Florida: Millionen-Ring für illegale Sportwetten in Boca Raton ausgehoben
KI-GENERIERTEin 42-jähriger Mann aus Florida soll ein illegales Wett-Netzwerk mit einem Volumen von über 3 Millionen US-Dollar betrieben haben. Die Kaution wurde auf stolze 3 Millionen Dollar festgesetzt.
In den USA sorgt ein massiver Schlag gegen das illegale Glücksspiel für Schlagzeilen. Die Behörden in Florida haben Devon Alexander Shalmi, einen 42-jährigen Mann aus Boca Raton, festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr ein ausgeklügeltes System für illegale Sportwetten und Geldwäsche betrieben zu haben. Die Dimensionen dieses Falls sind beachtlich, da allein die Kaution für seine Freilassung auf die Summe von 3 Millionen US-Dollar festgesetzt wurde. Dies entspricht exakt dem Betrag, den er mutmaßlich durch seine kriminellen Aktivitäten bewegt hat.
Die Ermittlungen begannen bereits am 18. August 2025, als ein Informant den Behörden den entscheidenden Tipp gab. Über 13 Monate hinweg beobachteten verdeckte Ermittler der Sheriff-Büros von Palm Beach und Broward County die Aktivitäten von Shalmi. Dabei kam heraus, dass er nicht als einfacher Spieler agierte, sondern als professioneller Buchmacher und Agent. Er bot seinen Kunden Kreditlinien an, damit diese auf Offshore-Plattformen wetten konnten, die in den USA keine Lizenz besitzen. Dies ist ein klassisches Beispiel dafür, wie der Schwarzmarkt versucht, staatliche Regulierungen zu umgehen.
Zahlen und Fakten
Die finanziellen Details der Anklageschrift sind präzise dokumentiert. Laut dem 75-seitigen Festnahmebericht flossen auf die Konten von Shalmis Firma, ILSJSF Solutions, insgesamt 3.054.066,23 US-Dollar an Einzahlungen. Demgegenüber standen Auszahlungen in Höhe von 2.991.015,41 US-Dollar. Am Ende blieb ein Nettörtrag von etwa 63.050,82 US-Dollar übrig. Während der Ermittlungen führten die Beamten 35 verschiedene Operationen durch, um die Beweise zu sichern. Besonders dreist war die Nutzung moderner Zahlungsdienste wie Zelle, Venmo und Cashapp, um die illegalen Gelder zu verschieben.
Ein interessanter Aspekt der Ermittlungen war der Kontakt zwischen Shalmi und verdeckten Ermittlern. In einer Textnachricht lud er einen Agenten sogar zu einem Treffen in ein legales Casino ein:
„Ich spiele Montagabends im Coconut Creek Casino Poker, könntest du mich dort treffen? Ich bin von 18 Uhr bis Mitternacht dort.“ - Devon Alexander Shalmi, Beschuldigter
Solche Treffen fanden unter anderem im Dixon Pickleball Club und im Seminole Coconut Creek Casino statt, wo Bargeldübergaben beobachtet wurden. Trotz des legalen Umfelds des Casinos waren Shalmis eigene Wettaktivitäten über Plattformen wie Allgames365.com und betvipsports.com absolut gesetzeswidrig.
Hintergrund
Für Devon Alexander Shalmi ist dies nicht der erste Konflikt mit dem Gesetz. Bereits zwischen 2013 und 2015 soll er Teil eines illegalen Wettrings mit sieben weiteren Personen gewesen sein. Im Jahr 2017 bekannte er sich der Geldwäsche und der Nutzung eines Kommunikationsgeräts für Straftaten schuldig. Damals kam er mit einer fünfjährigen Bewährungsstrafe davon. Diese kriminelle Vorgeschichte dürfte nun der Hauptgrund für die außergewöhnlich hohe Kaution von 3 Millionen US-Dollar sein, die Richterin Cymonie Rowe festsetzte. Sollte er die Kaution hinterlegen, muss er sich unter Hausarrest stellen und einen GPS-Monitor tragen.
Die Ermittlungen zeigen, dass die Behörden in Florida konsequent gegen sogenannte Offshore-Webseiten vorgehen. Diese Anbieter operieren oft aus der Karibik oder Mittelamerika und besitzen keine Genehmigung für den US-Markt. Der Fall Shalmi demonstriert, dass auch die Nutzung von Mittelsmännern und modernen Apps keinen Schutz vor Entdeckung bietet, wenn die Strafverfolgungsbehörden wie die Einheiten für Drogen und Geldwäsche des Palm Beach Sheriff’s Office zusammenarbeiten.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Dieser Fall aus den USA lässt sich zwar nicht direkt auf die deutsche Rechtsprechung übertragen, liefert aber eine wichtige Warnung. Auch in Deutschland ist der Betrieb von Glücksspiel ohne Lizenz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) eine Straftat gemäß § 284 StGB. Wer bei illegalen Anbietern wettet, geht enorme Risiken ein. Es gibt keinen rechtlichen Schutz bei der Auszahlung von Gewinnen, und die Gefahr, in Geldwäsche-Ermittlungen hineingezogen zu werden, ist real. In Deutschland gelten seit dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) strikte Regeln.
Deutsche Spieler sollten zwingend darauf achten, nur bei Anbietern zu spielen, die auf der offiziellen GGL-Whitelist stehen. Dort sind wichtige Schutzmaßnahmen wie das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro über das LUGAS-System und das Einsatzlimit von 1 Euro pro Spin bei Slots gesetzlich verankert. Die Teilnahme an Angeboten von Offshore-Casinos (oft mit Lizenzen aus Curacao oder der MGA ohne deutsche Genehmigung) kann nicht nur zu finanziellen Verlusten führen, sondern auch rechtliche Konsequenzen haben, da die Behörden die Zahlungsströme zunehmend überwachen.
Was das für GGL-Casinos heißt
Für lizenzierte deutsche Online-Casinos sind solche Nachrichten ein Beleg dafür, warum ein regulierter Markt so wichtig ist. Illegale Anbieter wie die im Florida-Fall genannten Webseiten verzerren den Wettbewerb, da sie sich nicht an Spielerschutzregeln oder Steuerpflichten halten. Die GGL arbeitet aktiv daran, solche Schwarzmarkt-Angebote durch Netzsperren und Payment-Blocking zu unterbinden. Deutsche Betreiber müssen durch die Einhaltung strenger Auflagen beweisen, dass sie die sichere Alternative zum gefährlichen Schwarzmarkt sind.
Häufige Fragen
Warum ist die Kaution im Fall Shalmi so hoch?
Die Kaution wurde auf 3 Millionen US-Dollar festgesetzt, was dem mutmaßlichen Umsatz des illegalen Wettrings entspricht. Zudem ist der Beschuldigte ein Wiederholungstäter, der bereits 2017 wegen Geldwäsche verurteilt wurde.
Welche Webseiten wurden für die illegalen Wetten genutzt?
Der Beschuldigte nutzte hauptsächlich die Offshore-Plattform Allgames365.com. In früheren Fällen war er zudem an Aktivitäten über betvipsports.com beteiligt.
Wie wurde das Geld in diesem Fall gewaschen?
Shalmi nutzte seine Firma ILSJSF Solutions und private Zahlungs-Apps wie Zelle, Venmo und Cashapp. Darüber hinaus fanden physische Bargeldübergaben an Orten wie dem Coconut Creek Casino statt.
Sind Sportwetten bei Offshore-Anbietern in Deutschland erlaubt?
Nein, Sportwetten dürfen in Deutschland nur bei Anbietern mit einer Lizenz der GGL durchgeführt werden. Wetten bei Offshore-Anbietern ohne deutsche Lizenz sind illegal und können strafrechtlich verfolgt werden.
Wie erkenne ich ein legales Online-Casino in Deutschland?
Ein legales Casino muss auf der offiziellen Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder stehen. Zudem müssen die strengen Regeln des GlüStV 2021, wie das 1.000-Euro-Limit und der Anschluss an LUGAS, erkennbar umgesetzt sein.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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