei Projekten dieser Größenordnung üblich sind. Wynn Resorts setzt bei Al Marjan auf eine Kombination aus lokalem und globalem Publikum. Man geht davon aus, dass die Nachfrage nach dem Kernprodukt Gaming das Angebot bei der Eröffnung bei weitem übersteigen wird. Während die physische Konstruktion voranschreitet, wird parallel bereits das Personal für den Betrieb geplant und eingestellt.
Interessanterweise plant Wynn auch in Macau weitere Expansionen. Bis Ende 2026 soll der Bau des „Enclave" beginnen, eines Hotels mit 432 Suiten. Zudem wird in den kommenden Wochen mit dem Bau eines Veranstaltungszentrums und Theaters am Wynn Palace begonnen, dessen Fertigstellung für 2028 geplant ist. Diese Investitionen unterstreichen den langfristigen Glauben des Unternehmens an den asiatischen Markt, auch wenn das Hauptaugenmerk der Analysten derzeit auf dem prestigeträchtigen Projekt in den Wüstenstaaten liegt.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für deutsche Spieler hat die Verzögerung des Wynn Al Marjan Resorts zunächst keine direkten Auswirkungen auf den Alltag in heimischen Online-Casinos, verdeutlicht aber die massiven Unterschiede in der Regulierung. Während in den Emiraten ein Milliarden-Resort als Prestigeprojekt entsteht, unterliegt das Glücksspiel in Deutschland den strengen Regeln des Glücksspielstaatsvertrags (GlüStV 2021). Deutsche Kunden sind an das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro gebunden, das durch das LUGAS-System überwacht wird. Zudem gilt an virtuellen Automaten das Einsatzlimit von 1 Euro pro Spielrunde. Solche restriktiven Maßnahmen zum Spielerschutz sind in den geplanten Luxus-Casinos der Wynn-Gruppe in dieser Form nicht vorgesehen.
Wer aus Deutschland in die Emirate reist, wird dort 2027 zwar ein High-End-Erlebnis vorfinden, sollte sich aber bewusst sein, dass der Schutzstandard der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) nur innerhalb der Bundesrepublik greift. In Deutschland lizenzierte Anbieter auf der offiziellen Whitelist garantieren faire Gewinnchancen und eine strikte Einhaltung der Suchtprävention. Das Wynn-Resort in Ras Al Khaimah wird sich eher an internationalen Standards orientieren, die oft weniger Fokus auf individuelle Verlustlimits legen als das deutsche System. Spieler sollten daher auch im Urlaub ihr eigenes Budget im Auge behalten.
Was das für GGL-Casinos heißt
Deutsche Casinos mit GGL-Lizenz können sich durch die Nachrichten aus den Emiraten bestätigt fühlen, dass der stationäre und internationale Markt zwar wächst, die Sicherheit im digitalen Raum in Deutschland jedoch einen Sonderstatus genießt. Die GGL überwacht streng, dass keine illegalen Angebote aus Übersee oder Curacao den deutschen Markt infiltrieren. Ein Weltkonzern wie Wynn konzentriert sich auf exklusive Vor-Ort-Erlebnisse, was zeigt, dass das klassische Casino-Erlebnis weiterhin eine Daseinsberechtigung hat. Für GGL-lizenzierte Betreiber bedeutet dies, dass sie ihr Profil als sichere, regulierte Alternative schärfen müssen, um Kunden ein verantwortungsbewusstes Spielumfeld zu bieten, während internationale Mega-Projekte primär auf touristischen Luxus setzen.
Häufige Fragen
Wann eröffnet das Wynn Al Marjan Island Resort?
Die Eröffnung des Luxus-Resorts in den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde auf September 2027 verschoben. Ursprünglich war die Inbetriebnahme bereits für das Frühjahr 2027 vorgesehen.
Warum steigen die Kosten für das Casino-Projekt?
Das Budget wurde um 600 Millionen US-Dollar erhöht, da regionale Konflikte die Lieferketten und Versicherungsmärkte stören. Zudem führten gestiegene Material- und Transportkosten sowie Anpassungen in der Bauplanung zu der Teuerung.
Wie viel kostet das Wynn Projekt in den Emiraten insgesamt?
Nach der Budgeterhöhung belaufen sich die Gesamtkosten für das Wynn Al Marjan Island auf über 5 Milliarden US-Dollar. Es ist das erste Casino-Resort seiner Art in dieser Region.
Welche Auswirkungen hat die deutsche Regulierung auf solche Reisen?
Deutsche Spieler genießen in GGL-lizenzierten Casinos einen hohen Schutz durch Einsatzlimits und das LUGAS-System. Bei Besuchen in internationalen Casinos wie in den VAE greifen diese deutschen Schutzmechanismen nicht, weshalb Eigenverantwortung gefragt ist.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
Alle Artikel von Lisa Lustich →Quellen & weiterführende Links
- Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL): gluecksspiel-behoerde.de
- Whitelist erlaubter Online-Anbieter: GGL-Whitelist
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