Morddrohungen gegen Matteo Berrettini: Tennisprofi fordert Schutz vor Wettbetrügern
KI-GENERIERTNach heftigen Anfeindungen bei Roland Garros fordert Matteo Berrettini härtere Maßnahmen gegen Belästigungen durch Spieler. Währenddessen verzeichnet die US Open Rekordzuwächse im Bereich der Prognosemärkte.
Die Welt des professionellen Tennis wird von einer dunklen Seite des Sportwettengeschäfts erschüttert. Matteo Berrettini, ehemaliger Wimbledon-Finalist, nutzte seinen jüngsten Sieg über Stan Wawrinka bei den US Open, um auf ein massives Problem aufmerksam zu machen. Er berichtete von erschreckenden Vorfällen, die sich während des Turniers in Roland Garros abspielten. Dort erhielt sein Bruder Drohnachrichten, in denen die Familie mit dem Tod bedroht wurde, sollte er Berrettini nicht dazu bewegen, ein Match absichtlich zu verlieren. Besonders perfide war dabei der Umstand, dass diese Nachrichten sogar nach gewonnenen Spielen des Italieners verschickt wurden.
Berrettini betonte in seinen Ausführungen, dass dies kein Einzelfall sei. Viele Profis sehen sich nach ihren Partien mit einer Flut von Hassnachrichten in den sozialen Medien konfrontiert. Er sieht vor allem die jüngere Generation von Spielern gefährdet, die möglicherweise noch nicht über die psychische Widerstandsfähigkeit verfügen, um mit solchen Bedrohungsszenarien umzugehen. Der Vorfall wurde zwar der ATP gemeldet, doch Berrettini fordert eine grundlegendere Veränderung in der Branche, um die Sicherheit der Athleten zu gewährleisten.
„Wir müssen die Spieler schützen und alles tun, um eine sichere Umgebung für alle zu schaffen.“ - Matteo Berrettini, Tennisprofi
Zahlen und Fakten
Die statistische Auswertung der Belästigungen ist alarmierend. Ein im Juli veröffentlichter Bericht der WTA und World Tennis zeigt, dass Glücksspieler für 42 Prozent der verifizierten Online-Beleidigungen während der Saison 2025 verantwortlich waren. Bei den schwerwiegenden Fällen stieg dieser Anteil sogar auf 59 Prozent an. Insgesamt mussten 35 Konten direkt an die Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet werden. Auch die ATP hat reagiert und ihren Safe Sport Service ausgebaut. In dessen erstem Jahr wurden über 3,1 Millionen Social-Media-Kommentare gescannt. Dabei wurden mehr als 162.000 schwerwiegende Kommentare identifiziert, die sich gegen 245 verschiedene Spieler richteten.
Parallel zu diesen Schutzmaßnahmen treibt die United States Tennis Association (USTA) die Kommerzialisierung voran. Für das Turnier 2026 wurde Kalshi als erster offizieller Partner für Prognosemärkte vorgestellt. Der Vertrag umfasst mehrere Jahre und sieht vor, dass Kalshi auf digitalen Plattformen und direkt auf dem Platz präsent ist. Die USTA begründet diesen Schritt mit einem enormen Anstieg des Handelsvolumens im Tennisbereich auf Kalshi, das im Vergleich zum Vorjahr um das 25-Fache gestiegen ist.
Hintergrund
Die Partnerschaft mit Kalshi beinhaltet laut offiziellen Angaben zwar einen Integritätsrahmen, um Risiken für den Wettbewerb zu minimieren. So sollen Wetten auf Verletzungen, Schiedsrichterentscheidungen oder Code-Verstöße eingeschränkt werden. Zudem gibt es ein Datenaustausch-Abkommen mit der International Tennis Integrity Agency (ITIA), um die Märkte in Echtzeit zu überwachen. Dennoch bleibt der Kontrast zwischen der wirtschaftlichen Expansion und den persönlichen Sicherheitsrisiken der Spieler wie Berrettini bestehen. Berrettini selbst erklärte, dass Wetten ein Teil des Sports sein können, wenn sie ordnungsgemäß kontrolliert werden, sieht aber die aktuellen Schutzmechanismen als unzureichend an.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für deutsche Tennis-Fans und Wettbegeisterte bietet der heimische Markt einen deutlich sichereren Rahmen als internationale, oft unregulierte Prognosemärkte. Wer in Deutschland bei Anbietern wettet, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) stehen, unterliegt strengen Regeln des Glücksspielstaatsvertrags 2021. Hierzu zählen das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro über das LUGAS-System sowie strenge Identitätsprüfungen. Diese Regulierung dient nicht nur dem Schutz der Spieler vor Spielsucht, sondern sichert auch die Integrität des Sports durch die Zusammenarbeit mit Überwachungsstellen. Deutsche Lizenzen verbieten zudem oft riskante Wettmärkte, die anfällig für Manipulationen oder Insiderwissen sind. Spieler sollten darauf achten, Angebote von MGA- oder Curacao-lizenzierten Anbietern zu meiden, da diese nicht dem deutschen Recht unterliegen und oft weniger Schutz gegen missbräuchliche Marktpraktiken bieten.
Was das für GGL-Casinos heißt
Für Betreiber von Online-Casinos und Wettportalen mit GGL-Lizenz bedeutet die Debatte um Berrettini eine Bestätigung des strengen deutschen Weges. Die Implementierung von Panik-Buttons, Einsatzlimits von 1 Euro pro Spin bei Slots und die Anbindung an die Sperrdatei OASIS sind essenzielle Werkzeuge, um ein gesundes Spielumfeld zu schaffen. Anbieter müssen proaktiv sicherstellen, dass ihre Plattformen nicht als Werkzeug für Belästigungen missbraucht werden. Die Zusammenarbeit mit Behörden zur Integritätswahrung ist für lizenzierte Unternehmen in Deutschland Pflicht, was sie positiv von internationalen Konkurrenten abhebt, die oft erst reagieren, wenn Skandale wie die Todesdrohungen gegen Berrettinis Familie öffentlich werden.
Häufige Fragen
Welche Drohungen hat Matteo Berrettini erhalten?
Der Tennisprofi berichtete, dass sein Bruder während des Turniers in Roland Garros Morddrohungen gegen die gesamte Familie erhielt. Die Absender forderten, dass Berrettini Spiele absichtlich verlieren solle, um Wettgewinne zu ermöglichen.
Wie hoch ist der Anteil von Wettenden an Beleidigungen im Tennis?
Laut einem Bericht der WTA für die Saison 2025 sind Glücksspieler für 42 Prozent aller Online-Beleidigungen verantwortlich. Bei besonders schweren Fällen von Missbrauch steigt dieser Anteil sogar auf 59 Prozent.
Was ist die Partnerschaft zwischen der USTA und Kalshi?
Kalshi wurde ab dem Jahr 2026 zum ersten offiziellen Partner für Prognosemärkte der US Open ernannt. Die Kooperation beinhaltet Echtzeit-Überwachung durch die International Tennis Integrity Agency, da das Handelsvolumen für Tennis-Wetten auf der Plattform um das 25-Fache gewachsen ist.
Sind Tennis-Wetten in Deutschland sicher?
Ja, sofern sie bei Anbietern mit einer Lizenz der GGL platziert werden, die den strengen Vorgaben des GlüStV 2021 unterliegen. Diese Regulierung umfasst Limits wie das 1.000-Euro-Einzahlungslimit und die Anbindung an das LUGAS-System zum Schutz der Integrität.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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